Venenkanülenwechsel bei peripher verabreichten Chemos

kikra-sonja

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Hallo ihr Lieben,

hab da mal ne Frage, was die Benutzungshäufigkeit bzw. -Dauer von peripheren Venenkanülen bei Verabreichung von Zytostatika betrifft.

Ich arbeite auf einer pädiatrischen Onkologie und Hämatologie und bei uns kommt es eher selten vor, dass wir mal keinen zentralen Zugang legen, bevor mit der invasiven Chemotherapie begonnen wird. Falls das dann aber doch mal der Fall ist, gilt bei uns eigentlich die inoffizielle Ansage alle 24Stunden einen neuen peripheren Zugang zu legen (Begründung: Venenreizung und Angst vor Paravasat ->nachvollziehbar). Für die Kids trotz Lokalanästhesie-Pflastern und elterlicher Unterstützung zusätzlich nix nettes.

Wie ist die Praxis in anderen Kliniken? Habt ihr genauere Begründungen für euer Vorgehen?

Danke!
LG, Sonja
 

xonox

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Hallo,

bei uns laufen sogar 24 h - Chemos 4 Tage lang über eine Braunüle. Die werden halt an dem ersten Tag der Chemo frisch gelegt, aber dann werden sie nur gewechselt, wenn sie entzündet sind oder so. Aber vorsorglich nicht. Allerdings verabreichen wir Chemotherapien auch hauptsächlich über den Intraport. Allerdings abeite ich auch in der Erwachsenenpflege.

Gruessle
 

kleo83

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Ich finde, es sollte verboten werden, dass man Zytostatika über einen peripheren Zugang gibt. Aber wenn es so ist, sollte vorher eine Kurzinfusion laufen, um die Funktion der Viggo zu überprüfen. Allerdings hat man ja nie eine Garantie, dass es nicht doch zu einem Paravasat kommt.
 

kikra-sonja

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kleo83 schrieb:
Ich finde, es sollte verboten werden, dass man Zytostatika über einen peripheren Zugang gibt. Aber wenn es so ist, sollte vorher eine Kurzinfusion laufen, um die Funktion der Viggo zu überprüfen. Allerdings hat man ja nie eine Garantie, dass es nicht doch zu einem Paravasat kommt.

Hallo kleo83,

ich danke Dir für Deinen Beitrag, aber ich würde eben gerne wissen WARUM Du gegen die periphere Zytostatikagabe bist. Ich hatte ja gerade nach Euren Erfahrungen gefragt...
Das mit den Kurzinfusionen vor Zytostaseverabreichung ist, denke ich, in der Onkologie eine Selbstverständlichkeit, da häufig eh vorgewässert werden muss und auch ein Port hiermit auf richtigen Anstich überprüft wird.
Es ist nur wohl kaum möglich die periphere Infusion der Chemos zu verbieten, da man einem Kind mit Katheterentfernung (zB durch Infektion) vor der letzten Chemoeinheit schwerlich erklären kann für eben diese letzte Gabe noch einen zentralen Zugang zu legen.
Aber wie gesagt, ich will alle Horror-Geschichten hören.

LG, Sonja
 

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