Werbung Psychische Belastung am Arbeitsplatz

BO13

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10.12.2013
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Hallo liebe Krankenschwestern und Krankenpfleger!

mein Name ist Marina und ich muss Euch leider um etwas bitten:
Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit über das Thema Burnout und psychische Belastung am Arbeitsplatz und suche dafür noch Probanden, die aus Eurer Branche stammen, da ich einen Vergleich über das Auftreten von Burnout in verschiedenen Wirtschaftsgruppen mache.
Wenn Ihr also wissen wollt,wie stressig und belastend eure Arbeit für Euch selbst und im Vergleich mit anderen ist, oder Euch einfach nur für das Thema interessiert, könnt Ihr hier

Studie

einen ca. 20 minütigen, abwechslungsreichen Reaktionszeit-test machen und am Ende noch ca. 5 Minuten lang Fragebögen beantworten. Ihr erfahrt dabei mehr über Eure aktuelle psychische Belastung, auch im Vergleich mit anderen, helft der Wissenschaft und letztendlich auch mir.

Ich freue mich über jeden, der mitmacht!

Vielen Dank und eine schöne restliche Vorweihnachtszeit!

Marina
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi Marina,

Ihr schreibt, dass die Studie helfen soll, Burnout zu diagnostizieren. Dazu müsste Burnout aber erst einmal als eigenständige Krankheit anerkannt werden. Das ist bisher noch nirgends geschehen. Wie grenzt Ihr an eurer Forschungseinrichtung Burnout von Depression ab? Worin unterscheiden sich für Euch die beiden Störungsbilder?

Ohne solche Hintergründe sehe ich keine fachliche Relevanz für so eine Studie. Diagnostikmöglichkeiten für Depressionen bzw. depressive Episoden gibt es bereits mehr als genug. Mich würde daher mal die fachliche Meinung interessieren - ich bin schon seit 2011 (meiner Exmatrikulation) nicht mehr up to date, was die aktuelle Forschung und Entwicklung von Burnout vs. Depression angeht. An meinem Institut gab es "Burnout" als zu beforschendes Thema schlicht gar nicht, da nicht abzugrenzen, siehe oben.
 
Es erstaunt mich sehr, dass es sich bis in das Institut für Psychologie in Würzburg noch nicht herumgesprochen hat, dass man seit 2 Jahren versucht, dem Bürger klar zu machen: Burnout ist keine eigenständige Erkrankung.

Aber wir wollen uns net wundern. In Dresden versucht man sogar die neurobiologischen Ursachen für ein Burnout zu finden. Wenn das nix ist. Das Fahrrad kann man mehrmals neu erfinden und sogar Forschungsgelder dafür einfordern.

Elisabeth
 
Vor allem sollte auch keine klare Abgrenzung zwischen psychischer Belastung am Arbeitsplatz und sog. "Burn-Out" stattfinden.

Depressionen kann man in jeder Lebenssituation entwickeln, siehe Wochenbettdepression. Diese entsteht, wenn nach einem eigentlich schönen Ereignis.
Eine unbehandelte oder nicht erkannte Wochenbettdepression kann sich über viele Jahre manifestieren und dann auch zu einer "Burn-Out" Symptomatik führen.

"Burn-Out" ist keine eigenständige Krankheit, sondern setzt sich aus vielen verschiedenen Belastungszuständen (beruflich, aber auch privat) und persönlichen Umständen zusammen. Und für die Summe der verschiedenen Krankheitsbilder entstand der Begriff des "Ausgebrannt sein", auf Englisch: "Burn-Out".

Anstatt immer nach "Ausgebrannten" zu suchen, würde es vielmehr helfen, die wirklich Betroffenen schneller ernst zu nehmen und nicht auf die Schiene der "Durchgeknallten" und "Weicheier" zu schieben.

LG opjutti
 
Gerade ist ja der DSM V erschienen. Sie gilt bekanntlich als die Grundlage für die Beschreibung psychischer Erkrankungen. Hat da jemand Zugriff und kann mal schauen, wie da das Burnout beschrieben wird?

Elisabeth