News Weg bereiten für Impfeinsatz von Pflegefachpersonen

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Dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) zufolge sollten schnell pragmatische Regelungen getroffen werden, damit Pflegefachpersonen insbesondere in der Langzeitpflege in die Booster-Impfungen einbezogen werden können.

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Wir haben mit den Pfle-gefachpersonen ein enormes Potenzial an qualifiziertem Personal, die darin ausgebildet sind, Injektionen vorzunehmen, Patient:innen zu beobachten und aufzuklären. Die qualifizierten Kolleg:innen in der Langzeitpflege sind dicht an den Menschen mit Pflegebedarf dran, können sie und auch ihre An-gehörigen erreichen. Das gilt auch für die etwa 2,5 Millionen Menschen, die zu Hause gepflegt werden.“, sagt DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.
(...)
„Es müssen dann nur die Übertragung der heilkundlichen Aufgabe und eine Leistungsvergütung geregelt werden, damit es losgehen kann. Ich sehe nicht, dass eine Apothekerin oder ein Tierarzt einer Pflegefachperson hier vorzuziehen wäre. Im Sinne der Menschen, die jetzt schnellen Schutz vor der Pandemie brauchen, sollten wir das große Potenzial der Pflegefachper-sonen nutzen.“



Ein weiteres Mal das Angebot... mal sehen, ob es wieder ignoriert wird.
 
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Wir haben mit den Pfle-gefachpersonen ein enormes Potenzial an qualifiziertem Personal, die darin ausgebildet sind, Injektionen vorzunehmen, Patient:innen zu beobachten und aufzuklären. Die qualifizierten Kolleg:innen in der Langzeitpflege sind dicht an den Menschen mit Pflegebedarf dran, können sie und auch ihre An-gehörigen erreichen. Das gilt auch für die etwa 2,5 Millionen Menschen, die zu Hause gepflegt werden.“, sagt DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.
(...)
„Es müssen dann nur die Übertragung der heilkundlichen Aufgabe und eine Leistungsvergütung geregelt werden, damit es losgehen kann. Ich sehe nicht, dass eine Apothekerin oder ein Tierarzt einer Pflegefachperson hier vorzuziehen wäre. Im Sinne der Menschen, die jetzt schnellen Schutz vor der Pandemie brauchen, sollten wir das große Potenzial der Pflegefachper-sonen nutzen.“



Ein weiteres Mal das Angebot... mal sehen, ob es wieder ignoriert wird.
Duerfen in Deutschland keine Pflegefachkraefte Impfungen vornehmen? Bin etwas irritiert. Machen bei uns fast nur Pflegefachkraefte. Zumindest im Spital.
 
Es geht weniger um das Setzen der Injektion (das dürfen wir), sondern um die Aufklärung. Dazu brauchst Du aus rechtlichen Gründen hierzulande noch Ärzt:innen. Was im Prinzip auch nicht verkehrt ist, aber gerade bei der Booster-Impfung, bei der ich zum dritten Mal ja sage zum Impfstoff, ist eine ausführliche Aufklärung (ich hab beim Betriebsarzt jedes Mal 4 oder 5 Seiten gekriegt) in meinen Augen nicht unbedingt notwendig.
 
Es geht weniger um das Setzen der Injektion (das dürfen wir), sondern um die Aufklärung. Dazu brauchst Du aus rechtlichen Gründen hierzulande noch Ärzt:innen. Was im Prinzip auch nicht verkehrt ist, aber gerade bei der Booster-Impfung, bei der ich zum dritten Mal ja sage zum Impfstoff, ist eine ausführliche Aufklärung (ich hab beim Betriebsarzt jedes Mal 4 oder 5 Seiten gekriegt) in meinen Augen nicht unbedingt notwendig.

Ah, ok, danke fuer die Info. Das laeuft bei uns etwas unkomplizierter ab. ;-) Bei der ersten und zweiten Impfung gab es eine kurze Befragung zu Krankheite, Allergien, usw. Bei der Booster lief alles noch off level. Wir mussten eine Einverstaendiserklaerung unterschreiben das wir geimpft werden wollen, dann nochmals kurze Befragung plus die Frage ob wir bei der ersten und zweiten Impfung Reaktionen hatten und was fuer welche. Das war alles. Sehr unaufgeregt. Ob das ein Arzt ist der die Fragen stellt? Keine Ahnung, muss ich mal nachfragen. Die sind alle so furchtbar jung..... 8-)Aber, ich glaube mich zu erinnern, das das Pflegefachkraefte oder Studenten waren.
 
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Lief ja bei uns alles im Prinzip sehr ähnlich ab.
Aber Aufklärung ist in Deutschland grundsätzlich Arztsache und auch nicht delegierbar. Und genau daran krankt es hierzulande.
D. h., mehr als eine Spritze in den Arm rammen darf hier keine Pflegekraft. :rolleyes: Toll.
 
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Hier mal noch was zum Thema:

"Angesichts der dramatischen Coronalage denkt die Politik in Deutschland darüber nach, beim Impfen gegen SARS-CoV-2 auch Apotheker und Pflegekräfte einzubinden (...)

Die Frage, wer in der Coronakrise die Menschen gegen SARS-CoV-2 impfen soll, hatte bereits in der vergangenen Woche zu Streit zwischen dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf der einen Seite und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf der anderen Seite geführt.

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärt, dass Impfstoff genug vorhanden sei. Allerdings scheitere das „nicht zuletzt an der Vertretung der Ärzte und Ärztinnen“, so der RKI-Chef.

Er hatte bemängelt, es brauche eine „nationale Kraftanstrengung“ und Standesrecht solle dem nicht im Wege stehen. Die Ärztevertreter wollten etwa nicht, dass Apotheker oder zum Beispiel Tierärzte oder Pensionäre impfen würden, und würden sich auf das Standes- und Haftungsrecht berufen.

„Auch wenn es vermutlich rechtliche und organisatorische Hindernisse geben würde: In der derzeit herrschenden Notlage finde ich schon bemerkenswert, dass bestimmte Interessengruppen das Eigeninteresse offenbar über das Gemeinwohl stellen“, so der RKI-Chef."


 
Hier mal noch was zum Thema:

"Angesichts der dramatischen Coronalage denkt die Politik in Deutschland darüber nach, beim Impfen gegen SARS-CoV-2 auch Apotheker und Pflegekräfte einzubinden (...)

Die Frage, wer in der Coronakrise die Menschen gegen SARS-CoV-2 impfen soll, hatte bereits in der vergangenen Woche zu Streit zwischen dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf der einen Seite und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf der anderen Seite geführt.

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärt, dass Impfstoff genug vorhanden sei. Allerdings scheitere das „nicht zuletzt an der Vertretung der Ärzte und Ärztinnen“, so der RKI-Chef.

Er hatte bemängelt, es brauche eine „nationale Kraftanstrengung“ und Standesrecht solle dem nicht im Wege stehen. Die Ärztevertreter wollten etwa nicht, dass Apotheker oder zum Beispiel Tierärzte oder Pensionäre impfen würden, und würden sich auf das Standes- und Haftungsrecht berufen.

„Auch wenn es vermutlich rechtliche und organisatorische Hindernisse geben würde: In der derzeit herrschenden Notlage finde ich schon bemerkenswert, dass bestimmte Interessengruppen das Eigeninteresse offenbar über das Gemeinwohl stellen“, so der RKI-Chef."


na hoffentlich denken sie nicht zu lange nach. So wie beim Rest.....
 
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Reaktionen: Martin H.
Die Ärztevertreter wollten etwa nicht, dass Apotheker oder zum Beispiel Tierärzte oder Pensionäre impfen würden, und würden sich auf das Standes- und Haftungsrecht berufen.
Frage: Haben Apotheker:innen gelernt, i.m.-Spritzen zu setzen? (Tierärzt:innen können das natürlich.)

Oder geht es darum, dass die Apotheker:innen aufklären dürfen, während die Injektion von Pflegefachpersonen oder MTAs verabreicht wird?
 
Frage: Haben Apotheker:innen gelernt, i.m.-Spritzen zu setzen? (Tierärzt:innen können das natürlich.)

Oder geht es darum, dass die Apotheker:innen aufklären dürfen, während die Injektion von Pflegefachpersonen oder MTAs verabreicht wird?
Dazu finde ich Folgendes:

„(4) Im Rahmen der Modellvorhaben dürfen Apothekerinnen und Apotheker Grippeschutzimpfungen bei Personen durchführen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben,

1. soweit Berufsrecht dem nicht entgegensteht und

2. wenn

a) die Apothekerinnen und Apotheker hierfür ärztlich geschult sind und ihnen die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung bestätigt wurde und

b) in der jeweiligen Apotheke eine geeignete Räumlichkeit mit der Ausstattung vorhanden ist, die für die Durchführung einer Grippeschutzimpfung erforderlich ist.“



 
Nach meiner Ansicht ist es sehr bedenklich Apothekern, Zahnärzten und Tierärzten das Impfen zu gestatten. Für die beiden letztgenannten mag es zwar von der reinen Ausführung kein Problem sein. Aber die bei Menschen außerhalb der Mundhöhle erforderlichen Aseptik mag hier nicht geläufig sein! Schon so sieht man bei den Impfungen leider zu häufig mehrfach benutzte Handschuhe statt einer Händedesinfetion im Einsatz. Wenn Apotheker von Ärzten geschult werden, wird diesen das defizitäre Vorgehen der Schulenden beigebracht....
 
Also abgesehen davon, daß der bpa kein „Pflegeverband“ ist (er spricht jedenfalls nicht für „die Pflege“); das wird wohl nix mehr:

„Das Robert-Koch-Institut erklärt, es gebe keine gesetzliche Vorschrift, wonach die Durchführung einer Impfung ausschließlich dem Arzt vorbehalten sei. „Pflegekräfte, Arzthelferinnen und Arzthelfer mit entsprechender Ausbildung dürfen auch Arzneimittel verabreichen“, zu denen auch eine Impfung zählt. Ob das Personal in der Lage sei, eine Impfung korrekt zu verabreichen, müsse aber von fachlichen Vorgesetzten oder dem Arbeitgeber geprüft werden.

Allerdings betont das RKI auch: „Notwendig ist jeweils eine gesonderte ärztliche Anordnung, Überwachung und Dokumentation.“ Die Experten raten, dass Impfungen nur in Anwesenheit eines Arztes ausgeführt werden sollten, damit bei unerwarteten Nebenwirkungen und Komplikationen sofort optimale Hilfe geleistet werden könne.“


 
Wobei "ärztliche Anwesenheit" (ähnlich wie auf Intensivstationen oder in Aufwachräumen) Definition Sache ist.
 
Ich glaube, letztlich läuft es wieder auf das leidige Thema "Substitution versus Delegation" raus; die Ärzte wollen sich ja ums Verrecken nicht die Zügel aus der Hand nehmen lassen, sprich, die Delegation ist für sie sakrosankt.

Aber wie gesagt, ich denke das Thema ist durch; man liest jetzt nur noch von Tierärzten, Zahnärzten oder Apothekern, die impfen sollen, aber nix mehr von der Pflege:


Und es geht hier nicht um die Technik, ´ne i.m.-Spritze zu geben, kann im Prinzip jeder Depp lernen.