Problem hierbei ist ganz einfach, dass er es nicht einmal begründet. Dieses "Haupt-und Realschüler müssen auch den Pflegeberuf ergreifen dürfen" finde ich immer etwas... ich sag mal "dünn". Denn es passt einfach nichts mit nichts zusammen.
Auf der einen Seite wird immer hervorgehoben, wie komplex und anspruchsvoll die Arbeit sei. Aber bitte jeder soll da mitmachen dürfen. Ich glaube durchaus, dass Hauptschüler überragende Pflegekräfte sein können. Ich glaube aber auch, dass diese überragende Neurochirurgen, Rechtsanwälte oder zukünftige Nobelpreisträger sein können. Aber auch hierfür gibt es nun einmal formale Anforderungen. Ok, beim Nobelpreis für Literatur vielleicht nicht. Aber ich denke, dass es gerade heutzutage das kleinste Hindernis darstellt, dass wenn man einen Beruf wirklich ergreifen möchte, ein Abitur drauf zupacken. Außerdem können Hauptschüler eh max. eine Helferausbildung machen um mit etwas Berufserfahrung das Examen machen zu können, auch wenn immer diese absolut absurde Ausnahme
Außerdem geht seine Aussage komplett an allem vorbei. Niemand spricht ernsthaft davon die Pflege vollständig zu "Akademisieren". Aber den dualen Weg zu fördern, kann man wohl nicht als "Wahn" bezeichnen.
Das ist nun einmal, dass schon einmal angesprochene Problem. Es wurde Jahrzehnte lang ignoriert und der Pflegeberuf soweit abgewertet (1 Euro Jobber), bis nun auf einmal alles auf einmal gemacht werden muss (Akademisierung, Besetzung, Gehalt etc.) aber man nun auch Verständnis haben soll, dass dies nicht von heute auf morgen geht.
