News Pflegestudierende am Limit

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Studierende der Alice-Salomon-Hochschule, der Charité und der Evangelischen Hochschule Berlin weisen in einem offenen Brief auf die prekären Verhältnisse hin, die ihnen das Studium extrem erschweren.

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„Es könne nicht angehen, dass die Student:innen ihre Praxiseinsätze vollumfänglich selbst finanzieren müssten, aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht ausreichend Zeit zum Lernen hätten und im schlimmsten Fall das Studium abbrechen müssten. Ohnehin gäbe es nicht ausreichend Lehrstühle für Pflegestudiengänge. Und wenn den vorhandenen Lehrstühlen die Student:innen wegbrächen, weil die Belastungen zu groß sind, würde damit auch das Ende der Studiengänge eingeläutet. Dies geschah zuletzt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar, wo die Fakultät für Pflegewissenschaften mangels Studierender schließen musste.“


Ach was... die sollen doch lieber in angehende Ärzte investieren anstatt ins „akademische Prekariat“ (wie mal ein Ärztekammerpräsident so schön sagte:x)...
 
Leider finde ich das Originalzitat des Herrn nicht mehr (ich weiß aber, daß er es getätigt hat); aber diese Aussage von ihm lässt ja auch tief blicken:


"Zustimmung kommt hingegen aus einer unerwarteten Richtung: In einer Statement begrüßte die Ärztekammer Westfalen-Lippe die Initiative der bayerischen Staatsregierung als „vielversprechend“. Für Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe könne die Pflegevereinigung als Modell zur dringend nötigen Berufsvertretung und Aufwertung der Pflegefachberufe beitragen.

Für Windhorst lasse sich die Organisationsform einer Kammer für Freiberufler als berufsständische Interessenvertretung mit genereller Pflichtmitgliedschaft, gekoppelt mit einem Versorgungswerk als Institution der Alterssicherung im Freien Beruf nicht ohne Weiteres auf die Angehörigen der Pflegefachberufe übertragen. „Viele Befürworter setzen in die Einrichtung einer Berufskammer hohe Erwartungen auch in der Tarifpolitik. Diese werden sich aber durch eine ‚Verkammerung’ nicht erfüllen“, so Windhorst weiter."





Selber für den eigenen Berufsstand die Vorzüge einer Kammer in Anspruch nehmen, sie aber anderen (unliebsamen Konkurrenten!) bewusst vorenthalten wollen... klar, dumm ist er nicht.

Und das mit den "Erwartungen in der Tarifpolitik" ist eh gequirlte Ka..e, hört sich schon fast wie der Nonsens von bpa, Verdi u. Co. an.
 
Leider finde ich das Originalzitat des Herrn nicht mehr (ich weiß aber, daß er es getätigt hat)
Dankenswerterweise habe ich es durch eine Foristin wieder gefunden:

"Durch die sogenannte Akademisierung sollen Berufe im Gesundheitswesen insgesamt aufgewertet und auch für Einsteiger attraktiver werden. Die Ärztelobbyisten halten mitunter kräftig dagegen. So kritisierte Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die akademischen Ausbildungen der Pflegeberufe und forderte: "Stecken Sie das Geld lieber in die Ausbildung der Ärzte und nicht in ein akademisiertes Proletariat."


Siehe auch Akademisiertes Proletariat - zwai.net // Journal - Portal - Forum - Weiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege
 
Akademisiertes Proletariat ! Ich habe einige Kollegen, die ein duales Studium machen oder gemacht haben. Auf meine Frage, was könnt ihr denn mit eurem Studium bewirken ein Achselzucken!
 
Na dann sollten sie vielleicht mal hier im Forum ein paar Leute fragen; m. W. gab es das Thema erst kürzlich hier. ;)
 
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Akademisiertes Proletariat ! Ich habe einige Kollegen, die ein duales Studium machen oder gemacht haben. Auf meine Frage, was könnt ihr denn mit eurem Studium bewirken ein Achselzucken!
Nur so ein paar Beispiele dafür, was Pflegende damit alles anstellen können:


Die Seite des Deutschen Netzwerks Advanced Nursing Practice und Advanced Practice Nursing ist leider gerade offline. Aber beim DBfK gibt es auch ein Netzwerk: Netzwerk Erweiterte Pflegepraxis - DBfK
 
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Unsere Chefin z. B. hat studiert und musste den Stationsleitungskurs machen, weil eben diese Kenntnisse nicht vermittelt werden.
Hoffen wir Mal, dass sie da waren die Kollegen... Es gibt sicher auch 2022 einen Kongress...
 
Diesen Kongress gibt es alle zwei Jahre. Aber es gibt etliche andere. Nächsten Monat z.B. den DGP Hochschultag. 12. DGP-Hochschultag, Frankfurt University of Applied Science – digital | DGP - Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.

Ein Bachelor in Pflege (duales Studium) hat nicht den Zweck, einen Pflegemanager auszubilden. Dafür gibt's Studiengänge in Pflegemanagement, Gesundheitsmanagement, Business Administration etc. bb.

Es erschreckt mich immer wieder, wie wenig unsere eigene Berufsgruppe darüber weiß. Ich meine, Fachpflegekraft für Anästhesie- und Intensivpflege, das zeigt doch eine hohe Kompetenz und Lernbereitschaft - wieso, verflixt noch eins, schaffen wir es nicht mal, unsere eigenen Leute in Kenntnis zu setzen?
 
Die Chefin hat Pflegemanagement studiert! Weitere Kollegen haben das duale Studium gemacht! Ich habe nie irgendwas mit Pflege studiert und Berufsberatung ist leider auch nicht mein Spezialgebiet.

Ich bin aber immer gerne daran interessiert euch und euer Fachwissen in mich aufzusaugen, sofern ich dazu komme. Im Moment tendiere ich eher Richtung Arbeitsrecht und Pflegepersonaluntergrenzen, Arbeitsbedingungen verändern was viel meiner Zeit in Anspruch nimmt...

Schreibe Gefährdungsanzeigen rede mit dem Betriebsrat, dem Sicherheitsbeauftragten. Im Moment habe ich Urlaub und geniesse die letzten schönen Herbsttage...
 
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