News Wir fordern wirksame und nachhaltige Gesundheitsförderung in der Pflege

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"Pflegefall Pflegebranche? So geht`s Deutschlands Pflegekräften." Der Titel des heute veröffentlichten Gesundheitsreport 2019 der Techniker Krankenkasse weist auf seine Ergebnisse hin. Beschäftigte in der Pflege sind nicht nur häufiger und länger krank als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Branchen. Besonders der Anstieg stressbedingter Erkrankungen ist überproportional hoch. Woran das liegt und wie Gesundheitsförderung nachhaltig gestaltet werden müsste, hat der DBfK kommentiert.

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Zitat:

„Dieser Report reiht sich ein in die Reihe vorangegangener mit ähnlichen Ergebnissen“, stellt Johanna Knüppel, Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), dazu heute in Berlin fest. „Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Erkenntnisse darüber, was die seit langem anhaltende Überlastung mit den Menschen in den Pflegeberufen macht. Jeder kann das sehen – und viele Verantwortliche sehen seit Jahren nur zu, wie die Zahlen steigen. Wir brauchen auch nicht noch mehr Gesundheitsförderprojekte hier und da, die vorübergehend die Probleme adressieren, allzu oft aber nur als „Feigenblatt“ dienen, weil man an die wirklichen Ursachen nicht rühren will. Echte und nachhaltige Gesundheitsförderung für beruflich Pflegende muss zuallererst ein Gleichgewicht herstellen zwischen Arbeitsaufkommen und verfügbarer Pflegefachpersonalkapazität. Die Stilllegung von Klinikbetten oder Bewohnerplätzen mag unpopulär sein, ist aber vor allem eine Maßnahme zum Schutz von pflegebedürftigen Menschen und der Personen, die sie betreuen. Erst auf dieser Grundlage haben dann auch Fördermittel für Prävention eine echte Chance, die gewünschten Effekte zu erzielen.“

:daumen: Genau so ist es!
 
Die Stilllegung von Klinikbetten oder Bewohnerplätzen mag unpopulär sein, ist aber vor allem eine Maßnahme zum Schutz von pflegebedürftigen Menschen und der Personen, die sie betreuen.

Solche Maßnahmen kosten vor allem Geld, und deswegen wird es noch lange, lange dauern, bis auch noch der letzte GF auf die Idee kommt, Klienten- und Mitarbeiterschutz vor Gewinnoptimierung zu stellen.
 
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Solche Maßnahmen kosten vor allem Geld, und deswegen wird es noch lange, lange dauern, bis auch noch der letzte GF auf die Idee kommt, Klienten- und Mitarbeiterschutz vor Gewinnoptimierung zu stellen.

Aber möglich ist es - bei uns war 3 Tage die halbe Station gesperrt - auf Grund des Personalmangels. Mehr als 18 Patienten wollte man einer einzelnen Plegekraft dann doch nicht zumuten im Frühdienst :flowerpower:
DFS, pAVK, Decubiti und allgemein Innere mit 90% exsikkierte hochaltrige Patienten, viele mit Hinlauftendenz
 
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Mir geht dieses Gejammer so was von auf den Geist und sofort wird der böse, böse GF ausgemacht.

Nein die Realität schaut viel mehr gaaaaaaanz anderst aus.
Unser AG bietet Gesundheitsförderung von Raucherentwöhnung über Yoga, Muskelentsp., Pilates, Rückengym., Quickaerobic, Spinning, Muskelaufbau, Zirkeltraining, BaBePo, Zumba usw. etwa 20Kurse. Ständig werden etwa 1/3 bis die hälfte der Kurse abgesagt weil nicht mal die MIndestbesetzung zu Stande kommt und die anderen Kurse haben auch immer wieder gerade mal die Mindestzahl.
Übrigens auch zu unterschiedlichen Zeiten, dem Schichtdienst geschuldet.

Nein bei uns war es genauso:
großes Gejammer, dass nix stattfindet
jetzt steht ein großes Angebot zur Verfügung und kaum jemand geht hin
oder
ich nehme selbst Teil und treffe zum überwiegenden Teil MA aus der Verwaltung.
20% auf Fitnesscenterbeitrag, gleich über die Strasse - kaum Nachfrage.

Na klar - daran ist der GF schuld. :wut:

Weißt du, irgendwann verliert man die Geduld, für diese dauerjammernde Berufsgruppe was zu organisieren und nicht nur mir fällt es mitunter schwer überhaupt noch zuzuhören und dabei gehen auch sehr berechtigte Anliegen leider teils auch mit unter.
 
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@renje Hast du die Kollegen, die erst Angebote forderten, aber dann nicht wahrnahmen, gefragt, woran es lag?

Ich kann mich an mein Ausbildungshaus erinnern. Ähnlich wie von dir beschrieben, zig Angebote, alles wirklich attraktiv, aber zu unmöglichen Zeiten. Welche PK kann 13 Uhr an einem Kurs teilnehmen? Wo waren die flexiblen Angebote, die 2- und 3-Schichtler berücksichtigten? Deine Beobachtung, nur auf Mitarbeiter der Verwaltung zu treffen, kann ich bestätigen; es sagt mMn eine Menge darüber aus, wie vereinbar die Kursangebote mit dem Dienstplan sind. Ich selbst habe 2 Jahre lang versucht, in einen bestimmten Reha-Sportkurs zu kommen. Und dabei hatte ich nur 2 Schichten und TZ. Aber es war ein Ding der Unmöglichkeit. Jedes Fitnessstudio bot bessere Zeiten an.
Fairerweise muss ich aber auch dazu sagen, dass ich an anderen Häusern auch schon positive Beispiele gesehen habe. Dort sind die Kurse rappelvoll und werden intensiv genutzt. Es scheint also nicht ganz unmöglich zu sein, hausinterne Gesundheitsförderung und Dienstzeiten zu vereinen.
 
Ja natürlich uns schon sind wieder mal die Umstände und der doofe AG, der zu unmöglichen Zeiten was auch immer anbietet.

Nein es gibt Mittagskurse - kurz nach Schichtwechsel, es gibt Abendkurse um 18 und 19 Uhr und wo ist denn nun wieder die Ausrede, wenn man mit mind. 20% Ermäßigung im Fitnesscenter, gleich über die Strasse anmelden kann, das ziemlich groß ist, auch viele Kurse anbietet mit teils den selben Trainern, Solarium, Sauna etc.

Auch andere Angebote wie z.B. Ferienbetreuung wird zurückhaltend angenommen, obwohl vorher vehement gefordert und mit Unterstützung vom BR nach 2Jahren eingeführt wurde.

Ich beobachte immer wieder, die Kollegen die am meisten Schreien sind dann plötzlich abgetaucht und in der Versenkung verschwunden.

Das ist Frustrierend und Demotivierend.

Ich habe teils den Eindruck, unsere Berufsgruppe ist wahnsinnig geübt, immer das Haar in der Suppe zu finden, das es unmöglich macht dieses oder jenes zu Tun oder zu Lassen.
 
20% auf Fitnesscenter würde ich sofort befürworten. Gehe zwar selber sowieso regelmäßig hin (da einfach am flexibelsten), aber das wäre schon ein super Bonus.
 
Ich unterschreibe renjes Beiträge, habe die gleichen Erfahrungen gemacht und bin so manches Mal auch schon extrem frustriert oder genrvt gewesen.
Ich glaube viele in unserem Beruf haben sich gut eingerichtet darin die Verantwortung, auch für sich selbst, abzugeben, dafür aber umso mehr zu jammern, weil es weitaus einfacher zu sein scheint. Es ist teilweise unglaublich wie schnell diese Kollegen scheinbar in der Versenkung verschwinden, wenn Ihnen jemand Lösungen anbietet, oder sie gefragt werden, was denn ihre Lösungsansätze wären.
 
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ich würde Gesundheitskurse, die mein Haus anbietet auch nicht nutzen! ich wohne einfach zu weit weg. Das heißt aber nicht, dass ich nichts für meine Gesundheit mache.
Es ginge mir aber schon viel besser, wenn ich 4-6 Wochen vor einem Monatsbeginn den Dienstplan hätte, meine Freizeit zu planen, einschließlich Arztbesuche, Familienfeiern, soziales Leben planen wäre so viel einfacher. Habe dies auf einer Betriebsversammlung angesprochen (auf die Frage was der AG für uns tun könne) und habe ein schulterzucken bekommen.
Ein früher DP wäre sogar kostenfrei/neutral.
Erstaunlich viele Kollegen bei uns treiben regelmäßig Sport, Joggen ist am beliebtesten, kann zu jeder Tageszeit ausgeübt werden. Trotzdem hat die Hälfte einen erhöhten Krankenstand. Die Regenerationsphasen (frei) sind einfach nicht mehr ausreichend.
Merke ich bei mir selber - obwohl ich Teilzeit arbeite und nicht einspringe
 
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Ich kenne mich besser in der MAV aus als beim Betriebsrat. Wir haben mit dem Dienstgeber eine Dienstvereinbarung zur Dienstplangestaltung geschlossen in der explizit drin steht wann der DP veröffentlicht werden muss. Natürlich funktioniert das nicht direkt reibungslos, aber es hat sich enorm verbessert. Und wer hat da wohl wieder gemosert, dass dadurch DP-Wünsche viel zu früh im Voraus geäußert werden müssen? Dabei ist Tauschen in beiderseitigem Einverständnis/Leitungseinverständnis nicht untersagt.
Unsere Gesundheitskurse sind für Mitarbeiter, die in Schichten arbeiten vor-/nach Beginn der Schichten gelegt.
 
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Ja, von solchen Angeboten wie sie @renje beschreibt, träume ich nachts. Das eine oder andere davon könnte mich schwer verlocken.
 
Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte sich ebenfalls Gedanken darüber gemacht, wie er seine Arbeitnehmer in ihrer Gesundheit fördern könnte. Er kam zum Schluss, dass die Trainingsräume in der Klinik nicht ausgelastet sind und deswegen auch den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.
Ergebnis war: Nutzungszeitraum von 13.00 bis 13.30.
Dass das Angebot selten genutzt worden ist, hat den Arbeitgeber verwundert und das Projekt ist nach einem halben Jahr aufgegeben worden.
 
ich würde Gesundheitskurse, die mein Haus anbietet auch nicht nutzen! ich wohne einfach zu weit weg. Das heißt aber nicht, dass ich nichts für meine Gesundheit mache.
Es ginge mir aber schon viel besser, wenn ich 4-6 Wochen vor einem Monatsbeginn den Dienstplan hätte, meine Freizeit zu planen, einschließlich Arztbesuche, Familienfeiern, soziales Leben planen wäre so viel einfacher. Habe dies auf einer Betriebsversammlung angesprochen (auf die Frage was der AG für uns tun könne) und habe ein schulterzucken bekommen.
Ein früher DP wäre sogar kostenfrei/neutral.
Erstaunlich viele Kollegen bei uns treiben regelmäßig Sport, Joggen ist am beliebtesten, kann zu jeder Tageszeit ausgeübt werden. Trotzdem hat die Hälfte einen erhöhten Krankenstand. Die Regenerationsphasen (frei) sind einfach nicht mehr ausreichend.
Merke ich bei mir selber - obwohl ich Teilzeit arbeite und nicht einspringe
Das trifft den Nagel auf den Kopf! :up:
Ich kann auf diesen ganzen Klimbim verzichten; viel wichtiger sind mir vernünftige Dienstpläne.
Dann kann ich nämlich mir auch irgendwelche Kurse komplett außerhalb der Klinik suchen. Aber solange z. B. Kolleginnen von mir schier betteln müssen, um z. B. einen Kurs zur Rückengymnastik regelmäßig besuchen zu können, so lange wird sich wohl an der ganzen Pflegemisere hierzulande nix ändern.
 
Bei uns waren die Kurse auch zu unmöglichen Zeiten und Ferienbetreuung war von 9.00 bis 15.00 Uhr. Wem soll das was bringen? Ich bin dann auch lieber ins Fitnessstudio. Je weniger planbar die Freizeit wurde, desto seltener kam ich hin.
 
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Ja wir können jetzt wahrscheinlich genügend Beispiele finden wo es nicht so optimal lief oder läuft.

Ich Frage mich nur - wenn wie bei uns der AG wirklich gute Angebote macht - warum werden diese dann so wenig angenommen :?::?::?:

Manchmal Frage ich mich ob man unserer Berufsgruppe was anbieten kann mit dem diese Zufrieden ist, oder zumindest anerkennt, dass sich der AG bemüht, auch wenn das für mich im Einzelfall vielleicht dann doch nicht passt.

Aber solange z. B. Kolleginnen von mir schier betteln müssen, um z. B. einen Kurs zur Rückengymnastik regelmäßig besuchen zu können, so lange wird sich wohl an der ganzen Pflegemisere hierzulande nix ändern.
und bei uns wirds angeboten, wer kommt? - Verwaltungspersonal

Wie war das mit Anerkennung und Wertschätzung?!
 
Ich Frage mich nur - wenn wie bei uns der AG wirklich gute Angebote macht - warum werden diese dann so wenig angenommen :?::?::?:
Der AG braucht gar keine solchen Angebote machen - der soll für vernünftige Arbeitsbedingungen sorgen, nix weiter!
Genau das ist übrigens auch die Forderung des DBfK, siehe oben!
und bei uns wirds angeboten, wer kommt? - Verwaltungspersonal
Nein - die Kollegin wollte das privat machen.
War aber schier nicht möglich wegen Dienstplan.
 
Ich Frage mich nur - wenn wie bei uns der AG wirklich gute Angebote macht - warum werden diese dann so wenig angenommen :?::?::?:

Ich bin nach den Diensten platt, ich könnte danach keine Kurse besuchen. Vor dem Dienst kann ich Kurse besuchen, brauche danach aber wieder Zeit für mich, bevor ich mit der Arbeit anfange. Bin halt nicht mehr die Jüngste, zähle die letzten 4 Jahre bis zur Rente schon runter.
Dann käme die notwendige Regelmäßigkeit der Kursteilnahme hinzu - in würde aber niemals in meinem frei 50km zu einem Kurs fahren.
Dies sind MEINE ganz persönlichen Gründe an einem AG SportAngebot nicht teil zu nehmen.
Warum dies andere nicht tun? Keine Ahnung