News Umstrittener Passus: Auch Hilfskräfte sollen Behandlungspflege übernehmen können

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Kordula Schulz-Asche, pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, hat das geplante Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für mehr Pflegepersonal als völlig unzureichend kritisiert. Es enthalte einen Hebel, "um die Fachlichkeit in der Altenpflege abzuwerten", so die Politikerin.

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Meiner Meinung nach sollte Herr Span dringendst durch einen Minister abgelöst werden der schon lange in der Pflege gearbeitet hat. Falls es so jemanden überhaupt gibt. Wir gehen ansonsten immmer weiter mit großen Schritten in Richtung gefährliche Pflege
 
Zitat:
"Nicht zuletzt ein Passus stößt der grünen Pflegeexpertin unangenehm auf: Wenn es eine Einrichtung binnen dreier Monate nicht schafft, eine Fachkraft einzustellen, soll sie auch für eine Hilfskraft einen entsprechenden Zuschlag bei der Vergütung bekommen können."
Da gebe ich Fr. Schulz-Asche völlig recht.
Allerdings halte ich das Ganze ohnehin für eine Farce, alleine schon deshalb, weil die Unterscheidung zwischen Grund- und Behandlungspflege völlig schwachsinnig ist.
 
Unterscheidung zwischen Grund- und Behandlungspflege völlig schwachsinnig

Ich verstehe den Punkt, aber auch hier muss ich sagen: Diese Begriffe sind nun einmal bestandteil der Diskussion und prägen (leider) das derzeitige Pflegebild. Natürlich lässt auch nur die Trennung in diese beiden Bereiche, solche schwachsinnigen Ideen wie die des "Pflegecrashkurses" für Hilfskräfte in Bezug auf die Behandlungspflege und der damit vorgeschwebten Anrechnung als Fachkraft auf dem Dienstplan, zu. Aber ist jetzt wirklich Zeit dafür?

Diese beiden Begriffe sind so verankert, dass es dafür schon wieder eine Reform benötigt. Also ich halte Spahn z.B. nicht für einen schlechten Gesundheitsminister. Ich halte ihn aber für einen zu Impulsiven und kurzsichtigen Minister. Zumindest im Bereich Pflege. Und da kommen nunmal zwei Faktoren zusammen: Die Pflege will SOFORT verbesserungen (was richtig ist), weiß aber auch dass dies ein Marathon lauf wird.

Spahn will darauf antworten, da auch für ihn etwas auf dem Spiel steht. Hierbei versucht der schnelle Sprints hinzulegen, vergisst aber dass diese zu viel Kraft kosten werden um den Marathonlauf zu überstehen. Also werden diese Sprints ihm/oder den nachfolgenden Gesundheitsministern selber irgendwann vor die Füße fallen und schlimmsten falls zum zusammenbruch führen. Also so ist meine These.
 
Ich verstehe den Punkt, aber auch hier muss ich sagen: Diese Begriffe sind nun einmal bestandteil der Diskussion und prägen (leider) das derzeitige Pflegebild. Natürlich lässt auch nur die Trennung in diese beiden Bereiche, solche schwachsinnigen Ideen wie die des "Pflegecrashkurses" für Hilfskräfte in Bezug auf die Behandlungspflege und der damit vorgeschwebten Anrechnung als Fachkraft auf dem Dienstplan, zu. Aber ist jetzt wirklich Zeit dafür?
Das ist halt die Frage; man hat in der Vergangenheit durch Untätigkeit so viel Zeit vergeudet, daß sie einem jetzt vorne und hinten fehlt.
Ich halte es aber doch für wichtig, denn durch diese fachlich unsinnige Trennung in Grund- und Behandlungspflege wird leider das (falsche) alte Pflege-Bild in dieser Gesellschaft weiter festzementiert: "Pflegen kann jeder."
Das liest man ja auch aus dem Link weiter oben heraus:
"Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schloss sich der Kritik Schulz-Asches an. Auch seine Partei halte es für falsch, dass man die medizinische Behandlungspflege, um die es bei den 13.000 geplanten Stellen geht, durch Assistenzberufe ersetzen könne, so der Bundestagsabgeordnete."

Klartext:
Die ja ach so hochkomplexe "medizinische Behandlungspflege" kann nur von Fachkräften ausgeführt werden, während die angeblich so simple und primitive "Grundpflege" jederzeit von irgendwelchen "Depperla" durchgeführt werden kann... und dem widerspreche ich aufs Schärfste!
 
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Die ja ach so hochkomplexe "medizinische Behandlungspflege" kann nur von Fachkräften ausgeführt werden, während die angeblich so simple und primitive "Grundpflege" jederzeit von irgendwelchen "Depperla" durchgeführt werden kann... und dem widerspreche ich aufs Schärfste!

Ich auch. Und ich glaube du weißt, dass wir da einer Meinung sind. Wie gesagt, nur deswegen sind solche schwachsinnigen Ideen wie die von Spahn möglich. Aber ich habe da gerade die Öffentlichkeit (eventuell auch die 0815 Pflegekraft die sich nicht so detailiert mit politischen Themen etc. befasst) im Blick. Es würde wahrscheinlich schon irritieren, vorallem da nicht wenige Pflegekräfte z.B. den Verbandwechsel, wenn er nicht gerade ein Dekubitus Grad 3 ist, schon als ledigliches "Pflasterwechseln" degradieren.

Klingt doof, aber sind auch etwas meine Gedanken. :D
 
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Klingt gar nicht doof. :wink1: