Frauen in diesem Alter (ü 50) haben aber meistens auch eine Menge geleistet.
Sie übernahmen den größten Teil der Kindererziehung, haben die Familie und den Haushalt organisiert und sind noch arbeiten gegangen.
Entweder weil sie in Haushaltsführung und Kindererziehung nicht die Erfüllung sahen oder einfach, weil das Geld nicht ausreichte.
Die Eigenpflege bleibt in dieser Zeit meist komplett auf der Strecke, weil das Wohl der Kinder und/oder Mann im Vordergrund steht.
Da braucht man sich doch nicht wundern, wenn Frau ü50 irgendwann am Ende ihrer Kräfte angelangt und sowohl psychisch wie physisch ausgelaugt ist.
Bei uns in der Abteilung ist es schon auch so, dass AN ü 50 (auch der Mann) öfter und länger krank sind. Deshalb reduzieren sie meistens die Arbeitszeit. Ist ja auch bewundernswert, wenn MA mit knapp 60 und darüber am OP-Tisch ihre Leistung bringen und dort oft unverzichtbar sind.
Da muss man rechtzeitig für einen guten Generationenmix und ausreichend Personal sorgen.
Ich habe das Glück, dass meine GF in dieser Meinung mit mir konform geht und ich freie Stellen sofort zeitnah nachbesetzen darf.
Leere OP-Säle sind langfristig teurer als ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen
LG opjutti