News Pflegeunternehmen wirbt in Jordanien um neue Mitarbeiter

neue wege?! eher ein alter hut... wieder einer der nichts kapiert hat. mein herzliches beileid.
 
  • Like
Reaktionen: Bachstelze
Von den komischen Bedingungen mal ganz zu schweigen. - Unverheiratete Männer? Sind solche Stellenausschreibungen - auch wenn sie im Ausland angesiedelt sind - für deutsche Unternehmen überhaupt erlaubt?
Und, jetzt mal weitergedacht: wenn eine seiner aktuellen Mitarbeiterinnen familienbedingt - Schwangerschaft, kranke Kinder - ausfällt, macht er dann Stress???
Solche Kosten spart er doch mit seinen "unverheirateten Männern"?
 
Die Bedingungen lesen sich in der Tat recht merkwürdig:
"Zudem sucht das Unternehmen für die pflegerische Arbeit in Deutschland ausschließlich Männer. Geschäftsführer Yazid Shammout, Palästinenser und muslimischen Glaubens, verzichtet bewusst auf Frauen, die nicht ausdrücklich erklären, ohne Kopftuch zu arbeiten. "Ein Kopftuch ist Glaubenssache und hat nichts mit Arbeit zu tun", so Shammout."

Das Kopftuch ist also (bei den Frauen) ein K.O.-Kriterium bei der Einstellung; aber wie ist es mit den Männern...?
Was ist, wenn da einer - ich sag mal vorsichtig - recht komische Glaubensvorstellungen hat - die man ihm aber vorher nicht ansieht, da man ja keinem weiter als bis vor den Kopf schauen kann?
 
Wobei ich mal seine Stellenauschreibungen gegoogelt habe - bestechend nichtssagende Einstellungsverlockungen.

Da steht gar nix Konkretes drin, was irgendeine deutsche Pflegekraft animieren könnte, sich da zu bewerben:

"Sie sind qualifiziert, zuverlässig und bringen Warmherzigkeit und Geschick im Umgang mit Pflegebedürftigen sowie Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Teamgeist mit?

Neben einer attraktiven Vergütung erhalten Sie bei uns
• jährliche Sonderzahlungen,
• Treue- und Jubiläums-Bonus,
• Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge,
• Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung
• eine Willkommensprämie von bis zu 3.000 € brutto."


Sonderzahlung kann alles sein von 50 Euro Urlaubsgeld bis zum 13. Monatsgehalt, die "attraktive Vergütung" ist nicht notgedrungen eine tarifliche (oder übertarifliche!)...aber Einsatzbereitschaft und Flexibilität? (Wehe, Du gehst im Frei nicht ans Telefon?)?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wobei ich mal seine Stellenauschreibungen gegoogelt habe - bestechend nichtssagende Einstellungsverlockungen.

Da steht gar nix Konkretes drin, was irgendeine deutsche Pflegekraft animieren könnte, sich da zu bewerben:

"Sie sind qualifiziert, zuverlässig und bringen Warmherzigkeit und Geschick im Umgang mit Pflegebedürftigen sowie Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Teamgeist mit?

Neben einer attraktiven Vergütung erhalten Sie bei uns
• jährliche Sonderzahlungen,
• Treue- und Jubiläums-Bonus,
• Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge,
• Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung
• eine Willkommensprämie von bis zu 3.000 € brutto."

Sonderzahlung kann alles sein von 50 Euro Urlaubsgeld bis zum 13. Monatsgehalt, die "attraktive Vergütung" ist nicht notgedrungen eine tarifliche (oder übertarifliche!)...aber Einsatzbereitschaft und Flexibilität? (Wehe, Du gehst im Frei nicht ans Telefon?)?

Das sind die typischen Stellenausschreibungen, die man auch auf jobboerse.de findet :D Oder anders gesagt. Diese Stellenausschreibungen sind außerhalb des TVÖD Standard. Beim TVÖD steht dann halt:

Wir bieten:
- eine attraktive Vergütung nach TVÖD-P /L-Kr
- attraktiven zusatzleistungen des TVÖD
- betriebsrente des VBL ;)
 
  • Like
Reaktionen: Bachstelze
@Romsen2014 : Ich mein ja nur, damit wundert es mich nicht, dass er im Ausland die Angel auslegen muss. Deutsches Fachpersonal fängt da ja eher an zu schnarchen...

Bei meinem Arbeitgeber (auch privat) sähe das z. B. so aus:
- Vergütung nach Vereinbarung (ich hab ein gutes Gehalt ausgehandelt)
- 13. Monatsgehalt
- 760 Euro Urlaubsgeld
- Unternehmensbeteiligung (zur Zeit ungefähr ein halbes Monatsgehalt)
- Betriebsrente
- Übernahme der komplementären Zusatzversicherung (die in Frankreich die 35% ersetzt, die die gesetzliche KKV nicht übernimmt, hat mir zum Beispiel meine 650 Euro teure Gleitsichtbrille komplett bezahlt)
- Drei-Tage-Woche (wobei wir unseren Diensplan aber fast nach Belieben rumtauschen können, und wir werden nicht angerufen, wenn wir das nicht wollen)
- Nach Wunsch Überstundenvergütung oder Freizeitausgleich für Mehrarbeit (deshalb machen die "Jungen" das zur Gehaltsaufbesserung recht gern, und einer wie ich kann sich zurücklehnen im Frei). Kommt aber eigentlich nur bei Krankheit vor. Im Prinzip sind alle Stellen besetzt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Drei-Tage-Woche (wobei wir unseren Diensplan aber fast nach Belieben rumtauschen können, und wir werden nicht angerufen, wenn wir das nicht wollen)

Ginge ja eher bei 12 Stunden Schichten, oder? Wird ja bei in DE auch zunehmend diskutiert, aber ich kann jeden verstehen, der dabei auf die Barrikaden springt bei den derzeitigen" Zuständen. In anderen Ländern ist das ja schon etablierter.
Unternehmensbeteiligung

Bei Privaten eine Möglichkeit. Will ehrlich gesagt keine Beteiligung am Land Niedersachen oder NRW ;).

Übernahme der komplementären Zusatzversicherung (die in Frankreich die 35% ersetzt, die die gesetzliche KKV nicht übernimmt, hat mir zum Beispiel meine 650 Euro teure Gleitsichtbrille komplett bezahlt)

Das hört sich überragend an. Vor allem für einen zunehmend auf die Brille angewiesenen und bald wohl komplett Vieräugigen ein wirkliches Plus. Gilt das auch z.B. für Zähne u.ä.?

Ja, man muss schon sagen, dass es einige Möglichkeiten gäbe Mitarbeiter zu ködern etc. Aber, vielleicht kommt man ja schon auf andere Ideen. Z.B. weitere Personalkürzungen durch Personaluntergrenzen (hier)

PS: ein bisschen Polemik muss sein :lol:
 
@Romsen2014 Ja, die Dialyse ist in Frankreich auch ein gewisser Sonderfall. Hier gibt es eine gesetzliche Untergrenze von drei - reell anwesenden - Pflegepersonen für jeweils acht Patienten. Das darf der Arbeitgeber nicht unterschreiten. In der Regel erlaubt dies ein machbares Arbeiten mit drei "Spitzen" pro Zwölfstunden-Tag: Morgendliches Anschliessen, mittags Abnehmen/Saal wieder vorbereiten/Neu Anschliessen und abends Abnahme. Dazwischen mehr oder weniger Überwachung. Man rennt selten die ganze Zeit hechelnd rum. Damit sind zwölf Stunden gut machbar.

Und, ja, unsere Zusatzversicherung übernimmt auch die Zahnbehandlung inklusive Zahnersatz und Kronen (wobei das flexibel ist. Wenn ein gesamtes Unternehmen - und wir sind ein grosses Unternehmen - mit so einer Zusatzversicherung einen Vertrag abschliesst, sind die Konditionen naturgemäss attraktiver als für Einzelpersonen). Ich kann mich da nicht beklagen.

Ich hatte im letzten Jahr keine Probleme, drei Monate unbezahlten Urlaub zu bekommen für eine Reise nach Australien.:cheerlead:

(Eine unserer Schülerinnen hat kürzlich gesagt, bei uns hätte sie zum ersten Mal Krankenschwestern lächeln gesehen...)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
und wir werden nicht angerufen, wenn wir das nicht wollen
Du mußt ja auch hierzulande weder ans Telefon gehen noch zurückrufen, wenn Du darauf keinen Bock hast.
Anrufen und ggf. ihren Spruch bei mir aufm AB hinterlassen dürfen die gerne, ich überlege mir dann, ob ich zurückrufe oder nicht. :wink:
Und Handynr. von mir gibt´s nicht (mehr). :mrgreen: