News Stoppschild für weitere Landespflegekammer

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Neuerlicher Rückschlag für die Pflegekammer-Bewegung in Deutschland: Der Gründungsprozess der Pflegekammer Baden-Württemberg ist vorerst gestoppt. Landessozialminister Manne Lucha (Die Grünen) hat das Projekt erst einmal auf die nächste Legislaturperiode verschoben.

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"Man könnte an der Politik verzweifeln. Einen Schritt vor und zwei zurück scheint neuerdings die Devise", so DPR-Präsident Franz Wagner, "die Missachtung der Einbindung der pflegerischen Berufsgruppe in das Selbstverwaltungsprinzip des deutschen Gesundheitssystems wertet den Beruf jeden Tag ab."

Auch der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) zeigt sich empört. "Die Pflegenden in Baden-Württemberg haben ihren politischen Willen für eine Kammer klar und zweifelsfrei artikuliert", sagt der BLGS-Bundesvorsitzende Carsten Drude und verweist auf eine repräsentative Befragung, nach der sich 68 Prozent der teilnehmenden Pflegekräfte in Baden-Württemberg für die Kammer ausgesprochen hätten, "dieses Votum wird nun aus politischem Machtkalkül mit Füßen getreten." Der berechtigte Anspruch der größten Berufsgruppe, ureigene Belange mitzubestimmen und einen regulären Platz im Gesundheitssystem einzunehmen, werde immer noch nicht ernstgenommen: "In dieser Hinsicht ist Pflege wohl doch nicht systemrelevant."


Was wollt ihr denn... :angryfire: Klatschen musste ja wohl auf jeden Fall reichen!

Da werden ja auch berechtigte Forderungen als "zu viel" angesehen, während man es gleichzeitig anderen Branchen vorne und hinten reinschiebt... :mad: