Berufsurkunden

TinaDo

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Hallo, bin Tina und komme aus der Krankenpflege und bin seit 2016 examiniert.
Zur Zeit arbeite ich bei einem Pflegedienst weil sie dort mehr Rücksicht nehmen
auf meine Wunscharbeitszeiten (Lebe alleine mit Kind)
Nun zu meiner Frage:
Kennt ihr das auch , dass es manchmal Mitarbeiter gibt, wo man denkt wo haben
die ihr Examen gemacht?
Also wenn der Arbeitgeber zum Beispiel ein Pflegedienst jemand einstellt mit gefälschter
Berufsurkunde und der Arbeitgeber selber kein Verdacht schöpft würde das eigentlich auffallen irgendwie durch den MDK oder Krankenkasse Pflegekasse Abrechnungen usw ???
Ich rede jetzt nicht davon , dass dem Arbeitgeber etwas komisch vorkommt und er selbst überprüft !!
Sondern wie vorher beschrieben !!
Also bei uns ist eine Kollegin wo es mir alles etwas komisch vorkommt irgendwie.
Es passt irgendwie alles nicht zusammen vom Lebenslauf und bei jedem erzählt sie es etwas anders. Und auch so irgendwie kommt es mir komisch vor.
Eine andere Kollegin von mir , kommt das auch alles etwas komisch vor.
Fachlich fällt es ja so schnell nicht auf in einem Pflegedienst, kann man ja nicht vergleichen wie im Krankenhaus wo es den Kolleginnen vielleicht schneller auffallen würde wenn es fachliche defizite geben würde.
Ich will sie auch nicht vielleicht unschuldig beschuldigen.
Also meine Frage wenn der Arbeitgeber sie einstellt und selbst nicht überprüft weil er kein Verdacht schöpft würde es trotzdem durch Abrechnungen usw auffallen oder eher nicht?
Man hört ja oft das es selbst bei Ärzte es Jahre lang nicht rauskommt , dass sie keine Ärzte sind dann muss es doch bei Pflegeberufen noch einfacher sein oder nicht?

Liebe Grüße
 
Nein, das wird anderweitig nicht geprüft.
Aber ja, ich habe schon Examen mit bekommen, wo absolut gefährliche Menschen bestanden haben...

So ist das manchmal...
 
Nö !
Wenn der AG die "Blüte" geschluckt hat, schaut (! bis jetzt !) "keinereiner" mehr d´rauf.

AAAAber... Als ich neulichs meinen Einberufungsbefehl zur Pflegekammer bekommen habe,
wollten die auch die Berufsurkunde (in Kopie) haben.
Ob die das Teilchen automatisch überprüfen .... Keine Ahnung.

Zumindest sollte man denen das doch mal nahelegen.
Dürfte doch in deren Aufgabenspektrum passen !
 
ich kenne persönlich einen fall indem ein Rettungsassistent ohne urkunde über mehrere jahre beruflich tätig war.

es kam hier nachweislich auch zu mind. einer pat. schädigung mit todesfolge.

auch eine Ärztin ist mir bekannt (anästhesieschwester), gefälschte Approbationsurkunde, über jahre im Intensivbereich als ärztin tätig gewesen.

harter Tobak... gibt es aber durchaus auch
 
Also ich musste zum Bewerbungsgespräch bei meiner jetzigen Firma (ambulante Intensiv) meine Berufsurkunde im Original mitbringen. Mein Gesprächspartner hat auch das Siegel getastet, um eine Fälschung zu erkennen.
 
Viele Urkunden haben kein Siegel oder Prägestempel sondern nur einen einfachen normalen Stempel.
Was nützt dir das vorlegen einer originalen Urkunde wenn die ganze Urkunde gefälscht ist also Stempel erstellen lassen und Urkunde nachgebaut wurde und mit nachgemachten Stempel abgestempelt wurde. Dann hat man sogesehen eine originale Urkunde (nachgebaut). Und es gibt ja in Deutschland viele verschiedene Typen von Urkunden die alle anders aussehen usw
Meine Frage war wenn es der Arbeitgeber nicht bemertkt ob es trotzdem rauskommen kann zB durch Abrechnungen mit den Kassen oder MDK Prüfung?
Aber Frage wurde ja glaube ich schon beantwortet.

Es wäre so einfach eigentlich , einfach ein Deutschlandweite Datenbank wo jeder Arbeitgeber überprüfen kann.
 
ich denke den MDK und die kassen interessiert das am wenigsten..
 
Viele Urkunden haben kein Siegel oder Prägestempel sondern nur einen einfachen normalen Stempel.
Was nützt dir das vorlegen einer originalen Urkunde wenn die ganze Urkunde gefälscht ist
Keine Ahnung, ich war halt der Meinung, die hätten alle den Prägestempel, weil der eben viel schwerer zu fälschen ist.
Ein einfacher Stempel ist natürlich ganz leicht zu fälschen, die heutigen Farbkopierer sind ja super...
Ich finde das natürlich besorgniserregend, wenn sich irgendso ein Heiner als examinierter Alten- oder Krankenpfleger ausgibt und dann schwere Schäden verursacht - und das keine der "übergeordneten Stellen" interessiert, weil wegen des Pflegemangels anscheinend JEDER am Menschen :eek1: arbeiten kann.


Auf der anderen Seite muß ich natürlich auch Maniac zustimmen, daß auch Leute unterwegs sind, wo man sich fragt, wie die jemals das Examen bestehen konnten... sehr bedenklich in der Hinsicht finde ich auch die mehr als großzügige Anerkennungspraxis ausländischer Berufsabschlüsse. Zwar denke ich, daß die weitaus meisten tatsächlich qualifiziert sind; ich hatte aber z. B. auch mal eine bulgarische Kollegin, die mir was erzählt hat von wegen bei ihnen wäre das ein 2-jähriges "College" gewesen... selbige Kollegin hatte größte Schwierigkeiten, mit Diabetes/Insulin zurechtzukommen; Begründung: Ihr letzter Diabetespat. läge ja schon so lange zurück. :roll: Ja nee, iss klar. Also das sind für mich absolute Basics, die bei jedem vorhanden sein müßten.
 
Stimmt
aber wer weiß ob die Kammer dann auch alle Urkunden überprüfen ist ja auch ein erheblicher Aufwand
und dann noch der Datenschutz (Abgleichung zwischen den Ämtern)
alles nicht so einfach leider
 
und dann noch der Datenschutz (Abgleichung zwischen den Ämtern)

Dieses Problem existiert in dieser Form nicht: die Ämter haben keine Daten !!! Selbst das Ministerium, das die Urkunde ausstellt, behält die beglaubigten Zeugnisse nicht.
Bei Verlust der Urkunde muss die Ausbildung durch Zeugnis und Schulnachweise (soweit wie möglich) nachgewiesen werden.

LG Einer
 
Ich habe letztens etwas notariell beglaubigen lassen müssen.

Die Dame am Empfang guckte kurz drüber, fragte mich, welches das Original sei, nahm dann die Kopie mit und lies das unterschreiben.

Das Original war dazu noch in einer Plastikfolie.
Hätte genauso gut zwei Farbfälschungen mitnehmen können...
 
ja stimmt
beglaubing heißt nicht das es original ist, dass wissen die wenigsten.
Der der beglaubigt guckt nur dass es eine Kopie gibt von einer Vorlage !!!
Aber das heißt nicht dass das original nicht gefälscht ist.
Das ist wie bei schulzeugnissen.
Du kannst ein Schulzeugnis nachbauen und beim Amt beglaubigen sie dir auch dann das gefälschte Zeugnis.
Die gucken bei einer Kopie immer nur ob es eine originale Vorlage gibt dann beglaubigen sie die Kopie !
Wie soll das sonst auch gehen? Sonst müsste der am Bürgeramt bei jeder Beglaubigung an der Schule anrufen und alles überprüfen oder Notar oder Pastor der auch begalubigt
 
Ganz ehrlich glaube ich nicht, dass uns eine bessere Kontrolle der Berufszulassung vor unfähigen Kollegen schützt. Die meisten Unfallverursacher haben schließlich auch mal eine Führerscheinprüfung bestanden.

Und es gibt ja in Deutschland viele verschiedene Typen von Urkunden die alle anders aussehen usw.
Bezogen auf die Berufsurkunde dürften die alle ziemlich ähnlich aussehen, deren Form ist nämlich per Gesetz geregelt.

Die freiwillige Registierung verlangt nur "gewöhnliche" Kopien. Bei Zertifizierungen müssen u.U. Nachweise für Fachweiterbildungen vorgelegt werden, auch in Kopie natürlich. Ob die betreffenden Personen eine gut gemachte Fälschung von einem Original unterscheiden könnten, kann ich nicht beurteilen.

Was ginge den MDK oder die Krankenkasse meine Personalakte an? Datenschutz?
 
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... und schon heute habe ich eine Antwort bekommen.
Inkl. der Erlaubnis, sie hier zu zitieren :

"Die Pflegekammer überprüft die Urkunden nicht auf Echtheit, es sei denn, sie ist offensichtlich gefälscht. Im Falle der Pflegekammer hat dies auch wenig Relevanz, da es hier um eine Mitgliedschaft geht - nicht um Arbeitsleistungen am Patienten.
Die Arbeitgeber sind allerdings verpflichtet, sich von der Echtheit der Berufsurkunde zu überzeugen, da die Haftung gegenüber dem Patienten beim Träger liegt. Sollten hier berechtigte Zweifel aufkommen, so hat der Arbeitgeber das Recht, bei der auststellenden Behörde nach zu fragen. Bisher ist dies das Sozialministerium Niedersachsen, zukünftig wird dies auch die Pflegekammer übernehmen. Für alle die, die zukünftig in Niedersachsen ihr Examen absolvieren und auch dort arbeiten, hat die Pflegekammer dann eine direkte Möglichkeit, die Urkunde zu überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Weiß

Mitglied im Vorstand"
 
Vielen Dank, Elfriede!
 
Ganz ehrlich glaube ich nicht, dass uns eine bessere Kontrolle der Berufszulassung vor unfähigen Kollegen schützt. Die meisten Unfallverursacher haben schließlich auch mal eine Führerscheinprüfung bestanden.


Bezogen auf die Berufsurkunde dürften die alle ziemlich ähnlich aussehen, deren Form ist nämlich per Gesetz geregelt.

Die freiwillige Registierung verlangt nur "gewöhnliche" Kopien. Bei Zertifizierungen müssen u.U. Nachweise für Fachweiterbildungen vorgelegt werden, auch in Kopie natürlich. Ob die betreffenden Personen eine gut gemachte Fälschung von einem Original unterscheiden könnten, kann ich nicht beurteilen.

Was ginge den MDK oder die Krankenkasse meine Personalakte an? Datenschutz?
 
Ne stimmt nicht ganz
habe viele Urkunden schon gesegen sehen alle anders aus.
In vielenbundesländer gibt die Bezirksregierung Urkunden aus und jede Bezirksregierung hat ihre eigene Vorlage Wappen usw. IN NRW machen das die Geundheitsämter die die Urkunden ausgeben und jeder Kreis hat andere Wappen usw
Man muss nur mal bei Google gucken da sind genug Urkunden zu finden.

Es wäre so einfach alle examinierten Kräften in Deutschland in eine Datenbank zu speicht und die Arbeitgeber könnten jeden schnell überürüfen
 
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