Der Hauptgrund für die unterschiedliche Entlohnung ( € 2.673 bis € 2.955) liegt in der Tradition der Berufe und dem Geschlecht der Mitarbeiter. Schlecht bezahlte Berufe, wie beispielsweise das Friseurhandwerk, die Alten- und Krankenpflege sowie die Kinderbetreuung oder der Grundschuldienst weisen einen sehr hohen Anteil weiblicher Angestellter auf. Diese Berufe wurden früher oft als Zuverdienst zur besser bezahlten gewerblichen Arbeit des männlichen „Hauptverdieners“ ergriffen. In der heutigen Welt ist diese Form des Zuverdiensts zwar seltener anzutreffen, den strukturellen Lohnunterschied zu traditionellen „Männerberufen“ in der Industrie oder bei den Finanzdienstleistungen konnten diese Berufe jedoch nie aufholen – im Gegenteil, durch den schlechteren Organisationsgrad nimmt der Unterschied sogar von Jahr zu Jahr weiter zu.
Leider sind Nachrichten unserer Zeit oft FakeNews besonders wenn Sie politisch gewollt und gesteuert werden.
In der Altenpflege gibt es je nach Bundesland sehr unterschiedliche Löhne, und auch was noch wesenlicher ist, Arbeitsbedingungen die zum Himmel schreien. Es mangelt an Wertschätzung und der Verantwortung gegenüber den Pflegekräften egal ob examiniert oder Pflegehelfer/in.
Es muss sich also etwas in den Köpfen ändern, weg von der Renditegier hin zu einem menschenverantwortlichen Handeln, gegenüber den Pflegenden und den zu Pflegenden. Ansätze gibt es bereits, wir selbst führen aktuell Gespräche mit der Landesregierung in Baden-Württemberg, und machen deutlich dass es so nicht weitergehen kann.
Allerdings geben wir zu, dass die Verhandlungen sehr zäh und langwierig sind, da es auf der politischen Seite meist an Kompetenz und dem Willen der Veränderung mangelt.
Dennoch geben wir nicht auf, und haben einen Plan B entwickelt, der uns eine Möglichkeit bietet mit ausgesuchten Pflegeeinrichtungen, die unsere Vorgaben der Wertschätzung erfüllen, neue Wege der Pflege umzusetzen.