News Demonstration gegen Pflegekammer

Hallo liebe Kollegen,
vielleicht kann sich der eine oder die andere noch an die Diskussion mit dem Titel "Pflegekammer in Bayern- größte ideelle Aufwertung" hier im Forum erinnern.
Da ich damals hier noch nicht dabei war, habe ich mal danach gesucht...
Es ging bereits damals zum Thema hoch her und ich stelle fest, daß wir Kritiker durchaus den Finger auf der Wunde hatten.
Nö, hattet ihr nicht. So haben damals schon Elisabeth Dinse, Renje u. a. Deine Argumente zerlegt, siehe z. B. Elisabeth hier
oder Renje zwei Beiträge weiter unten.
Nur mal so, Du hast damals auch behauptet, die Mitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer wäre freiwilig - kompletter Unfug (da die Mitgliedschaft in der jeweiligen Berufskammer IMMER verpflichtend ist):
Das sind absolut grundlegende Basics über Kammern, die man schon wissen sollte, wenn man sich angeblich so gut auskennt.
Das mit der größten ideellen Aufwertung war wohl nichts...
:weissnix: ???
Wo denn bitte? Es gibt trotz Abstimmung unter den Pflegekräften und sogar der Anerkennung des Sieges der Kammerbefürworter durch Fr. Huml 2013 (siehe Huml: Bayerns Pflegekräfte pro Pflegekammer - Ergebnis der repräsentativen Umfrage liegt vor - Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Zitat:
"Bayerns Pflegekräfte befürworten die Einrichtung einer Pflegekammer. Dies erklärte die Bayerische Pflegeministerin Melanie Huml nach der Vorstellung der repräsentativen Umfrage unter den bayerischen Pflegekräften in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. (...) Die Auswertung der Pflegekammer-Umfrage zeigt, dass die Zustimmung zur Pflegekammer umso höher ist, je besser der subjektive Informationsstand der Befragten ist.")
bis heute keine Pflegekammer in Bayern, also wo soll bitte eine "ideelle Aufwertung" in der Zwischenzeit erfolgt sein? Ganz im Gegenteil, durch die bewußte Mißachtung des Willens der Mehrheit der Profession Pflege zeigt die Politik in Bayern ihre Verachtung und Geringschätzung unserer Berufsgruppe.
 
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Ach, lieber Kollege, ein Ziel habe ich mit meinem Beitrag erstmal wieder erreicht: Die alte Diskussion, die lange ging und sehr intensiv geführt wurde, wird wieder gelesen von jenen, die damals noch nicht dabei waren.
Und ich bin entgegen Deiner Wertung nach wie vor der Meinung, daß wir damals den Finger auf der Wunde hatten, daran ändert Deine Einlassung nicht das Geringste.
Desweiteren kannte sich damals keiner hier zum Thema Kammern aus, die wurden nämlich erstmalig für uns diskutiert. Das waren also alles Meinungsäußerungen.
Und, was Deine Formulierung"die bewußte Mißachtung des Willens der Mehrheit der Profession Pflege" anbetrifft. Genau das war damals eins der Themen: Daß man eben genau die erst mal befragen sollte, ob sie eine Kammer überhaupt wollen.
 
Ach, lieber Kollege, ein Ziel habe ich mit meinem Beitrag erstmal wieder erreicht: Die alte Diskussion, die lange ging und sehr intensiv geführt wurde, wird wieder gelesen von jenen, die damals noch nicht dabei waren.
Auf jeden Fall interessant und empfehlenswert zum lesen, auch wenn´s 26 Seiten sind...! :cleanglasses: Auch Deine Meinung z. B. zu Herrn Fussek fand ich sehr gut! :daumen:
Und ich bin entgegen Deiner Wertung nach wie vor der Meinung, daß wir damals den Finger auf der Wunde hatten, daran ändert Deine Einlassung nicht das Geringste.
Ah ja - wo denn da?
Desweiteren kannte sich damals keiner hier zum Thema Kammern aus, die wurden nämlich erstmalig für uns diskutiert. Das waren also alles Meinungsäußerungen.
Nö, das ist so pauschal nicht korrekt; z. B. gab es damals bereits Diskussionsteilnehmer, die sich hervorragend in der Materie auskannten und ein ausgezeichnetes Wissen über Kammern hatten (z. B. Elisabeth, aber auch @-Claudia- oder @Lillebrit )... denn bereits im Jahr 2011 war die Pflegekammeridee keineswegs neu! :wink: Auch wenn das hier von z. B. Ludmilla bezweifelt worden war, aber die Diskussion geht schon auf die 80er/90er Jahre zurück.
Bei Dir hat mich das Wissen zu Kammern allerdings nicht ganz so überzeugt; zum einen die (bereits erwähnte) falsche Behauptung, die Mitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer sei freiwillig; zum anderen die Behauptung, Verkammerung stünde nur sog. "freien Berufen" zu:
News - Pflegekammer in Bayern - Grösste idelle Aufwertung (eine gerne von Kammergegnern vorgebrachte Falschbehauptung).
Tja, blöd nur, daß es z. T. schon seit Jahrzehnten schon sog. Arbeitnehmerkammern gibt, nämlich in Bremen und dem Saarland:
:D
Und, was Deine Formulierung"die bewußte Mißachtung des Willens der Mehrheit der Profession Pflege" anbetrifft. Genau das war damals eins der Themen: Daß man eben genau die erst mal befragen sollte, ob sie eine Kammer überhaupt wollen.
Völlig korrekt, zum damaligen Zeitpunkt, als ihr die Diskussion geführt hattet (2011) gab es (soweit ich weiß) eine solche Umfrage in einem Bundesland noch nicht; die in Bayern z. B. erfolgte 2013:

Allerdings sollte Dir aufgefallen sein, daß wir das Jahr 2020 schreiben und inzwischen sehr viel weiter sind:

Es gab inzwischen Befragungen in mehreren Bundesländern; bis auf zwei davon (Hamburg und Hessen) fielen ALLE zugunsten der Pflegekammern aus! 8-)
Leider haben diese eindeutig ausgefallenen Befragungen nicht immer auch zur Gründung einer Pflegekammer im jeweiligen Bundesland geführt... dies waren neben (bereits erwähnt) Bayern auch m. W. Berlin und Brandenburg.

Und dies ist nichts anderes als eine bewußte Mißachtung des Willens der Mehrheit der Profession Pflege!
 
Dann soll diese Mehrheit doch ihre Interessenvertretung gründen, aber ohne diejenigen die die Kammer nicht wollen! Wenn alle die die sich dafür ausgesprochen haben Mitglied werden, wäre das doch schon die Organisation mit der größten Lobby bei den Pflegekräften. Die kleine Minderheit braucht man dann doch gar nicht....;):cheerlead:
 
Dann soll diese Mehrheit doch ihre Interessenvertretung gründen, aber ohne diejenigen die die Kammer nicht wollen! Wenn alle die die sich dafür ausgesprochen haben Mitglied werden, wäre das doch schon die Organisation mit der größten Lobby bei den Pflegekräften. Die kleine Minderheit braucht man dann doch gar nicht....;):cheerlead:
Dann sollte die Minderheit auch nicht von den Früchten der Mehrheit profitieren können, gute Idee, Ludmilla!
 
Wäre mir recht! Ich wünschte das wäre dann bei den Gewerkschaften und deren Früchte auch so! Da trage ich seit Jahrzehnten mit einer Minderheit der Pflegekräfte das, wovon eine Mehrheit profitiert. Das ist deutlich unfairer, aber ich trage es trotzdem mit....
 
@Martin H.
Ich weiß nicht ob das so geschrieben habe, dass die Idee der Pflegekammer zu den dir genannten Zeitpunkten neu war. Ich glaube nicht, aber das Thema wurde eher im ganz kleinen Kreis diskutiert und bei weitem nicht so öffentlich und man musste das damals nicht mitbekommen haben.
 
@Martin H.
Ich weiß nicht ob das so geschrieben habe, dass die Idee der Pflegekammer zu den dir genannten Zeitpunkten neu war.
Ich zitiere Dich mal:

„Das ist aber jetzt übertrieben. Ich bin, wie du weißt berufspolitisch sehr interessiert und für das Geld was ich in den letzten 30 Jahren in Fortbildungen gesteckt habe könnte ich heute durchaus einen gut ausgestatteten Mittelklassewagen kaufen.
In den 80ern wurde das ganz sicher nicht diskutiert, zumindest nicht sehr intensiv und in den 90ern auch noch nicht. Hätte ich als Mitglied von Gewerkschaft und Berufsverband mit Bezug von Fachzeitschrift ganz sicher mitbekommen....“


Siehe:

Bitte auch meine Antworten dazu lesen.
 
Also ich weiß jetzt wo ich die Diskussion über die Pflegekammer in den 80zigern komplett negiert haben soll? Ich habe sinngemäß geschrieben, dass man das als berufspolitisch interessierter Mensch nicht unbedingt mitbekommen haben muss weil es keine breite Diskussion wie heute darüber gab. Und bei mir ist die Diskussion darüber damals nicht angekommen.
Wenn du den oben zitierten Beitrag so interpretierst, dass ich die Bemühungen um eine Pflegekammer in diesen Jahren verneint habe, dann hast du mich falsch verstanden, denn so habe ich das nicht geschrieben.

Mein von dir zitierter Beitrag in dem anderen Thread war übrigens eine Antwort auf deine Aussage, dass das Thema Pflegekammer seit den 80 ern sehr intensiv diskutiert wird. Wir haben scheinbar nicht die gleiche Einschätzung was intensive Diskussion heißt.
 
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Naja, wenn du schreibst dass ich die intensive Diskussion in den 80 er und 90ern über die Kammer angezweifelt habe kommt das dem schon sehr nahe!
Nochmal zur Klarstellung. Die Diskussion über die Kammer war in diesen Jahrzehnten nicht sehr öffentlich oder anders ausgedrückt Intensiv. Ich hatte eine Fachzeitschrift, die war qualitativ schlecht (berufspolitisch Dinge standen da nicht drin), ich war in der Gewerkschaft (Verdi und Gewerkschaft Pflege) und im Berufsverband, und als berufspolitisch interessierter Mensch habe ich erst Ende der 90er davon gehört. Und das war vergleichsweise früh! Es gab noch kein flächendeckendes Internet vorher, wo man schnell an diese Infos gekommen ist.
 
@ludmilla
Du drehst Dir das jetzt auch hin, wie Du´s grad brauchst...
:roll:
Jetzt hast Du´s plötzlich Ende der 90er doch schon mitbekommen, in dem von mir verlinkten Thread (siehe auch Zitat oben) hattest Du noch was ganz anderes behauptet.
Und was ich Dir im anderen Thread auch schon geschrieben hatte:
Ich hatte in den 90ern davon gehört, auch ohne Internet. Das ist eine faule Ausrede, hatte ich da auch bereits belegt, aber es ist sinnlos mit Dir. Die Diskussion gab´s auch in diversen Fachzeitschriften, natüüüüüüüüüüürlich nur nicht in der, die Du hattest, ja nee is klar.

Aber es ist jede Diskussion mit Dir müßig, da es keinen Sinn macht, mit jemandem zu diskutieren, der heute nicht mehr weiß, was er gestern geschrieben hat oder der plötzlich was ganz anderes behauptet als davor.
 
„In den 80ern wurde das ganz sicher nicht diskutiert, zumindest nicht sehr intensiv und in den 90ern auch noch nicht“

Ich bezog mich in meinem Satz auf die von dir genannte angeblich „intensive“ Diskussion über die Pflegekammer in diesen Jahren! Und unter intensiver Diskussion verstehe ich was anderes als vereinzelte Artikel!
Ich brauche keine Ausreden, warum auch! Du unterstellst mir hier, dass ich mich herausrede! Habe ich nicht nötig und du diese Unterstellungen auch nicht!
Und es ist völlig ohne Belang für die heutige Auseinandersetzung ob man 1980, 1990 oder erst 2000 von der Kammer gehört hat. Du willst mich falsch verstehen und das kann ich nicht beeinflussen.
Ich zitier dich jetzt mal und gebe das genau so an dich zurück
Du drehst Dir das jetzt auch hin, wie Du´s grad brauchst

Ach noch was..., wieviel Fachzeitschriften beziehst du denn? Ich hatte damals nur die “Kinderkrankenschwester“, die in meinen Augen ein schlechtes Niveau hatte. Und wenig berufspolitische Themen!
Daraus konnte man keine Infos diesbezüglich bekommen. Aber wie gesagt, du musst mir nicht glauben, aber unterstell mir auch nicht öffentlich, dass ich nicht die Wahrheit sage!