News Regierung will Tarifbindung für Pflegeberufe durchsetzen

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Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, muss es aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Beschäftigten künftig flächendeckend Tarifverträge geben. Ziel sei "Tarifgebundenheit in allen Einrichtungen", sagte der Politiker am 16. Juli im "Morgenmagazin" des ZDF.

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Frage mich bei solchen Meldungen immer wieder
Welcher Tarif sollte es denn sein????????
TVÖD oder AVR werden es wohl nicht sein, die sind zu hoch, da werden die AG nicht mitmachen.

"Vielmehr sollten Merkel und Spahn "verbindlich erklären, dass das benötigte Geld für angemessene Löhne von der Pflegeversicherung und aus Steuermitteln getragen wird."

Ja natürlich aus Steuergeldern und die großen Ketten und AGs kassieren die Gewinne, oder wie ist das zu Verstehen?

Deutsche Stiftung für Patientenschutz - Experten im Einsatz heißt es hier, frägt sich nur für was oder wen Experten?
Um die Gewinne der großen Player zu maximieren?

Wenn man liest dass u.a. Grünenthal fördert und im Vorstand bis 2016 der Aufsichtsratsvorsitzende des Rhön Klinikums saß, bin ich mir nicht sicher, welche Interessen diese Stiftung vertritt und der Ruf nach einer Tarifbindung dazu führt, dass man das Niveau insgesamt absenken will.
Ein Schelm wer dabei böses denkt.
 
Zitat:
„Gefragt, was eine Pflegefachkraft nach der Ausbildung seiner Ansicht nach verdienen sollte, antwortete der Minister, 2.500 bis 3.000 Euro sollten möglich sein“
Wir reden jetzt hier aber schon von Vollzeit, oder?
Also da halte ich 3000 für normal!
 
Warum mehr als P7 im öD der Kliniken? (trotz Tarifsteigerung) ;)

Wie will man als Staat in die Tarifautonomie eingreifen ohne dass sich andere Branchen einmischen? Kann mir schon vorstellen, dass bzgl Präzedenzfällen dann einiges auf einen zurollen könnte.

Generell finde ich die Schizophrenie in der Debatte sehr amüsant.

Spahn" "Wir haben kein Geld!" Darf nicht mehr gelten in der Pflege!"

Auch Spahn " Es geht auch ums Geld" ;)

Interessante Version des Dr. Jekyll und Mr. Hydes
 
Ich möchte ja nicht meckern, jedoch - kann zitiertes gerne überprüft werden
Gesundheitsminister im ZDF: Spahn: "Pflegekräfte müssen besser verdienen"
Frage: "Wir stellen uns folgende Situation vor, Hr. Spahn: Sie haben gerade ihre Ausbildung absolviert als Altenpfleger, wieviel wollen sie dann verdienen?"
Hr. Spahn:
"Na, es ist 'ne Frage natürlich dann dessen was möglich ist, also ich finde so 2,5 3.000€ sollte möglich sein im Pflegeberuf zu verdienen, das ist zu oft nicht der Fall...."

Zusammengefasst:
Altenpfleger, direkt nach der Ausbildung in Vollzeit, Bruttoverdienst 2.500-3.000€ - wenn es möglich ist

Hab die letzten Tage eine Abrechnung eines frisch ausgelernten GuKP, bezahlt nach TVöD gesehen, ledig, keine Kinder, mit Abzug Kirchensteuer, mit sämtlichen Zulagen, regelmäßig ND - brutto knapp 3.000€, netto 1.900€
Ja, das wäre o.k., angemessen. WENN man denn einen Vollzeit-Job bekommt. WENN man denn nicht 30, 35h bezahlt bekommt, obwohl man 35-40h arbeitet, regelmäßig.

An der Privatisierung der Heime - soll sich nichts ändern, obwohl es tatsächlich anders, besser geht.
Dazu die aktuelle ARD-Doku vom 16.07.2018 - die jedenfalls für mich, aktuell KEINE Fragen offenlässt - ohne deutlichst mehr Kontrollen und wirksamen Sanktionen ändert sich nix.
Der Vorwurf der Anwälte, welche (ich nehm's vornweg, leider erfolglos) Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hatten, sich jetzt damit an den europäischen Menschengerichtshof gewandt haben, Zitate sind wortwörtlich übernommen:
"Der Staat vernachlässigt seine Schutzpflicht für hunderttausende pflegebedürftige Menschen und gefährdet damit Grundrechte".
"Die Einzelfälle die man hier nachweisen kann sind so stark verdichtet, dass man eben nicht mehr nur auf individuelles Fehlverhalten als Ursache schließen kann. Hier muss man von einem systemischen Versagen sprechen"
.
"Man kann davon ausgehen, dass das wohl die intensivsten und auch quantitativ bedeutsamsten Menschenrechtsverletzungen gegenwärtig in Deutschland sind."

Wer Fussek egal was er zu sagen hat nicht ausstehen kann - guckt sich das nicht an - für mich hat es gepasst.

Video "Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand" - Reportage & Dokumentation
 
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Hr. Spahn:
"Na, es ist 'ne Frage natürlich dann dessen was möglich ist, also ich finde so 2,5 3.000€ sollte möglich sein im Pflegeberuf zu verdienen, das ist zu oft nicht der Fall...."

Zusammengefasst:
Altenpfleger, direkt nach der Ausbildung in Vollzeit, Bruttoverdienst 2.500-3.000€ - wenn es möglich ist

Hab die letzten Tage eine Abrechnung eines frisch ausgelernten GuKP, bezahlt nach TVöD gesehen, ledig, keine Kinder, mit Abzug Kirchensteuer, mit sämtlichen Zulagen, regelmäßig ND - brutto knapp 3.000€, netto 1.900€
Ja, das wäre o.k., angemessen. WENN man denn einen Vollzeit-Job bekommt. WENN man denn nicht 30, 35h bezahlt bekommt, obwohl man 35-40h arbeitet, regelmäßig.
Aufgeregt hatte ich mich ja über die - sorry, dämliche - Bemerkung von Herrn Spahn, Pflegekräfte sollten "bis zu 300 Euro verdienen" :schraube: ... geht´s noch?! 3000 ist eine Selbstverständlichkeit!
Hier der Link: Personalnotstand - Spahn fordert bis zu 3000 Euro im Monat für Pflegekräfte
An der Privatisierung der Heime - soll sich nichts ändern, obwohl es tatsächlich anders, besser geht.
Da rennst Du bei mir offene Türen ein! 8-)
Dazu die aktuelle ARD-Doku vom 16.07.2018 - die jedenfalls für mich, aktuell KEINE Fragen offenlässt - ohne deutlichst mehr Kontrollen und wirksamen Sanktionen ändert sich nix.
Der Vorwurf der Anwälte, welche (ich nehm's vornweg, leider erfolglos) Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hatten, sich jetzt damit an den europäischen Menschengerichtshof gewandt haben, Zitate sind wortwörtlich übernommen:
"Der Staat vernachlässigt seine Schutzpflicht für hunderttausende pflegebedürftige Menschen und gefährdet damit Grundrechte".
"Die Einzelfälle die man hier nachweisen kann sind so stark verdichtet, dass man eben nicht mehr nur auf individuelles Fehlverhalten als Ursache schließen kann. Hier muss man von einem systemischen Versagen sprechen"
.
"Man kann davon ausgehen, dass das wohl die intensivsten und auch quantitativ bedeutsamsten Menschenrechtsverletzungen gegenwärtig in Deutschland sind."

Wer Fussek egal was er zu sagen hat nicht ausstehen kann - guckt sich das nicht an - für mich hat es gepasst.

Video "Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand" - Reportage & Dokumentation
Ja, die Reportage habe ich mir angesehen; im Gegensatz zu den üblichen reißerischen Talkshowrunden mit möglichst mindestens ein paar Prominenten ("meine Mutti war ja auch im Pflegeheim", "ich habe meinen Papa selbst gepflegt", blablabla) war die ARD-Reportage erfreulich unaufgeregt und faktenreich.
Sehr gut fand ich den "Pflegerebellen" Armin Rieger, der als Heimleiter selber genau weiß, wovon er spricht
https://www.amazon.de/dp/B01N9EJNMR/ref=dp-kindle-redirect?_encoding=UTF8&btkr=1
und auch die junge Heimleiterin eines bayerischen Pflegeheims.
Ja, den Fussek mag ich nicht besonders, aber es war in der Reportage ok (vielen seiner Aussagen stimme ich ja durchaus zu, z. B. daß das System die Leute oft "kränker macht"). Allerdings fand ich seine Bemerkung bzw. auch die von Laumann daneben, die Pflegekräfte sollten doch "endlich den Mund aufmachen" (hier verweise ich erneut auf den in D fast komplett fehlenden Whistleblowerschutz!) und die Aussage, die Pflegekräfte sollten dann doch einfach nicht bei solch miesen AG arbeiten, es gäbe ja wohl genug Jobs in der Pflege. :roll:
 
Ja, der Hr. Rieger, Quereinsteiger, wollte initial einfach auch nur als Investor Kohle verdienen, hat dann das Heim in Augsburg übernommen; pfeift auf die Bewertungen des MDK - räumt dazu alle Ordner weg (frühere Doku), KÜMMERT sich.
Sehr sympathische Erscheinung, jedes Mal. Ruhig, sachlich.
Aktuell, nicht ich, Akutbereich: Alle motzen und maulen hintenrum - wenn es jedoch darum geht, im richtigen Moment sachlich Klartext zu reden - Fehlanzeige. Abwärtsspirale - läuft :cry:. Muss ich nicht verstehen.
 
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Ja, der Hr. Rieger, Quereinsteiger, wollte initial einfach auch nur als Investor Kohle verdienen, hat dann das Heim in Augsburg übernommen; pfeift auf die Bewertungen des MDK - räumt dazu alle Ordner weg (frühere Doku), KÜMMERT sich.
Sehr sympathische Erscheinung, jedes Mal. Ruhig, sachlich.
:up:
Armin Rieger: Kampf gegen Bürokratiemühlen
Ich habe auch mal in "die Schwester/der Pfleger" von ihm gelesen...
https://www.bibliomed-pflege.de/zei...nien/28218-ich-schaeme-mich-fuer-deutschland/
Aktuell, nicht ich, Akutbereich: Alle motzen und maulen hintenrum - wenn es jedoch darum geht, im richtigen Moment sachlich Klartext zu reden - Fehlanzeige. Abwärtsspirale - läuft :cry:. Muss ich nicht verstehen.
Ja, da sagst Du echt was Wahres... :-(