Tja, das ist das Problem dieser Meldung hier: es wird der Anschein erweckt, dass mal wieder Pflegeverband und Verdi jeweils ihre eigenen Süppchen kochen und nicht mit- sondern irgendwie gegen- (oder zumindest neben-)einander arbeiten.
Tatsächlich handelt es sich schlicht um zwei unabhängige Fragestellungen:
Der
DbfK will mit der Petition erreichen, dass eine von der Bremischen Bürgerschaft neu zu beschliessende Gesetzesanpassung bzgl. des Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetzes und der dazu gehörenden Personalverordnung (PersVBremWoBeG) nicht frei von pflegefachlicher Expertise eine miese Personalmindestbesetzung festlegt, sondern bis zur Ausgestaltung eines Personalbemessungsinstrumentes einen besseren Pflegeschlüssel zugrundelegt als im Gesetz aktuell vorgesehen (1:8 bzw 1:30 statt 1:10 bzw 1:50 jeweils im Tag- und Nachtdienst
in Pflegeheimen).
Verdi geht es in ihrer Petition um die Festlegung von Personalstandards
in bremischen
Krankenhäusern, damit wird nur auf Bremen bezogen die Forderung konkretisiert, die Verdi mit dem seit langem schon
angestrebten Ziel der Festlegung von Mindestpersonalgrenzen in Krh. auch in anderen Bundesländern verfolgt (Stichwort:
Krankenhausplan = Ländersache).
Natürlich hängt das alles irgendwie zusammen, aber konkret sind es eben doch zwei Themenkomplexe, die man nicht einfach zusammenfassen kann.
Und beide Forderungen sind berechtigt und gut.
MyTwoCents
spflegerle