News Ungerechte Verteilung der Corona-Prämie im Krankhaus wird deutlich

Diese Prämie war die dümmste Idee seit Anfang der Pandemie. Da ist die Verteilungsfrage und der damit einhergehenden Ungerechtigkeit schon vorprogrammiert.
 
Diese Prämie war die dümmste Idee seit Anfang der Pandemie. Da ist die Verteilungsfrage und der damit einhergehenden Ungerechtigkeit schon vorprogrammiert.
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Eine Prämie ist das mindeste, was man erwarten kann.
 
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Eine Prämie ist das mindeste, was man erwarten kann.
Und was hat diese Prämie an den herrschenden Bedingungen verändert?
Bessere Schutzausrüstung hat es zumindest nicht beschert. Mehr Pflegekräfte hat es nicht in den Zeiten der Pandemie auf die jeweiligen Abteilungen getrieben.
Was ist der Benefit davon? Kannst du nun damit ein kapitalerträgliche Altersvorsorge aufbauen?
 
Zunächst einmal hat jeder seine Arbeit gemacht. Der eine hatte mehr, der andere weniger zu tun.

Da es vorherzusehen war, dass die Frage nach der Verteilung gestellt wird (z.T. aus guten Gründen), war es für mich ne dämliche Idee.

Zu was hat es geführt. Es hat gespalten (warum die und ich nicht?), es hat zur unzufriedenheit geführt und es gab ne peinliche medien posse.

Man wäre besser dran gewesen ohne Prämie. Ich wäre für eine vernünftige Infektionszulage (150-250€) für die stark betroffenen Bereiche. Zielgerichtet und fertig.
Genauso hat so eine Prämie keinen Nachhaltigen effekt (wie Leander schon schrieb)
 
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Zunächst einmal hat jeder seine Arbeit gemacht. Der eine hatte mehr, der andere weniger zu tun.

Da es vorherzusehen war, dass die Frage nach der Verteilung gestellt wird (z.T. aus guten Gründen), war es für mich ne dämliche Idee.

Zu was hat es geführt. Es hat gespalten (warum die und ich nicht?), es hat zur unzufriedenheit geführt und es gab ne peinliche medien posse.

Man wäre besser dran gewesen ohne Prämie. Ich wäre für eine vernünftige Infektionszulage (150-250€) für die stark betroffenen Bereiche. Zielgerichtet und fertig.
Genauso hat so eine Prämie keinen Nachhaltigen effekt (wie Leander schon schrieb)
Pflegekräfte waren vor allem in der ersten Welle besonderen Belastungen, Zumutungen sowie Gefährdungen ausgesetzt, gegen die der Arbeitgeber aus der Not der Situation heraus wenig machen konnte. Man denke nur alleine an die Art und Weise, wie man mit Masken umgehen sollte. (Leider hören einige mit diesen fahrlässigen Umgang auch jetzt nicht auf...)
Eine Prämie kann als leidliche Kompensation für diese Gefährdungen/Belastungen angesehen werden, welche außergewöhnlich waren. Dies unter "seine Arbeit" abzutun grenzt schon fast an Zynismus. Sorry.

Zudem erschließt sich mir der Zusammenhang eure Anliegen zu diesem Thema nicht ganz. Mehr als eine finanzielle Kompensation ist doch derzeit sowieso nicht drin und was will man denn bitte noch bei der Pflege spalten? Es kümmert sich doch sowieso nur jeder um sich und sein Leben auf Station. Da haben wir ganz andere Baustellen, als eine einmalige Prämie und dessen Verteilung. Ich kann nicht verstehen, warum wir darauf hätten verzichten sollen, nur weil es mal wieder schlecht gemanagt wurde.
 
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Reaktionen: Martin H.
Ich gönne es ehrlich gesagt meine Kollegen im KH und erst Recht den Kollegen in den Pflegeheimen.

Ich hab in der AN ja noch kontrolliertere Bedingungen gehabt. Da finde ich das die Kollegen Inder ZNA und auf Intensiv sowie den Isloiertstationen das weit aus eher verdient hatten. Ich gräme mich nicht. Muß aber auch sagen ich hätte mich natürlich auch gefreut.

Allerdings habe ich meinen Job gemacht nicht mehr und nicht weniger. Ich hab mich von Anfang an geweigert ohne vernünftige PSA zu arbeiten und da hätten mich auch keine 5000 Euro Prämie hintern Ofen hervorgelockt.

Mein Mann mußte die Auszahlung an den unter ihm stehenden Amb. Pflegedienst und Pflegeheim auszahlen. Da war er sehr zweigeteilt. Die Kollegen im Pflegeheim hatten wirklich viel mehr Arbeit.

Die Kollegen des Amb. Pflegedienst haben Geld für weniger Arbeit bekommen. Denn sehr viele Kunden haben die häusliche Pflege abgesagt. Die Kollegen im Pflegeheim hatte dagegen sehr viel mehr Arbeit weil die Angehörigen nicht kommen durften. Sie musste trösten, beschäftigen etc. auch haben die Angehörigen doch die eine oder andere Arbeit bei den Bewohnern abgenommen.

Ich finde die Kollegen in den Pflegeheimen hatten die Prämie verdient. Die hatten wirklich viel mehr Arbeit.

Mit infektiösen Patienten umgehen ist meiner Meinung nach unsere Job. einzige Voraussetzung für mich. Ausreichendes Schutzmaterial. Bei Meningitis, Influenza etc. weint ja auch keiner.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das alle Pflegekräfte hohen Belastungen ausgesetzt waren, wage ich zu bezweifeln. So gab es während der ersten wie auch in der zweiten Welle Stationen welche deutlich weniger zu tun hatten. Andere waren neben den COVID Stationen sehr hohen belastungen ausgesetzt (u.a. die Onkologischen Stationen v.a. in der zweiten Welle). So wurde bei uns im Haus ein Aufruf gestartet, dass Kollegen doch bitte auf den oben genannten Stationen etwas unterstützen sollen(wenn möglich), bevor diese Minusstunden aufbauen.

Kann dies Regional unterschiedlich sein? Aufjedenfall! Doch hat nicht jede Pflegekraft extreme Belastungen gehabt. (Erfreuliche Nachricht: Wir haben mal wieder eine neue Bestmarke von Allogen Stamzelltransplantationen dieses Jahr zu verzeichnen gehabt).

Ich gönne es den Kollegen (manche haben sogar 2x einen bekommen z.B. Mitarbeiter der Caritas in Altenpflegeeinrichtungen. Einmal die von den Kassen (bis zu 1500€) und den nach den Tarifverhandlungen (400-600€).) Doch auch ich halte nix von Pauschalen Gießkannen Prinzip.
Ich kann nicht verstehen, warum wir darauf hätten verzichten sollen, nur weil es mal wieder schlecht gemanagt wurde.
Woraus ließt du, dass man darauf verzichten soll? Das hat niemand geschrieben. Wenn man es mir gegeben hätte, von mir aus. Dennoch halte ich diesen für schlecht. Würde man mir einen 1500€ Bonus anbieten oder 6% mehr Gehalt, ich würde immer zweiteres nehmen. Ich wäre für zielgerichtete Maßnahmen gewesen, wie eben einen Pandemiezuschlag o.Ä Analog zur Bundeswehr, welche führ ihren Auslandseinsatz ja ebenfalls einen Zuschlag erhalten. Und wie oft hat man schon eine solche Pandemie?

Für mich ist sowas nur ein Knochen den man einem hinwirft. Und wie man sieht, hat es dem Image nicht geholfen aufgrund der peinlichen medienposse, Verteilungsungerechtigkeit in Bezug auf Kliniken und dem für mich schon unerträglichen geifern.
 
Ich hätte mir gewünscht, dass man sich bei der Ankündigung der Prämie nicht so weit aus dem Fenster gehängt hätte, denn als
diese Prämie von Politikern gefordert wurde, glaubte ich keinen Moment daran, dass ich diese überhaupt erhalten würde.

In den letzten Jahrzehnten wurde gerade der Pflege schon so vieles versprochen.

Ich gehe übrigens auch davon aus, dass die Pflege auch in 30 Jahren noch genau da steht wo sie vor 30 Jahren gestanden hat, und befürchte, dass mir das als Schwarzmalerei ausgelegt wird.

Warum jedoch sollte sich etwas ändern, dass für einige gut läuft ? Solange die Wirtschaft bereit ist, Produktionen mit Kinderarbeit und anderen Unmöglichkeiten zu verbilligen, damit möglichst viel Geld damit erwirtschaftet werden kann, warum sollte man das
freiwillig abändern ?

Ich höre als Argument ständig: Es könnte ja noch schlimmer kommen. Seltsam: Ich arbeite wegen einer Schwerbehinderung nur noch höchstens 6 Stunden, und werde statt eines 8 Std. Arbeitnehmers eingesetzt. Damit ist bei der Planung statt 1 Arbeitskraft nur noch etwas mehr als eine halbe im Dienst.... Noch weniger... bedeutet : es ist keiner mehr im Dienst....

WER so plant, der plant auch alles andere SO, Für die Planung ist die Politik nicht verantwortlich. Diese Planung wird von von Pflegepersonal unterstützt, dass vorher in der Pflege tätig war und sich weitergebildet hat.
Ist Fort u. Weiterbildung mittlerweile schädlich ?

Schade, dass man diese Automatenrestaurants damals nicht weiter entwickelt hat... Daraus hätte man etwas " basteln" können.

Vorschlag: Jeder Patient erhält gemäß seiner Erkrankung und damit errechneten Punktewerts Wertmarken und zieht sich damit
ein gewisses Kontingent an Pflege- und Krankenhausleistungen. Das könnte man von mir aus auch digitalisieren...

Um zum Automaten zu gehen, braucht man nicht mal Pflegepersonal, das kann jeder andere...

Liebe Grüsse C.
 
WER so plant, der plant auch alles andere SO, Für die Planung ist die Politik nicht verantwortlich.
Oh doch, ist sie.
Denn die Personalknappheit setzte ja lange Zeit nur politische Vorgaben direkt um. Daß man nun seit ein paar Jahren in der Politik erkannt hat, daß man etwas ändern muss, diese Erkenntnis kommt möglicherweise zu spät...
Jedenfalls muss ich an der Stelle die Leitungen ein Stück weit in Schutz nehmen, manche würden gerne mehr Pflegepersonal einsetzen, nur kriegt man das auf die Schnelle nicht her.
Diese Planung wird von von Pflegepersonal unterstützt, dass vorher in der Pflege tätig war und sich weitergebildet hat.
Es ist manchmal erschreckend, wie sich jemand, der vor kurzem selber noch an vorderster Front stand und genau mitgekriegt hat, wie es läuft, nun plötzlich selber ohne Hemmungen die anderen tritt, und deren Argumente, die er vor kurzem selber noch im Mund führte, einfach abtut.