News Pflegende arbeiten häufiger an ihrer Leistungsgrenze als andere

Dieses Thema im Forum "Pressebereich" wurde erstellt von Redaktion, 10.07.2018.

  1. Redaktion

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    30 Prozent der Beschäftigten in den Pflegeberufen arbeiten oft an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Darauf weist jetzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit Sitz in Dortmund auf ihrem neuen Faktenblatt "Arbeiten an der Leistungsgrenze" hin.

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  2. Resigniert

    Resigniert Poweruser

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    Es fehlt noch die Prozentzahl derjenigen, die über ihrer Grenze der Leistungsfähigkeit arbeiten.
    Ich bemerke bei mir in letzter Zeit eine veränderte Wahrnehmung von der Arbeitseschwindigkeit Anderer.
    Ich bin aus gesundheitlichen Gründen Teilzeitbeschäftigte, habe aber einige nicht anstrengende Ehrenämter. In einem besteht meine "Arbeit" nur aus Aufpassen. Ich beobachte seit einem Monat eine Flachdachgrundrenovierung und habe das Gefühl, die Arbeiter arbeiten in Zeitlupe.
    Ich wette aber, dass sie nur sorgfältig arbeiten und alles richtig gut und überlegt machen wollen - ich möchte in meinem Beruf als Krankenschwester im Krankenhaus auch so arbeiten dürfen!
     
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  3. malu68

    malu68 Poweruser

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    Interessant was du da berichtest...

    Ich bin ja vor 2,5 Jahren aus der ZNA in eine Praxis gegangen.
    Als ich da ankam, hab ich gedacht ich wär im falschen Film. Meine Kollegen dort sprachen von Stress und ich war zu Tode gelangweilt. Vor lauter Langeweile empfand ich schon wieder Stress, weil ich meine Energie nicht abbauen konnte.

    Mittlerweile hab ich zu schätzen gelernt, sich in Ruhe der Arbeit und vor allem Patienten zu widmen...ich habe gelernt, langsam und sorgfältig zu arbeiten... und ich geh immer noch erholt nach Hause.
    So platt, ausgewrungen und bis in die Knochen erschöpft habe ich mich nach der KH-Zeit nie wieder gefühlt.

    Ich merke immer wieder, dass ich so einen Stress wie im KH nie wieder möchte. Ich hab sofort ein warnendes Rauschen im Ohr (ich hatte im KH einen Hörsturz, durch den mir klar wurde, dass ich zum Erhalt meiner Gesundheit kündigen muss)...
     
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  4. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ja, so empfinde ich das auch. Entschleunigen lerne ich gerade. Nicht so einfach, wenn man dreissig Jahre alles im Galopp gemacht hat.
     
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  5. Martin H.

    Martin H. Poweruser

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    Ja, so ähnlich ging es mir anfangs, als ich in der ambulanten Intensivpflege angefangen habe:
    Ich war ja noch das Tempo aus der Klinik gewohnt und hab z. B. den Pat. in Rekordzeit früh gewaschen. Oder, als es darum ging, zusammen mit dem Ergotherapeuten den Pat. zu beüben, hatte ich halt auch ein irres Tempo drauf (was für den Pat. sicher nicht unbedingt so von Vorteil war).
    Der Therapeut meinte dann sowas wie "langsam, langsam" und hatte damit ja auch im Prinzip vollkommen recht. Ich hab ihm dann versucht, klarzumachen, daß man ca. 20 Jahre in der Klinik und das damit verbundene Tempo nicht so einfach von heute auf morgen ablegen kann. Er hat das dann so ein bißchen belächelt, ob es bei ihm ankam weiß ich nicht...
    Jedenfalls dachte ich mir dann im Nachhinein, da er das Problem ja offensichtlich nicht kannte: So einen lockeren Job wie ihr hätte ich bzw. hätten wir in der Klinik auch gern haben wollen...
    Naja, inzwischen bin ich da auch ruhiger und entspannter geworden und lasse mir mehr Zeit, was ja auch meinen Pat. sehr zugute kommt! 8-) Dieses hektische Rumgereiße auf Teufel kommt raus bringt letztlich niemandem was, und gerade ältere, evtl. demente, wahrnehmungsgestörte Pat. leiden darunter und werden noch völlig konfus gemacht! Gut, daß ich mir das jetzt besser einteilen kann.
     
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