News Arbeitgeberverband: "Pflegeberuf ist schon heute attraktiv"

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Als Berufseinsteiger besser bezahlt als ein Mechatroniker, nach 10 Jahren eine höhere Vergütung als ein Bänker: Der Arbeitgeberverband Pflege widerspricht den Klagen über fehlende Attraktivität der Pflege.

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Bachstelze

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Das ist ja sehr schön, dass der Arbeitgeberverband den Beruf attraktiv und gut bezahlt findet. :eek1: Hilft nur nichts wenn es sonst keiner mehr tut.
 
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FLORA.BLEIBT

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diese ganzen doofköpfe ich kann es nicht mehr hören dieses jämmerliche gesabbere...
 

hyperion87

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Die Frage ist wo sie diese Zahlen her haben
3600 nach 10 Jahren gibt's nicht einmal im TVÖD
 

alesig

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Arbeite seit über 30 Jahren in der Pflege. TvÖD. Hab grad noch mal auf meinem Lohnzettel nachgesehen und wär jetzt sehr neugierig woher diese 3600 Euro kommen? Evtl im PDL Bereich? Bestimmte besonders qualifizierte Pflegekräfte? So was liebe ich ja, da werden einem Zahlen vor die Füße geworfen, aber genauer definiert wird nichts.
 

ludmilla

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Mir kommen diese Zahlen auch seltsam vor, aber es werden wieder viele Leute diese Zahlen als Realität für die Masse der Pflegekräfte wahrnehmen. Und werden denken warum sich die Pflegekräfte überhaupt beschweren?
Ich stelle mir da eher die Frage...., selbst wenn die Gehaltsangaben richtig wären...., warum sollten ein Bänker und ein Mechatroniker auch soviel verdienen wie eine examinierte Pflegekraft? Werden die ständig an ihren freien Tagen zum Dienst beordert, unter Druck gesetzt, arbeiten sie im Schichtdienst und übernehmen sie die gleiche Verantwortung für das Leben vieler Menschen?
3600€ sind im Intensivbereich mit Fachweiterbildung sicher drin, aber das sind ja nicht die überwiegende Mehrzahl der Pflegekräfte....
 

Martin H.

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Arbeite seit über 30 Jahren in der Pflege. TvÖD. Hab grad noch mal auf meinem Lohnzettel nachgesehen und wär jetzt sehr neugierig woher diese 3600 Euro kommen? Evtl im PDL Bereich? Bestimmte besonders qualifizierte Pflegekräfte? .
Diese Summe könnte m. W. in etwa bei GuK mit Fachweiterbildung Anästhesie/Intensiv hinkommen.
Aber garantiert nicht im Bereich der Altenpflege - und besagter Arbeitgeberverband spricht ja insbesondere über diese! Also Quatsch, diese Zahl in diesem Zusammenhang.
 

Bachstelze

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Diese Summe könnte m. W. in etwa bei GuK mit Fachweiterbildung Anästhesie/Intensiv hinkommen.
Aber garantiert nicht im Bereich der Altenpflege - und besagter Arbeitgeberverband spricht ja insbesondere über diese! Also Quatsch, diese Zahl in diesem Zusammenhang.
Früher vielleicht mal, mit dem Maximum an Diensten. Heute muss man froh sein, wenn man nicht mit Bereitschaftsdienst an Wochenenden die Minusstunden aus den Diensten unter der Woche ausgleichen muss.
 

FLORA.BLEIBT

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so sehe ich das auch..

zumal ein Mechatroniker in der regel nach metalltarif bezahlt wird. birnen und Äpfel.
 

Martin H.

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Wie auch immer.
Jedenfalls bezieht sich der Arbeitgeberverband definitiv und ausdrücklich auf den Bereich der Altenpflege und erwähnt nirgends die Krankenpflege; Zitat:

"Die Altenpflege ist der Jobmotor in Deutschland. Und sie ist im Vergleich zu anderen Berufen auch durchaus attraktiv." Mit dieser Kernaussage widersprach der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag vor Journalisten in Berlin verbreiteten Klagen einer Vielzahl von Pflegeberufsverbänden über mangelnde Wertschätzung und schlechte Arbeitsbedingungen insbesondere in der Altenpflege."

Dann werden in aller Ausführlichkeit die Anzahl der Beschäftigten in der Altenpflege bejubelt, gefolgt von den Ausbildungszahlen (bei denen aus dem Text nicht hervorgeht, um welche konkret es sich handelt - ich vermute mal, es geht um Altenpflegeschüler).
Erst im letzten Abschnitt werden dann offenbar Zahlen aus der Krankenpflege zitiert (oder zumindest alles miteinander vermengt); anders kann ich mir das nicht erklären, denn es ist bekannt, daß Altenpfleger unterdurchschnittlich (im Vergleich zur Gesamtbevölkerung) verdienen.
Fazit:
Hier wird mit Zahlen getrickst, um in der Öffentlichkeit ein falsches Bild zu erzeugen.
 

Martin H.

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Früher vielleicht mal, mit dem Maximum an Diensten. Heute muss man froh sein, wenn man nicht mit Bereitschaftsdienst an Wochenenden die Minusstunden aus den Diensten unter der Woche ausgleichen muss.
Ach und noch was.
Was bitte hat das Grundbrutto mit der Anzahl der Stunden zu tun?
 

Bachstelze

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Niemals kommt ein normaler Mitarbeiter im Funktionsdienst im Grundgehalt auf so eine Gehalt.
 

ludmilla

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Und noch was...., seit wann misst sich Attraktivität eines Berufes am Bruttogehalt? Die Arbeitsbedingungen und die Wertschätzung seitens der Arbeitgeber scheinen ja nicht gut genug zu sein, dass ehemalige Pflegekräfte in den Beruf zurückkehren oder junge Kollegen nicht vorzeitig das Handtuch werfen. Von daher, alles nur leeres Gerede seitens der AG.
Mich bringt auf jeden Fall niemand zurück in die Pflege, nicht für 4000€ und auch nicht für 4500€, nicht mit diesen Arbeitsbedingungen......
 

BellaSwan2012

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Arbeite seit über 30 Jahren in der Pflege. TvÖD. Hab grad noch mal auf meinem Lohnzettel nachgesehen und wär jetzt sehr neugierig woher diese 3600 Euro kommen? Evtl im PDL Bereich? Bestimmte besonders qualifizierte Pflegekräfte? So was liebe ich ja, da werden einem Zahlen vor die Füße geworfen, aber genauer definiert wird nichts.
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Aber garantiert nicht im Bereich der Altenpflege - und besagter Arbeitgeberverband spricht ja insbesondere über diese! Also Quatsch, diese Zahl in diesem Zusammenhang.
Habe gerade auf meinen Gehaltszettel geschaut und werde nach TVÖD bezahlt, und ich bekomme über 3500 Euro und wenn ich mein Jahresbonus mit dazu rechne, habe ich locker über 3600 pro Monat, und ich habe keine Schicht-/ Wochenende oder Nachtdienstzuschläge drauf, weil ich in einer Tagesklinik arbeite und habe auch keine FB etc.
Die Frage ist wo sie diese Zahlen her haben
3600 nach 10 Jahren gibt's nicht einmal im TVÖD
Ich kann jetzt nicht für Altenpflege sprechen, aber die Jahres- brutto für GuKP von 44 000 + kann ich bestätigen ( nach TV-L und TVÖD), dieses Brutto kommt aber durch Nacht- / Schicht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge zusammen. Und ich bin weder seit Jahrzehnten in der Pflege noch habe ich eine FWB.

Nichtsdestotrotz, natürlich ist es kein attraktives Gehalt, weil der Bänker im Vergleich zu AP/KP geregelte Arbeitszeiten hat und keinen Knochenjob wie die Pflege macht. Deswegen kann der AG-Verband alles noch so schönreden, wenn der Job attraktiv wäre, wäre da kein eklatanter Mangel an examinierte Pflegefachkräfte.
 
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Martin H.

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seit wann misst sich Attraktivität eines Berufes am Bruttogehalt? ...
Ich denk mal, das Gehalt spielt schon eine Rolle.
Aber - in dem Punkt stimme ich mit Dir überein - was hilft denn das schönste Gehalt, wenn die restlichen Arbeitsbedingungen nicht stimmen?
 

Arbeitsmarktmanager

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Der Hauptgrund für die unterschiedliche Entlohnung ( € 2.673 bis € 2.955) liegt in der Tradition der Berufe und dem Geschlecht der Mitarbeiter. Schlecht bezahlte Berufe, wie beispielsweise das Friseurhandwerk, die Alten- und Krankenpflege sowie die Kinderbetreuung oder der Grundschuldienst weisen einen sehr hohen Anteil weiblicher Angestellter auf. Diese Berufe wurden früher oft als Zuverdienst zur besser bezahlten gewerblichen Arbeit des männlichen „Hauptverdieners“ ergriffen. In der heutigen Welt ist diese Form des Zuverdiensts zwar seltener anzutreffen, den strukturellen Lohnunterschied zu traditionellen „Männerberufen“ in der Industrie oder bei den Finanzdienstleistungen konnten diese Berufe jedoch nie aufholen – im Gegenteil, durch den schlechteren Organisationsgrad nimmt der Unterschied sogar von Jahr zu Jahr weiter zu.
Leider sind Nachrichten unserer Zeit oft FakeNews besonders wenn Sie politisch gewollt und gesteuert werden.
In der Altenpflege gibt es je nach Bundesland sehr unterschiedliche Löhne, und auch was noch wesenlicher ist, Arbeitsbedingungen die zum Himmel schreien. Es mangelt an Wertschätzung und der Verantwortung gegenüber den Pflegekräften egal ob examiniert oder Pflegehelfer/in.
Es muss sich also etwas in den Köpfen ändern, weg von der Renditegier hin zu einem menschenverantwortlichen Handeln, gegenüber den Pflegenden und den zu Pflegenden. Ansätze gibt es bereits, wir selbst führen aktuell Gespräche mit der Landesregierung in Baden-Württemberg, und machen deutlich dass es so nicht weitergehen kann.
Allerdings geben wir zu, dass die Verhandlungen sehr zäh und langwierig sind, da es auf der politischen Seite meist an Kompetenz und dem Willen der Veränderung mangelt.
Dennoch geben wir nicht auf, und haben einen Plan B entwickelt, der uns eine Möglichkeit bietet mit ausgesuchten Pflegeeinrichtungen, die unsere Vorgaben der Wertschätzung erfüllen, neue Wege der Pflege umzusetzen.
 

hyperion87

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Bachstelze

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Ich auch. Jahrelang erzwungenermaßen Teilzeit, weil ich das "kreative" Arbeitszeitmodell nicht mitgehen konnte. Nur in Teilzeit Extrawürste für Eltern möglich.
 

DieFranzösin

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Sämtliches Plänemachen und alle Konzertierten Aktionen und A- und B-Pläne werden gar nichts ändern, solange es nicht verboten wird, mit dem Geld, das für fachgerechte und menschenwürdige Pflege gedacht ist, Profit zu machen. Es versickert schlicht und einfach in den falschen Kanälen und kommt nicht dort an, wo es das müsste, sondern in den Taschen von Aktionären statt an den Betten der Pflegebedürftigen.
Der Fehler liegt im System. Das macht mich wütend. Solange dieses System nicht geändert wird, ist die Flicken-irgendwo drauf-Kleberei doch nur Augenwischerei und die Geschäftemacherei wird munter weitergehen.
Ich lebe allein von meinem Geld, aber reich wird man da auch nicht, trotz Spezialabteilung und all sowas. Und obwohl wir täglich im wörtlichen Sinn mit unserer Arbeit Dutzende von Leben retten und nicht nur irgendwelche Dateien von A nach B verschieben.
 
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