Dann ziehe ich nach Thüringen - da lebt es sich nämlich entschieden günstiger.
... weil es keine Tatsache ist.Dann ziehe ich nach Thüringen - da lebt es sich nämlich entschieden günstiger.
Irgendwie fällt diese Tatsache immer hinten runter.
Zwar sind Mieten oder auch Kosten für Häuser insbesondere auf dem Land dort deutlich günstiger, aber schon in den Städten schaut´s wieder ganz anders aus.
Und was die restlichen Kosten betrifft (Lebensmittel, Benzin, Strom etc., halt die Dinge des täglichen Lebens), die sind dort genauso teuer wie im Westen.
Und genau an der Stelle muss man differenzieren. Auch im Westen, wo übrigens die teuersten Städte der Republik liegen, kann man sein Leben mit unseren Gehältern nicht finanzieren. (...)
Man kann ein Stadtleben im Osten nicht in die Waagschale werfen und es im Westen ausklammern.
Hm, wenn ich mal die Hundesteuern vergleiche, dann kann man finde ich nicht sagen, die wären im Osten generell niedriger:Die Lebenshaltungskosten bestehen aber aus noch vielen anderen Dingen, wie Freizeitgestaltung, das Halten eines Hundes, oder z.B. Kreditkosten. Wenn die Lebenshaltungskosten niedriger sind, kriegst du günstigere Kredite weil die persönliche Belastung sinkt.
Zu sagen, es wäre ok, wenn man dort noch weniger verdient, weil man ja weniger Miete zahlt, ist ein merkwürdiger Gedanke.
Im Umkehrschluss müsste es ja dann in Ballungsräumen enorme Gehaltszuschläge geben.
"Der zweite große Unterschied besteht zwischen den Bundesländern. Oder noch genauer: zwischen Ost und West. Fachkräfte in den "neuen Ländern" (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) wurden Ende 2017 um 23,3 Prozent schlechter bezahlt als ihre KollegInnen im Westen. Die Unterschiede waren regional mitunter gewaltig. Ging in Sachsen-Anhalt eine Fachkaft in der Altenpflege mit durchschnittlich 2.136 Euro brutto nach Hause, so hatte eine solche in Baden-Württemberg im Schnitt 3.036 Euro in der Tasche."Jetzt führst du aber einen Vergleich aller Gehälter an. Führt das nicht ein bisschen weit? Es ging doch jetzt um Pflegeberufe. Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind es hier diese 10-15% Unterschied, die sich in den Lebenshaltungskosten wiederfinden.
Der TVÖD bezahlt bereits seit 2009 in Ost und West die gleichen Gehälter.
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