News Unternehmerverband plädiert gegen die Generalistik

"Ein solcher Schritt würde "entweder zu einer Schmalspur- oder einer Superkönner-Ausbildung" führen, meint Geschäftsführerin Elisabeth Schulte."

Schmalspurausbildungen sind natürlich niemandes Wunsch; was an einem "Superkönner" (was ist das eigentlich?) allerdings schlecht sein soll...ach ja, hochqualifiziertes Personal könnte mehr Geld verlangen oder bei fehlender Leistung der Arbeitgeberseite einfach zu höherwertigen Anbietern abwandern - das ist für Unternehmer natürlich "pfui-bäh!"

"Pflege könne nur von Fachkräften geleistet werden, die für den jeweiligen Personenkreis ausgebildet seien, meint Schulte"

Und da fallen mir natürlich spontan die Medizinstudenten ein, die ja bekanntermassen bei Studienbeginn eine Hauptfachrichtung entsprechend des zu erwartenden Alters ihres Klientes einschlagen müssen...

"Es ist etwas anderes, ob jemand ein Frühchen oder einen Demenzkranken pflegt, ob jemand nach einer OP schnell wieder fit gemacht werden muss oder seine komplexen Einschränkungen im Alter individuell behandelt werden müssen."

Danke für die Ausformulierung von Offensichtlichkeiten - die wilde Durchmischung von hochspezialisierten Tätigkeiten (Kinderintensivpflege) und komplett anderen Versorgungskonzepten (Altenpflege) macht die Argumentation gegen einer generalistische Ausbildung (plus Weiterbildung) auch nicht valider.

"Maximal in den ersten ein bis zwei Jahren der Ausbildung könnten fachübergreifend die gemeinsamen Kernqualifikationen vermittelt werden. In der restlichen Zeit der Ausbildung "muss aber die notwendige Spezialisierung erfolgen".

Tja...daß die notwendige "Spezialisierung" auch nach der Ausbildung erfolgen kann und sollte, ist scheinbar kein Konzept.
Drei Jahre müssen eben reichen, damit möglichst fix genug passendes "Material" an die Pflegefront kommt.

"...ist ein deutschlandweiter Arbeitgeberverband. Zu seinen Mitgliedern zählen soziale Dienstleister etwa aus der Senioren- und Behindertenbetreuung, aus ambulanten Pflegediensten, Kliniken und Bildungseinrichtungen."

Damit auch ganz klar ist (daher die Heraushebung), wessen Interessen dieser Verband primär vertritt - unsere (als Arbeitnehmer oder Auszubildende) sind es nicht.
 
@ Surrogat:
Stimme Dir zu.
Und wie immer von mir - noch der Verweis aufs Ausland, wo es grundsätzlich so läuft... aber klar hey - die haben dort ja alle nur ´ne "Schmalspurausbildung". :schraube:
 
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