News Stigmatisierung von Pflegenden "nicht hinnehmbar"

: "In einigen Geschäften weist man Pflegefachpersonen einfach ab, weil sie in Einrichtungen arbeiten, die sich in Corona-Hotspots befinden."

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Diese Aussage hätte ich gerne genauer beschrieben bekommen. Ich zumindest gehe nicht in ein Geschäft und sage: "Hallo, ich arbeite auf einer Covidstation und hätte gerne dieses und jenes gekauft"
Das ich dies auch sonst lieber nicht erwähnen sollte, habe ich schon gelernt
 
Ich habe (hatte) auch zwei Freundinnen, die zu Beginn der Pandemie im Frühjahr schon den Kontakt zu mir eingestellt haben, weil ich ja in einer Notaufnahme arbeite und man wisse ja nie..... und deswegen lieber nicht....
Und bis jetzt haben sich beide strikt dran gehalten.... ich habe jetzt die Nummern aus meinem Telefon gelöscht.
 
Ich habe (hatte) auch zwei Freundinnen, die zu Beginn der Pandemie im Frühjahr schon den Kontakt zu mir eingestellt haben, weil ich ja in einer Notaufnahme arbeite und man wisse ja nie..... und deswegen lieber nicht....
Und bis jetzt haben sich beide strikt dran gehalten.... ich habe jetzt die Nummern aus meinem Telefon gelöscht.
Das kann ich gut verstehen. Man sollte sie fragen, von wem sie in der Notaufnahme denn versorgt werden wollen, wenn ihnen was passiert, wenn nicht von Pflegekräften, die seit Monaten Kontakt zu Corona- Patienten haben.
 
Meine anfängliche Erfahrung in der Pandemie war tatsächlich, dass nicht nur das private Umfeld verunsichert war, ob ich nun "gefährlich" sein könnte, sondern auch ich selbst diese Frage nicht sicher beantworten konnte.
Mittlerweile arbeite ich viele Monate nahezu ausschließlich mit Covid19-PatientInnen, werde wöchentlich getestet wie alle meine KollegInnen und es gab nur sehr seltene Positiv-Bescheide die man zudem fast immer zu konkreten Ansteckungsereignissen zuordnen konnte.
Jetzt: Ich fühle mich in der Covid19-Versorgung sicher, das liegt sicher auch daran, dass mein Arbeitgeber sehr gut mit dieser Thematik umgeht. Mein Risiko für eine Ansteckung dürfte weit unter der einer Lehrkraft an einer Schule oder einer Erziehenden in Kitas liegen, auch Menschen mit viel Kundenkontakten in der "normalen" Welt dürften einem höheren Risiko ausgesetzt sein als ich, der ich auf der Covid-ITS stets gut geschützt den PatientInnen begegne.
Das hat auch mein privates Umfeld längst begriffen, von daher ist die anfängliche Stigmatisierung nicht mehr gegeben.
Wie es beim Einkaufen zu solchen Stigmatisierungen kommen kann, das erschließt sich mir auch nicht. Ich stelle mich beim Einkaufen grundsätzlich nicht lautstark als Covid19-Intensivpflegekraft vor...
 
Wie es beim Einkaufen zu solchen Stigmatisierungen kommen kann, das erschließt sich mir auch nicht.
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, in dem jeder jeden kannte - da wäre so etwas leicht möglich.
 
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In Kleinstädten und Dörfern ist jedem bekannt, was Du arbeitest. Und auch in Großstädten gab es Nachbarschaftsinitiativen, die Pflegekräften "nahegelegt " haben, sich doch bitte eine neue Wohnung zu suchen.
 
Ich habe (hatte) auch zwei Freundinnen, die zu Beginn der Pandemie im Frühjahr schon den Kontakt zu mir eingestellt haben, weil ich ja in einer Notaufnahme arbeite und man wisse ja nie..... und deswegen lieber nicht....
Und bis jetzt haben sich beide strikt dran gehalten.... ich habe jetzt die Nummern aus meinem Telefon gelöscht.
Das sind keine Freunde!!!
 
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Und auch in Großstädten gab es Nachbarschaftsinitiativen, die Pflegekräften "nahegelegt " haben, sich doch bitte eine neue Wohnung zu suchen.
Wobei ich mich, wohnhaft in einer Großstadt, frage, woher meine weitläufige Nachbarschaft potentiell glaubt zu wissen, in welchem Beruf und wo ich arbeite? Das geht Außenstehende ja mal sowas von gar nichts an. Okay, man könnte in meinem Auto die Dauerparkkarte erspähen; da es mir aber schnurz ist, was andere über meinen Beruf denken, sollten diese gefälligst ihre Nasen aus meinem Leben halten, und wenn ich 10x im KH arbeite. So einer "Nachbarschaftsinitiative" würde ich kräftig was husten, wenn die mir dumm kämen und mich rausekeln wollen.