DM Typ I und II

Maverick

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26.10.2006
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Heide/Holst.
Beruf
Fachkrankenpfleger für Nephrologie und Dialyse (DKG)
Hallo Leute!!!
Ich hätte da mal ´ne Frage:
Kann mir jemand bitte plausibel und verständlich den wesentlichen Unterschied zwischen dem Typ I und dem Typ II Diabetes erklären???:fidee:

Im Vorraus vielen Dank für eure Mühe....
LG und ´nen gesegneten Sonntag
Maverick
 
Hmm, wo fängt man an?!


Das Wesaentliche ist wohl:
Diab I absoluter Insulinmangel,
Diab II relativer, da Insulinresistenz. Später auch verringerte Insulinausschüttung aufgrund von Überbeanspruchung der Beta Zellen.

In der Behandlung demnach bei I nur Insulinsubstitution möglcich, bei II orale Antidiabetika aller Formen, da (Rest)Insulinausschüttung vorhanden.

I erbliche Komponente niedrig. idiopathisch oder auto immunologisch.
II erbliche Komponente höher, Stichwort metabolisches Syndrom - was dann wieder Möglichkeiten (die ersten) in der Behandlung aufzeigt.

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Ansonsten könnte man viel erzählen wenn du sagst wo genau es hakt :-)
 
oder auch, ganz paltt:

Typ I oft bei ganz kleinen Kindern schon

Typ II "altersdiabetes", obwohl das mittlerweile leider auch ni mehr treffend ist...
 
Hallo Stationswicht,

das haste aber wirklich ganz platt gesagt.....

Hier mal eine einfach verständlich Erklärung:
Diabetes Typ 1
Bei diesem Krankheitstyp zerstört das körpereigene Immunsystem selbst im Rahmen einer Entzündungsreaktion die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Diese Entzündungsreaktion setzt wahrscheinlich bereits in frühester Kindheit ein. Die daraus folgende Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen führt nach und nach zu einem zunehmenden Insulinmangel. Erst wenn ca. 90 Prozent der Beta-Zellen zerstört sind manifestiert sich ein Typ-1-Diabetes. In der Anfangsphase der Erkrankung ist also durchaus noch eine kleine Insulinrestproduktion vorhanden.

Diabetes Typ 2

Hierbei handelt es sich um eine Störung, bei der Insulin zwar vorhanden ist, an seinem Zielort, den Zellmembranen, aber nicht richtig wirken kann (Insulinresistenz). In den ersten Lebensjahrzehnten kann die Bauchspeicheldrüse dies durch die Produktion hoher Insulinmengen kompensieren. Irgendwann kann das Pankreas die überhöhte Insulinproduktion aber nicht mehr aufrecht erhalten. Die produzierte Insulinmenge reicht dann nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und der Diabetes mellitus Typ 2 wird manifest. Ein Typ-2-Diabetiker hat trotzdem noch viel mehr körpereigenes Insulin, als der Stoffwechselgesunde, für den eigenen Bedarf ist es aber nicht mehr ausreichend (relativer Insulinmangel).
Quelle und mehr...
 
Diese Seiten sind auch ganz interessant. Geschrieben von einem Betroffenen, der sich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt hat.
Ich find's ganz gut aufbereitet - vom Inhalt her.
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Ulrich

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