News DBVA: Politiker sollten Pflegepraktika machen!

Redaktion

Redaktionsteam
Teammitglied
Registriert
26.03.2015
Beiträge
4.417
Ort
Frankfurt/Hannover
Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege (DBVA) hat die Politiker aller Parteien in einem offenen Brief aufgefordert, sich vor Ort in stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten über die Zustände in der Altenpflege zu informieren: "Dann erst könnten politisch Verantwortliche wirklich verstehen, wovon sie sprechen."

Weiterlesen...
 
Dann müsste man zeitgleich dafür sorgen, dass die Betriebe und PDLs den Politikern nicht den roten Teppich ausrollen.
 
  • Like
Reaktionen: Tryit und Martin H.
Zitat:
"In dieser Zeit, in der die Lehrerverbände allerorten darüber klagen, gar nicht so viele Altenpflegekräfte ausbilden zu können, wie benötigt werden (...)"
Dabei werden ja sogar noch haufenweise Leute in diese Ausbildung geschickt (bei denen man sich manchmal fragt, ob sie überhaupt geeignet oder wirklich gewillt sind) und die Altenpflegeausbildung wird (zumindest von einigen Bundesländern) massivst gefördert - was in der Krankenpflege nicht der Fall ist, obwohl auch hier die Situation prekär ist.
Nur so ist es übrigens zu erklären, warum inzwischen die Ausbildungszahlen in der Altenpflege die in der Krankenpflege überflügelt haben.

"... wünschte man sich, die politisch Verantwortlichen würden ein Praktikum in einer stationären Altenpflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Pflegedienst absolvieren", so der Verband in seinem Schreiben, das an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gerichtet ist "Dann könnten sie erfahren", heißt es weiter, "welche Sorgen und Nöte Pflegende plagen, welchen Belastungen und krankmachenden Arbeitsbedingungen sie ausgesetzt sind. Dann könnten sie aber auch erfahren, welche hervorragende Arbeit Altenpflegekräfte tagtäglich mit hoher Professionalität leisten."
Dies (das Fettmarkierte) bezweifle ich mal ganz stark, denn dafür fehlt den Politikern normalerweise jedwede Kompetenz - nicht böse gemeint, aber die meisten kommen nun mal nicht aus der Pflege. Ich kann z. B. die Arbeit eines Juristen auch nicht wirklich auf ihre Fachlichkeit hin überprüfen; wenn ich vor Gericht einen Prozess gewinne, dann kann es natürlich sein, daß mein Anwalt top war. Es könnte aber auch sein, daß der gegnerische Anwalt eine Pfeife war, der Richter milde gestimmt oder aber der Fall eh so sonnenklar war, daß ich gar nicht hätte verlieren können.
Die Politiker könnten in so einem Praktikum (wenn es ungeschönt ablaufen würde) daher höchstens die Hektik und hohe Arbeitsdichte mitbekommen, aber auch nicht mehr. Genau wie jeder andere Laie aus der Bevölkerung auch.
 
  • Like
Reaktionen: spflegerle
Und ohne fachlichen Blick bleibt am Ende bei den Politikern dann der Eindruck hängen, dass das doch ein Job ist, den jeder Dahergelaufene machen kann und daher die Fachkraftquote weiter abgesenkt oder ganz aufgehoben werden kann...

Sinnfreie Maßnahme.

Gruß spflegerle
 
  • Like
Reaktionen: Martin H.
Ich halte generell von dem Stammtichgebrabbel alla:" Die Politiker sollten auch mal anpacken und erstmal in der Pflege mal arbeiten..."

Muss ich in der Pflege gearbeitet haben um Politik für die Pflege zu machen? Nicht unbedingt, denn ich habe im Zweifel genug Experten (auch richtige), die ich zur Rate ziehen kann.