News Spahn plant neue Gesetze: Milliarden für die Versicherten - Kassen bleiben skeptisch

Was für ein Unsinn! Wir wissen doch ganz genau, daß z. B. gerade im Bereich der Pflege dringend Geld fürs Personal gebraucht wird... warum folgt man nicht dem Rat von Westerfellhaus?? Siehe z. B.
Pflege: Jens Spahn hat einen neuen Sparringspartner
"Man müsse „ernsthaft darüber nachdenken“, ob eine Teilkaskoversicherung für die Pflege weiterhin der richtige Weg für die Zukunft sei, so der 61-Jährige. Zudem plädiert er dafür, dass eine angemessene Bezahlung der (Alten-)Pflegekräfte nicht etwa zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen dürfe, sondern von der Solidargemeinschaft zu tragen sei. Bedeutet: Die Beitragssätze müssen steigen, nicht etwa die Eigenanteile der Pflegebedürftigen.
(...)
Und dann macht er noch klar, dass er nichts von Spahns Aufforderung an die Krankenkassen hält, angesichts der Überschüsse die Beiträge zu senken. „Wir können das Geld gut und sinnvoll dafür einsetzen, wofür es eigentlich gedacht ist: Für eine bessere Versorgung der Versicherten.“
 
Es wird immer nur ums Geld gestritten, das ändert an der Qualität gar nichts.
Die Strukturen müssen geändert werden und nicht noch mehr Geld versenkt werden.

„Wir können das Geld gut und sinnvoll dafür einsetzen, wofür es eigentlich gedacht ist: Für eine bessere Versorgung der Versicherten.“
Das ist aber das gleiche blabla, was stellt sich denn der Herr Kassenvertreter dabei genau vor?

Und verdammt noch mal, der erste Schritt - ich möchte im digitalen Zeitalter endlich Wissen für was mein Geld ausgegeben wird und was die Ärzte so abkassieren. Es kann doch nicht sein, dass im digitalen Zeitalter (das ist nicht nur Glasfaser zu versenken) die einzigen die gesetzlich Versicherten sind, die Beiträge abführen aber nirgendwo einsehen können und dürfen was das Ganze (Ich) koste/t. Bei jedem anderen Berufsstand ist es selbstverständlich eine Rechnung zu schreiben.
Es muss doch zumindest möglich sein, dass ich online auf MEIN Konto bei der KK zugreifen kann und mal alle 1/4 oder 1/2 Jahre schauen kann, was mein Doc so abrechnet. Geht doch bei den Privatvers. auch, zumindest die Rechnung!
Geht weiter bei den doppelt und dreifach Untersuchungen, Fachärztehopping wo jeder macht wie und was er will und sich die Professionen nicht zusammensetzen, geht weiter
bei der längst überfälligen Ausbidlungs- und Berufsreform,
Selbsverwaltung
Forcierung der Akademisierung usw. usw.
noch mehr Geld ins System zu schütten ändert gar nix und in 5-10Jahren ist es wieder zu wenig.
Zu was braucht Deutschland ca. 170 Krankenkassen?
Gut war schon mal vor 30Jahren über 1000 - Wahnsinn es überhaupt soweit kommen zu lassen.
Kleine Wald- und Wiesnkrankenhäuser bei denen nachweislich 25% höher liegt als in den großen Fachkliniken und Millionenkosten verursachen.
Es müssen endlich Reformen her und zwar richtige, die das Wort Reform auch verdienen!
 
Aber so läuft es doch nicht in der gesetzlichen.
Die Ärzte rechnen gar nichts ab und erhalten nur eine Pauschale für dich.
 
Die Ärzte rechnen gar nichts ab und erhalten nur eine Pauschale für dich.
Wovon träumst du Nachts, die Pauschale gibts wenn die Krankenkassenkarte eingelesen wird und dann gehts los,
na aber selbstverständlich
RR messung
Ultraschall
Doppler u.a.
Labor
Injektion
Auskultation
Perkussion
Überweisung
Rezeptausstellung,
Zusatzentgelte für chron. Kranke
entspr. Entgelte für amb. Therapien die angeboten werden
Röntgen
CT
MRT
und und und
alles Posten die der Arz natürlich mit der entsprechenden Nummer in Rechnung stellt.
Wenn so wäre, nur Pauschale, bräuchte es ja die ganzen teuren Abrechnungs- und Verschlüsselungsprogramme in Arztpraxen nicht. Die Abrechnung wäre in 5Minuten erledigt - Übermittlung an die KK, Anzahl der eingelesenen Karten - Geld kommt.

Und genau das meine ich - nicht mal das Fachpersonal hat genaue Ahnung davon, was und wie da Leistungen für mich so in Rechnung gestellt wird bei meiner KK, da zähle ich mich auch dazu.
Hab da so ne grobe Ahnung was alles so abgerechnet werden kann, da ich mal privat Versichert war und selbstverständlich Rechnungen vom Doc bekommen habe. Bei Privaten gehts problemlos, warum eigentlich nicht bei ges. Ver.?
 
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@renje
Also irgendwie schmeißt Du jetzt ein paar Sachen durcheinander:
Das Geld ist durchaus wichtig, um damit ausreichend Pflegepersonal zu finanzieren.
Und wo Du hier was von einem „Herrn Kassenvertreter“ gelesen hast, weiß ich nicht...
 
@renje, gelistet werden die Maßnahmen, Aber die Vergütung ist doch pauschal dieselbe, oder hat sich das geändert?

Praxis x hat 1000 Patienten, erhält damit maximal 100000 Punkze= x00000 Euro.
Die Euros werden auf die geleisteten Maßnahmen verteilt .

So war ich jedenfalls der Meinung?!
 
@Martin:
da hast du Recht.
War wohl kein Kassenvertreter, sondern der Herr Westerfellhaus - ändert ab nix an meiner Kriitk - was das nun eigentlich bedeuten soll - mir gehts um dieses ewige, im Vage bleibende blabla. Natürlich würde Herrn W. niemand wiedersprechen, wenn er eine bessere Versorgung will - wären ja bekloppt.
Wenn man/frau konkret wird, wird man Angreifbar.
Deshalb bleibts immer/meistens bei Allgemeinplätzen.

Das Geld ist durchaus wichtig, um damit ausreichend Pflegepersonal zu finanzieren.
Das behauptet ich ja nicht. Ja klar, Nur das Geld in ein Fass mit vielen, vielen Löchern zu schmeissen, also ohne grundlegende Reformen, ändert nichts an der Situation, es versickert nur noch schneller.

Man hat den Eindruck aus den verschiedenen Stellungnahmen und Artikeln in der Presse:
Gebt den GuKs mehr Geld und das Problem ist gelöst - mitnichten.
Es wir mir viel zu viel am Geld festgemacht.
 
Eigentlich ist Westerfellhaus sogar ziemlich konkret; z. B. sagte er klipp und klar, dass 8000 zusätzliche Pflegekräfte nicht ausreichen, sondern dass es 50000 sein müssten (bin nicht ganz sicher, aber die Zahl geisterte durch die Medien). Das nur als ein Beispiel.
 
Na ja, das ist für mich zwar wahr, über die Zahl kann man sich, oder auch nicht streiten. Es besteht Konsens, das mehrere zehntausend Pflegekräfte fehlen. Ist auch völlig wurscht, da diese eh keiner herzaubern kann, egal von welcher Seite dies festgestellt wird. Somit ist das für mich mitgeplapper im großen Schwarm.
Konkeret wären für mich praktische Vorschläge wo und wie man die MA denn im großen Stil rekrutieren könnte und zwar in absehbarer Zeit und nicht erst in vielleicht 10 oder 20Jahren.
 
Eigentlich ist Westerfellhaus sogar ziemlich konkret; z. B. sagte er klipp und klar, dass 8000 zusätzliche Pflegekräfte nicht ausreichen, sondern dass es 50000 sein müssten (bin nicht ganz sicher, aber die Zahl geisterte durch die Medien). Das nur als ein Beispiel.
Ja, das war in einer Radio Sendung. Es werden 50.000 für die Krankenhäuser UND 50.000 für den Heimbereich gefordert.
Als Sofortprogramm.
 
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Es besteht Konsens, das mehrere zehntausend Pflegekräfte fehlen. Ist auch völlig wurscht, da diese eh keiner herzaubern kann, egal von welcher Seite dies festgestellt wird. Somit ist das für mich mitgeplapper im großen Schwarm.
Nein. Das ist eben kein Mitgeplapper; würde man endlich (vernünftige) Personaluntergrenzen (die ohne wenn und aber gelten!) einführen (und genau in die Richtung geht Westerfellhaus´ Argumentation so wie auch die von DBfK, DPR u. a.), dann müßten z. B. Aufnahmestops, Bettenschließungen o. ä. erfolgen, da man sich sonst zukünftig strafbar machen würde, wenn man (so wie heutzutage!) trotz zu wenig Personal einfach weiterwurschteln würde:!:
Und da das die Einrichtungen da spüren würden, wo´s RICHTIG weh tut - nämlich am Gelbeutel - hätten sie eine sehr sehr starke Motivation, schnellstens grundlegend an den Zuständen in ihren Häusern was zu tun - im Gegensatz zu jetzt, wo sie sich ja drauf verlassen können, daß "die dummen Hascherln" aus der Pflege schon weiter wurschteln werden. :roll:
 
Spahn war live zugeschaltet. Irene Meier , ich glaube vom deutschen pflegerat war da. Sie war Pflegedirektoren am UK Essen., eine Heimleitung und jemand vom DBFK. Ich gucke mal ob ich den Link finde.
 
Lieber Martin,
jetzt sind wir im Bereich der Theorie.
Eine Personaluntergrenze schafft nicht eine einzige Pflegekraft mehr!
z. B. Aufnahmestops, Bettenschließungen o. ä. erfolgen, da man sich sonst zukünftig strafbar machen würde,
und der Notfall soll nächste Woche wieder kommen?
oder bekommen wir dann Zustände wie in GB, wo ich auf eine TEP o.ä. bis zu einem Jahr warten muss?
Und da das die Einrichtungen da spüren würden, wo´s RICHTIG weh tut
Richtig weh tuts dem Patienten, der als Notfall kommt oder auf seine OP wartet.

Ja es müssen Änderungen her, na klar, habe oben #3 ja schon ein paar Beispiele aufgeführt
Aber dies darf keinesfalls auf dem Rücken des kranken Menschen ausgetragen werden, der Hilfe sucht und braucht oder sogar auf dem Rücken alter, dementer, hilfloser Menschen.

wo sie sich ja drauf verlassen können, daß "die dummen Hascherln" aus der Pflege schon weiter wurschteln werden.
da kann ich nur sarkastisch Antworten - selbst Schuld, wenn man da heutzutage bei diesem Personalmangel das immer noch mitmacht.
Zugespitzt - der Pat. oder die Angehörigen sollen es richten den man nicht mehr reinlässt, weil man selbst den Allerwertesten nicht hochbringt. Bringt bestimmt eine hohe Anerkennung:nurse:
 
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Michael Isfort vom Deutschen Institut für Pflegeforschung, sinngemäß zitiert, Ende Februar auf einem Pflegekongress:

"Wenn Ihnen irgend jemand heute eine schnelle Lösung für den Pflegenotstand anbietet, können Sie ihm auf den Kopf zusagen: Du lügst."

Das dip hat mit seinem "Masterplan Pflege" ja schon recht konkrete Vorschläge gemacht. Aber es kann kein "Sofortprogramm" geben. Nicht im Sinne von "nächstes Jahr sind sämtliche offenen Stellen besetzt". Das ist, nach Jahrzehnten von Versäumnissen, einfach nicht machbar.
 
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Hallo claudia,
das ist doch das Loch im Fass von dem ich geschrieben habe.
Es liegt nicht an den Ausbildungsplätzen. Es befinden sich 160.000Azubis in einer Pflegeausbildung (Stat. Bundesamt).
Das Loch im Fass muss gestopft, zumindest verkleinert werden, woraus die Examinierten abhauen.
Von oben nachschütten, noch mehr Ausbilden, löst das Grundproblem nicht.
 
Hallo claudia,
das ist doch das Loch im Fass von dem ich geschrieben habe.
Es liegt nicht an den Ausbildungsplätzen. Es befinden sich 160.000Azubis in einer Pflegeausbildung (Stat. Bundesamt).
Das Loch im Fass muss gestopft, zumindest verkleinert werden, woraus die Examinierten abhauen.
Von oben nachschütten, noch mehr Ausbilden, löst das Grundproblem nicht.

Absolute Zustimmung. Aber das Zustopfen wird auch eine Menge Geld kosten.

Ausbildung bleibt natürlich wichtig, denn in wenigen Jahren wird ein guter Teil der Examinierten in die Rente abhauen und davon werden sie auch bessere Arbeitsbedingungen nicht abhalten können.
 
Hallo claudia,
das ist doch das Loch im Fass von dem ich geschrieben habe.
Es liegt nicht an den Ausbildungsplätzen. Es befinden sich 160.000Azubis in einer Pflegeausbildung (Stat. Bundesamt).
Das Loch im Fass muss gestopft, zumindest verkleinert werden, woraus die Examinierten abhauen.
Von oben nachschütten, noch mehr Ausbilden, löst das Grundproblem nicht.

also ganz im Detail kenne ich mich jetzt nicht so aus. Ich weiß auch nicht inwieweit es wirklich stimmt. Aber soweit ich weiß, läuft das Ausbildungssystem hier in Österreich so ab:
Die Auszubildenden bekommen kein "Ausbildungsgehalt" sondern "Taschengeld" (Für Wohnung und Verpflegung) Ich glaube eine gewisse "Schichtzulage" gibt es bei ND, WE und Feiertagen wohl schon. Die Schule (Oder der Staat?) zahlt die Ausbildung und anschließend müssen sich die Diplomierten für ca 5 Jahre "Verpflichten" Somit hält man zumindest einen Teil der frischen, fertigen Kräfte im Beruf. Denn wenn sie sich nicht verpflichten, müssen sie teilweise oder ganz die Ausbildung rückfinanzieren.
 
Tja, solch eine Änderung bringen wir vorläufig nicht durch, es hat lange genug gedauert, bis wir endlich das Pflegeberufegesetz hatten. Möglich wäre solch ein Modell bei den grundständigen Studiengängen, aber davon gibt es ja bisher nur sehr wenige. Österreich hat ja meines Wissens inzwischen auch auf Studiengänge umgestellt, oder nicht?

Ob diese Maßnahme was bringt? Wie sieht es mit der Personalsituation in Österreich aus?