Der Bericht deckt sich mit meinen Erfahrungen als Intensivpflegekraft.
Allerdings würde ich unseren Ärztinnen und Ärzten gar nicht unterstellen wollen, dass sie eine unverständliche Sprache zur Kommunikation mit Angehörigen und Patienten wählen, die erst einer Übersetzung bedürfte.
Viel häufiger ist es schlicht die Überforderung der Angesprochenen, die Informationen zu verarbeiten.
So bleibt es eben oft an uns Pflegekräften hängen das Besprochene zu wiederholen, für Nachfragen offen zu sein, und das Ganze auch in einen Handlungskontext einzubinden ("was passiert jetzt", "wie geht es weiter", ...).
Die Angehörigen/Patienten brauchen manchmal einfach mehrere Anläufe bis die - in der Regel sehr einschneidenden - Informationen wirklich bei ihnen ankommen und verstanden werden.
Unser Dokumentationssystem beinhaltet auch eine Rubrik "Angehörigengespräche" wo dokumentiert wird wer, wann, welche Informationen an wen gegeben hat, so dass jede Person, die in die Betreuung eingebunden ist, sich den aktuellen Stand des Informationsflusses anschauen kann. Ist noch ein bißchen in den Kinderschuhen, entwickelt sich aber...
Gruß spflegerle