News Verlässliche Dienstpläne müssen wieder zum Normalfall werden

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Am 9. November ist das Pflegepersonalstärkungsgesetz im Bundestag verabschiedet worden, am 1. Januar 2019 tritt es in Kraft. Ist damit nun endlich ein Ende des jahrelangen Ungleichgewichts zwischen Arbeitsaufkommen und Personalressource in der Pflege abzusehen? Immerhin scheint die Richtung zu stimmen und ein erster Schritt ist getan. Es müssen zügig weitere folgen.

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Martin H.

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Wie hoffe ich auf eine Pflegekammer - damit diese Tatsachen dann auch Lobbymäßig angesprochen/angegangen werden kann.
Dieser Artikel - wer wird ihn lesen? Die eigene Berufsgruppe wohl leider auch nur in der Minderheit
 
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alesig

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Netter Artikel, ändert aber nicht das Verhalten so mancher Vorgesetzen , die Dienstpläne nach Lust und Laune ändern. Ich habe seit Jahren einen für mich verlässlichen Dienstplan. Eine damalige Vorgesetzte war der Meinung jederzeit Dienste ändern oder hinzufügen zu können. Es gab eine schriftliche Mitteilung wir müssten täglich auf die Pläne schaun, oder im Frei oder Urlaubsende anrufen,ob sich was geändert hätte. Alle haben gejammert, aber sich gefügt. Ich hatte die Schnauze voll, hab mir meinen Dienstplan an dem Tag abgeschrieben an dem er durch alle Instanzen genehmigt war, meiner Leitung schriftlich mitgeteilt (in einem offenen Brief für alle auf Station lesbar), daß ich ausschließlich nach diesem DP arbeiten werde, Änderungen hätte sie mit mir abzusprechen und ich werde keinen Blick mehr auf den laufenden DP werfen oder gar im Frei oder Urlaubsende anrufen. Nach drei Monaten, viel Chaos, Beschimpfungen durch meine Kollegen,diversen Gesprächen und Drohungen mit Leitung-PDL-Geschäftsleitung und Betriebsrat, hatte ich meinen verläßlichen Dienstplan. Änderungen wurden mit mir abgesprochen und ein Nein wurde,wenn auch zähneknirschend, akzeptiert. So nach und nach haben es meine Kollegen mir nachgemacht und mit den Leuten wurde geredet ob und wie ihre Dienste im laufenden Plan verändert werden dürfen. Es muss nicht immer von oben und im Großen etwas geändert werden. Manchmal reicht es auch wenn eine aufsteht und sich zur Wehr setzt. Mich hat damals weniger das Verhalten der "Oberen" enttäuscht,vielmehr waren es die Kollegen, die zwar mit der Situation nicht zufrieden waren,viel geschimpft und gejammert haben, dann aber derjenigen die sich gewehrt hat Steine in den Weg gelegt haben, was teilweise schon fast mobbing war.
 

renje

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Netter Artikel, ändert aber nicht das Verhalten so mancher Vorgesetzen , die Dienstpläne nach Lust und Laune ändern.
Genauso aber auch wie die Kollegen. "Problem auch hier im Forum schon thematisiert" - Es kommt ein Dienstplan für die nächsten 4 Wochen, Wünsche berücksichtigt und schon geht die Tauscherei los, bis der Dienstplan kaum noch erkennbar ist - alles plötzlich aufgetretene Notfalltermine, jeden Monat?
Ich denke auch hier werden oft, öfters Termine nach "Lust und Laune" geändert obwohl auch oft/öfters einige/mehrere Termine auch an einem anderen Tag stattfinden könnten, wenn man nur wollte.
Jetzt kommt mir keiner mit Terminen wie Konzert oder geplante Arztbesuche (kein Notfall, da melde ich mich eh meist AU und brauche nicht Tauschen) seltenst nur einen Vorlauf von 4 Wochen haben.

Mann - andere Berufsgruppen schaffen es auch ihr Privatleben zu organisieren, ich habe Bekannte, die haben einen festen Schichtplan, die Wissen, wann sie 2022 arbeiten.
Da ist nix mit Tauschen, wenn Schicht dann ist Schicht und die bekommen ihr Privatleben auch gestemmt, weil verlässlich - das ist das andere Extrem.

Das ist kein Statement gegen Tauschen, sondern nur dagegen, dass das Tauschen teils überhand nimmt und dann kein MA auch nur annährend eine planbare verlässliche Arbeitszeit hat.
Soviel zu "Lust und Laune", wenn man das selbst in Anspruch nimmt, darf man auf den AG nicht schimpfen, wenn der sich das selbe Recht rausnimmt, muss ich ihm das auch zugestehen.
 
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Martin H.

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Das ist kein Statement gegen Tauschen, sondern nur dagegen, dass das Tauschen teils überhand nimmt und dann kein MA auch nur annährend eine planbare verlässliche Arbeitszeit hat.
Soviel zu "Lust und Laune", wenn man das selbst in Anspruch nimmt, darf man auf den AG nicht schimpfen, wenn der sich das selbe Recht rausnimmt, muss ich ihm das auch zugestehen.
:?:
Das sind jetzt aber zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel:
Wenn MA untereinander tauschen, dann machen die das ja in Absprache untereinander, also der eine hat z. B. einen Termin, findet einen Partner, der mit ihm tauscht. Dafür kommt dann MA 1 dem Tauschpartner ein andermal entgegen, wenn der einen Wunsch hat.
Und wer nicht tauschen will, muß sich ja auch nicht drauf einlassen.
Das, was @alesig beschreibt, ist was völlig anderes:
Die SL ändert einfach willkürlich Dienste von MA, ohne überhaupt zu fragen. Der MA hat davon GAR NICHTS.
 
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Vielleicht sollten sich Arbeitgeber und Vorgesetzte einfach mal langsam daran gewöhnen, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit so gut wie möglich an ihre privaten Bedürfnisse anpassen wollen und nicht mehr bereit sind ihr ganzes Leben für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und ihr Privatleben dem Dienstplan unterzuordnen.
Vielleicht sollten Dienstplanschreiber aufhören, sich persönlich angegriffen zu fühlen, weil jemand den geschriebenen Plan dann nicht als unverrückbar hinnehmen will, jedenfalls solange sie sich selbst um Tauschpartner bemühen und auch finden.

Ich habe hier oft den Eindruck, als würde das als persönliche Beleidigung angesehen, wo sie sich sooo viel Mühe gemacht haben und die Mitarbeiter das nicht brav so hinnehmen, sondern ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen wollen. Obwohl der Plan doch so super ist.
 
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Bachstelze

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Soviel zu "Lust und Laune", wenn man das selbst in Anspruch nimmt, darf man auf den AG nicht schimpfen, wenn der sich das selbe Recht rausnimmt, muss ich ihm das auch zugestehen.
Nein. Muss ich nicht.
 
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renje

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Wenn MA untereinander tauschen, dann machen die das ja in Absprache untereinander,
Man erwartet aber schon, dass der AG die Dienstzeit dafür zur Verfügung stellt?
Gerade wennd er DP am Ende des Monats mit dem vom Anfang nichts mehr zu tun hat. Auch zollt man damit demjenigen keinen Respekt und Anerkennung der versucht ein DP mit allen Wünschen zu erstellen.
Das sind pro Monat viele Stunden Arbeitszeit, das sollte man Mitdenken und es nicht als ganz soooo selbstverständlich einfordern oder hinstellen.

und die Mitarbeiter das nicht brav so hinnehmen, sondern ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen wollen. Obwohl der Plan doch so super ist.
Jetzt mach mal nen Punkt - ich zumindest habe geschrieben
MIT BERÜCKSICHTIGUNG DER WÜNSCHE
nix von hinnehmen und sollte damit bereits bei Aushang weitgehend den Bedürfnissen für den kommenden Monat angepasst sein.

Nein. Muss ich nicht.
War da nicht was mit
geben und nehmen?

Nochmals ich spreche davon, dass die Wünsche berücksichtigt sind und dann kommt der PD und schon geht wie wild die Tauscherei los, wie in einem anderen thread beschrieben.
 

Martin H.

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Man erwartet aber schon, dass der AG die Dienstzeit dafür zur Verfügung stellt?
:?: Für was die Zeit zur Verfügung stellt? Für den Tausch zweier Dienste oder was meinst Du? :gruebel:
Also bitte; man wird ja wohl noch zwei Sätze mit dem Kollegen während der Dienstzeit wechseln dürfen? :wink1:
Abgesehen davon könnten sich die beiden Tauschwilligen ja auch außerhalb der Dienstzeit absprechen, z. B. per Telefon.
Gerade wennd er DP am Ende des Monats mit dem vom Anfang nichts mehr zu tun hat. Auch zollt man damit demjenigen keinen Respekt und Anerkennung der versucht ein DP mit allen Wünschen zu erstellen.
Da hast Du recht.
Allerdings habe ich es noch nie erlebt, daß derartig viel getauscht wurde, daß der DP am Ende nichts mehr mit dem ursprünglichen zu tun gehabt hätte. Scheint aber wohl in manchen Einrichtungen vorzukommen, was man hier im Forum so liest.
 

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