News Pflegende beklagen körperliche Belastung

Dass so ein alter Hut noch unter "Breaking News" läuft...Ich, 61 Jahre, wäre nicht mehr in diesem Buissiness, würde ich nicht in der Dialyse arbeiten, wo körperliche Grossanstrengungen eher selten sind...Wenn man die Nächte oft genug nur noch mit Voltarenpflastern und Ibuprofentabletten übersteht.

Aber die Politiker finden ja immer wieder aufs Neue den Goldenen Graal und graben lieber weiter, anstatt ihn endlich rauszuholen und aus den Erkenntnissen was zu machen.

Schnarch.
 
Seit Jahren gibt es sie, die Statistiken ,daß die Pflege mit den Krankheitstagen an der Spitze liegt, über die Fehlzeiten wegen Rücken und Depression,Burn out etc. Dann noch die Studien über die körperliche Belastungen ,denen Pflegekräfte ausgesetzt sind, ganz zu schweigen vom ungesunden Schichtdienst. Steht und stand alles in den Medien. Jetzt kommt die Linksfraktion und fragt nach??? Leben die auf dem Mond? Was wollen die damit bewirken? Noch ein Arbeitskreis (wer nichts kann und wer nichts weiß,gründet einen Arbeitskreis), um festzustellen, dass sich die Bedingungen in der Pflege ändern müssen? Ich könnt fast lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
 
Das ist so wie immer .... man forscht ein bisschen hier und fragt ein bisschen da. Dann haben die Betroffenen - also die in der Pflege verbliebenen- das Gefühl, es kümmert sich mal einer und sind wieder für ne Weile still in Erwartung einer Verbesserung.
Die bleibt -natürlich- aus, aber dann kann die Politik sich wenigstens damit rühmen, es versucht zu haben und argumentiert dann wieder - wie immer- mit fadenscheinigen Gründen, warum es zu keiner Veränderung gekommen ist. Und wie so üblich, wird die Pflege -wie immer- schulterzuckend und schweigend weiter machen wie bisher.
Und ich? Ich hoffe, ich irre mich....
 
Alles klar, das Thema ist jetzt nicht neu.
Natürlich hat sich die körperliche Belastung erhöht, alleine schon durch die vielen Übergewichtigen, den demografischen Wandel und die finanziellen Engpässe für pflegerischen Hilfsmittel, aber ich beobachte auch ein anderes Verhalten der "neuen" Generation, die sich nicht so aufopfern und belasten wie der alte Schlag - ob das gut so ist, weiß ich nicht.
(das gilt natürlich nicht für alle)
LG

Mico
 
Ich will mich auch nicht "aufopfern".... ich bin keine Florence Nightingale.... ich will gute Arbeit unter vernünftigen Bedingungen abliefern. Dafür bekomm ich Geld, und gut ist.... quid pro quo, sozusagen ... ich arbeite um zu leben, aber ich lebe nicht um zu arbeiten....
 
So sehe ich das auch, und nicht anders.Ich geh auch nach 8, spätestens 9 Stunden nach Hause und das ist auch gut so.

Aber die Einstellung ist anders geworden.
Da gibt es Generationsveränderung.
 
Ich kann nicht behaupten, dass die junge Generation eine andere Einstellung hat. In unserem Team sind viele junge Kolleginnen, ich gehöre da eher zum alten Eisen.
Die jungen haben ganz viel Motivation, legen aber auch viel Wert auf ihr (ungestörtes!) Privatleben.... und davon könnten wir (alten) uns eine Scheibe abschneiden. Genau so wie die Forderungen nach vernünftigen Arbeitsbedingungen,... Auch die PDL und die Klinikleitung müssen langsam mal realisieren, dass Pflegekräfte nicht rund um die Uhr zur freien Verfügung stehen, sondern ein Anrecht auf Privatleben haben und unter guten Arbeitsbedingungen (Ausreichend Personal und damit ausreichend Zeit für die Patienten etc.) arbeiten wollen.
Dieses Engagement diesbezüglich ist uns doch völlig abhanden gekommen, wir finden es doch viel einfachere die Faust in die Tasche zu machen und doch mal wieder einzuspringen oder unter widrigsten Bedingungen unter teils Patientengefährdenden oder die eigene Gesundheit gefährdenden Bedingungen zu arbeiten. Die Jungen haben noch Energie und wehren sich... diese Energie ungenutzt verpuffen zu lassen - oder schlimmer noch, ersticken zu wollen, nimmt derPflege allgemein mal wieder die Chance, Arbeitsbedingungen zu verbessern.
 
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