Die Bruttowertschöpfung der ambulanten Pflege wuchs jahresdurchschnittlich um 8,2 Prozent auf zuletzt 18,5 Milliarden Euro, in der (teil-)stationären Pflege lag das Wachstum bei 4,6 Prozent, erreicht wird eine Wertschöpfung von 24 Milliarden Euro.
Die Zahl der Erwerbstätigen in der ambulanten Pflege stieg in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich aber nur um 3,7 Prozent auf 1,1 Millionen, in der stationären Pflege um 2,9 Prozent auf 700.000 Beschäftigte.
Hier zeigt sich ein ähnliches Muster wie im Krankenhaus: Der hohe Anstieg der Wertschöpfung, der weit über dem Beschäftigungszuwachs liegt, kann in diesem arbeitsintensiven Sektor nicht mit Produktivitätszuwächsen erklärt werden.
Vielmehr deuten die Diskrepanzen auf eine wachsende und gefährliche Arbeitsverdichtung hin, die inzwischen auch massiv in den Morbiditätsdaten der Beschäftigten vor allem in der Alterspflege niedergeschlagen haben.