News DBVA: Politiker sollten Pflegepraktika machen!

Redaktion

Redaktionsteam
Teammitglied
Mitglied seit
26.03.2015
Beiträge
2.919
Punkte für Reaktionen
59
Punkte
48
Standort
Frankfurt/Hannover
Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege (DBVA) hat die Politiker aller Parteien in einem offenen Brief aufgefordert, sich vor Ort in stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten über die Zustände in der Altenpflege zu informieren: "Dann erst könnten politisch Verantwortliche wirklich verstehen, wovon sie sprechen."

Weiterlesen...
 

-Claudia-

Board-Moderation
Teammitglied
Mitglied seit
04.09.2004
Beiträge
11.408
Punkte für Reaktionen
691
Punkte
113
Standort
Ba-Wü
Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Chirurgie
Funktion
Pflegeexpertin ANP
Dann müsste man zeitgleich dafür sorgen, dass die Betriebe und PDLs den Politikern nicht den roten Teppich ausrollen.
 
  • Like
Reaktionen: Tryit und Martin H.

Martin H.

Poweruser
Mitglied seit
03.12.2016
Beiträge
2.365
Punkte für Reaktionen
1.067
Punkte
113
Standort
Bayern
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Intensivpflege
Zitat:
"In dieser Zeit, in der die Lehrerverbände allerorten darüber klagen, gar nicht so viele Altenpflegekräfte ausbilden zu können, wie benötigt werden (...)"
Dabei werden ja sogar noch haufenweise Leute in diese Ausbildung geschickt (bei denen man sich manchmal fragt, ob sie überhaupt geeignet oder wirklich gewillt sind) und die Altenpflegeausbildung wird (zumindest von einigen Bundesländern) massivst gefördert - was in der Krankenpflege nicht der Fall ist, obwohl auch hier die Situation prekär ist.
Nur so ist es übrigens zu erklären, warum inzwischen die Ausbildungszahlen in der Altenpflege die in der Krankenpflege überflügelt haben.

"... wünschte man sich, die politisch Verantwortlichen würden ein Praktikum in einer stationären Altenpflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Pflegedienst absolvieren", so der Verband in seinem Schreiben, das an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gerichtet ist "Dann könnten sie erfahren", heißt es weiter, "welche Sorgen und Nöte Pflegende plagen, welchen Belastungen und krankmachenden Arbeitsbedingungen sie ausgesetzt sind. Dann könnten sie aber auch erfahren, welche hervorragende Arbeit Altenpflegekräfte tagtäglich mit hoher Professionalität leisten."
Dies (das Fettmarkierte) bezweifle ich mal ganz stark, denn dafür fehlt den Politikern normalerweise jedwede Kompetenz - nicht böse gemeint, aber die meisten kommen nun mal nicht aus der Pflege. Ich kann z. B. die Arbeit eines Juristen auch nicht wirklich auf ihre Fachlichkeit hin überprüfen; wenn ich vor Gericht einen Prozess gewinne, dann kann es natürlich sein, daß mein Anwalt top war. Es könnte aber auch sein, daß der gegnerische Anwalt eine Pfeife war, der Richter milde gestimmt oder aber der Fall eh so sonnenklar war, daß ich gar nicht hätte verlieren können.
Die Politiker könnten in so einem Praktikum (wenn es ungeschönt ablaufen würde) daher höchstens die Hektik und hohe Arbeitsdichte mitbekommen, aber auch nicht mehr. Genau wie jeder andere Laie aus der Bevölkerung auch.
 
  • Like
Reaktionen: spflegerle

spflegerle

Poweruser
Mitglied seit
13.07.2006
Beiträge
490
Punkte für Reaktionen
265
Punkte
63
Und ohne fachlichen Blick bleibt am Ende bei den Politikern dann der Eindruck hängen, dass das doch ein Job ist, den jeder Dahergelaufene machen kann und daher die Fachkraftquote weiter abgesenkt oder ganz aufgehoben werden kann...

Sinnfreie Maßnahme.

Gruß spflegerle
 
  • Like
Reaktionen: Martin H.

Romsen2014

Poweruser
Mitglied seit
15.03.2016
Beiträge
669
Punkte für Reaktionen
467
Punkte
63
Alter
23
Beruf
Gesundheits-und Krankenpfleger/ B.Sc. Nursing
Akt. Einsatzbereich
KMT
Ich halte generell von dem Stammtichgebrabbel alla:" Die Politiker sollten auch mal anpacken und erstmal in der Pflege mal arbeiten..."

Muss ich in der Pflege gearbeitet haben um Politik für die Pflege zu machen? Nicht unbedingt, denn ich habe im Zweifel genug Experten (auch richtige), die ich zur Rate ziehen kann.
 

Über uns

  • Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit mehr als 15 Jahren eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

Unterstützt uns!

  • Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!