Darmperforation selbstverschuldet!

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Tigermaus, 02.10.2002.

  1. Tigermaus

    Tigermaus Stammgast

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    Hallo Ihr!
    Irgendwie hab ich jetzt das Bedürfnis über dieses Thema zu quatschen weil ich einfach kein Verständnis für die folgende Sache habe. :gruebel:
    Momentan liegt bei uns ein Patient der sich ständig irgendwelche Dinge rektal eingeführt hat z.B. Obst, Flaschen. :schraube: Deshalb war er auch schon öfter zur Entfernung dieser Dinge im Krankenhaus. Das letzte Mal war es ein Dildo. Dabei ist es dann zur Perforation des Enddarms gekommen. Folge Peritonitis --- offene Bauchbehandlung. :knockin: Irgendwie kann ich diesen Mann nicht verstehen. :weissnix: Wie sich ja jeder vorstellen kann ist dieser Mann nun im Krankenhaus eine echte Lachnummer! Wirklich jeder macht sich lustig. Aber irgendwie denke ich steckt dahinter ein ernsthaftes Problem. :besserwisser: Aus seinen Fehlern wird er einfach nicht klug. Letztens hat er sich sogar ein Thermometer in den .... geschoben. :dudu: Aus meiner Sicht benötigt er dringendst Psychiatrische Hilfe!! :megaphon:
    Wie seht ihr das?? :weissnix:
    Gruß Tigermaus :wavey:
     
  2. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    in Rente
    Hallo Tigermaus,

    diese Praktiken sind verbreitet und immer sexuell motiviert. Selbst das Risiko zu einer Lachnummer zu werden schreckt sie nicht ab.

    Wir hatten eine ganze Weile einen Mann, der immer in den Nachtstunden kam und einen Vibrator im Darm hatte. Der kam aber erst dann, wenn die Batterie leer war. Das ging so 3x in Serie, dann haben wir ihm den Vibrator weggenommen.
    Oder Gartenschlauch bis zu 100 cm lang. Wir haben vom Apfel bis zum Marmeladenglas alles rausgeholt.

    Besonders schlimm fand ich, da hat sich ein Häftling flüssigen Gips in den Darm gespritzt. Ohne daran zu denken, dass dieser natürlich hart wird. Jetzt gibt es einen negativen Abdruck seines Enddarmes in Gips gegossen.

    Ich denke, den Menschen die das machen, ist völlig egal wie wir dazu stehen. Es geht dabei um den Lustgewinn und dafür nehmen sie auch Spott und Hohn in Kauf.

    Ein Patient hatte sich ein Marmeladenglas eingeführt, welches in Narkose entfernt wurde. Gerade aufgewacht, fragte er nach dem Glas. Erst dachte ich es sei ein Pfandglas, dann las ich aber was darauf stand > Du darfst < Marmelade.
    2 Stunden später kam seine Frau in die Klinik, um ihn abzuholen. Glaube nicht, dass es ihm irgendwie peinlich war.
     
  3. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi,

    diese Menschen bräuchten auf jeden Fall psychiatrische Hilfe, doch wie bekommt man sie dahin?
    Freiwillig gehen sie da garantiert nicht zum Psychiater.
    Rabenzahn hat völlig Recht. Diese Leute, welche sich sonstwas für Gegenstände in den After oder Scheide oder Beides einführen und dabei den höchsten Lustgewinn erzielen, sind stets dabei sexuell motiviert.
    Als ich in der Ambulanz arbeitete, wurde mal spät abends eine 72 jährige Patientin mit dem RTW eingeliefert. Sie hatte sich eine leere Sektflasche bis über die Hälfte vaginal eingeführt und in ihrem After steckte eine Flaschenspülbürste.
    Na Halleluja, mußten wir uns im ersten Moment des Lachens erwehren!
    Die alte Dame sagte, dass sie seit 5 Jahren Witwe sei und ihr verstorbener Mann stets sehr aktiv im sexuellen Bereich mit ihr umging und plötzlich, als er verstarb, wußte sie mit ihren Trieben nicht mehr wohin und führte sich immer wieder Klobürsten, Flaschen, Taschenlampen und sowas entweder vaginal oder in den After ein oder Beides, was nach ihren Aussagen auch stets gut ging.
    Nur hatte sich diesmal die Sektflasche mit ihrer Öffnung am oberen Scheidengewölbe festgesogen, so dass der Flaschenboden mit einem "Reaktionstestkniescheibenhammer" aufgeschlagen werden mußte, um die Flasche aus ihr raus holen zu können. Kaum war das geschehen, zog sie sich die Flaschenreinigungsbürste aus dem After und wollte sie auch noch mit nach Hause nehmen, weil sie nicht soviel Rente bekäme, um sich eine Neue zu kaufen.
    Wir waren einigermaßen sprachlos, konnten sie aber überreden, das Teil wegzuwerfen. Dann sprach der Arzt eindringlich mit ihr, welche Gefahren ihre Aktionen birgt, doch davon wollte sie nix wissen.
    Nach einer Nacht zur Überwachung auf einer Station wurde sie wieder entlassen, doch wir grinsten noch monatelang, wenn diese Begebenheit zur Sprache kam. Und ich muß jetzt auch noch grinsen, jetzt, wo ich Euch das schreibe.

    Carmen
     
  4. Tigermaus

    Tigermaus Stammgast

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    Hallohoooooooooo!!!
    Wirklich sehr seltsam wozu doch so manch einer fähig ist! Bin doch immer wieder aufs neue überrascht!! :roll: Gerade entsinne ich mich an eine Frau die sich mal eine Kerze eingeführt hatte und sich geschämt hat zum Arzt zu gehen. Und wir haben uns ewig gewundert warum sie so einen übelriechenden Ausfluß hatte, bis zum Tag des Gynkonsils.
    Gruß Tigermaus :wavey:
     
  5. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo Tigermaus,

    eine Frage,

    erheitern dich diese Geschichten wirklich?

    Diese Patienten haben ein ernsthaftes Problem - da kommt einem schon so einiges unter! Ich hatte ein Praktikum in der Notaufnahme - da denkst du manches Mal - das gibt es nicht!

    Aber ich fand diese Dinge niemals zum Lachen!

    Gaby
     
  6. Tigermaus

    Tigermaus Stammgast

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    Hallo Gaby!
    Erst mal sorry wenn du mich da jetzt falsch verstanden hast! Das war jetzt eigentlich mehr ironisch Gedacht, bedenke das was ich vorher geschrieben habe!! Ich denke ich hab mich da etwas falsch ausgedrückt, daß hatte ich eigentlich nicht gemeint. Nur im ersten Moment lächelt man über solche Taten, nicht über irgendwelche Folgen! Totlachen war da wohl der falsche Ausdruck! Nochmals sorry!
    Gruß Tigermaus
     
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