Berufsurkunden

Es wäre aufgrund des Föderalismus eben nicht einfach, solange wir keine Pflegekammern haben. Wobei die Kammern auch wieder "nur" auf Landesebene tätig wären und wir zumindest 16 verschiedene Wappen auf den Urkunden hätten.

Ein einmal bestandenes Examen schützt jedoch nicht vor späteren Defiziten. Es gibt unfähige Pflegekräfte, wie in jeder anderen Berufsgruppe auch, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass die sich das Examen erschwindelt haben. (Über die Ärzte, die keine waren, hieß es oft, sie seien ausgesprochen gut in ihrem Job gewesen.)
 
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Reaktionen: Martin H.
Quergedacht ...

Wenn ich so sehe, was im Straßenverkehr und im Gesundheitswesen so kreucht und fleucht,
halte ich die Praxis in Amerika eher für zielführend:
Da muss nicht das Auto zum TÜV, sondern der Fahrer muss alle ... Jahre seine "license" verlängern.
Bei der Gelegenheit wird ja automatisch auch das "Scheinchen" von amtswegen angeschaut.

Hierzulande klappt das bei Berufskraftfahrern und Seeleuten doch auch schon ....
 
Ich habe zu viele examinierte GuK erlebt, wo ich mich fragte wo sie ihr Examen gemacht haben. Sogar welche, wo ich sicher wusste, dass sie Ihr Examen gemacht haben. Ich würde nicht als erstes vermuten, dass sie ihre Urkunde gefälscht haben. Gut, dass eine PK zumindest in einigen Ländern dafür zuständig sein wird, wie sich jemand fort-/weiter zu bilden hat.
 
Stimmt TinaDo !

In vielen englischsprachigen Ländern gar kein Thema.
Fing wohl 1901 in Neuseeland an. Von da hat sich die "Registered Nurse" (RN) weit verbreitet --- und bewährt.

Im Umkehrschluss heisst das doch wohl, dass uns die deutsche Kleinstaaterei 117 Jahre in der Entwicklung eines professionellen Pflegeberufs zurückgeworfen hat.:gruebel: