News Pflegekammerkonferenz: Vorstufe für Bundespflegekammer wird etabliert

Das wird doch langsam! :daumen:

"Der Begriff Bundespflegekammer steht noch in Klammern, weil es erst drei Kammern auf Länderebene gibt. Es werden aber mehr – in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalensind Landespflegekammern geplant."

Ja, vor allem BaWü wäre langsam mal an der Zeit, in die Pötte zu kommen - die Abstimmung ist ein Jahr her.

"Alle noch entstehenden Landespflegekammern sollen in der Konferenz mitwirken können, wenn ihre Unabhängigkeit durch Mitgliedsbeiträge gesichert ist.
Außerdem sollen die Mitglieder den Großteil der Berufsgruppe im jeweiligen Land umfassen. „Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern erfüllt beide Voraussetzungen nicht“, hieß es hierzu."


Genau so ist es. Leider. :(

"Weitere Themen sind die Personalbemessung und die Lohnangleichung von Pflegekräften im Krankenhaus und in der Altenpflege. Offen zeigt sich die Pflegekammerkonferenz für eine Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Berufsverbänden."

:up:
 
„Unsere Mitglieder erwarten, dass wir uns auf Bundesebene für sie einsetzen und politische Entscheidungen nicht einfach über uns ergehen lassen“, sagte Schleswig-Holsteins Kammerpräsidentin Patricia Drube der „Ärzte Zeitung“. „Deshalb brauchen wir eine Vertretung in Berlin.“

Kann sein, dass die Mitglieder, die pro Kammer sind, das erwarten. Alle die, die die Zwangsmitgliedschaft nicht wollen, erwarten gar nichts. Hier wird so getan, als sprächen die Herrschaften für alle Pflegekräfte. Das tun sie nicht! Erstens weil es nicht überall Landespflegekammern gibt und zweitens weil viele nicht Mitglied sein wollen. Warum beweisen sie nicht erst mal auf Landesebene, dass sie etwas für die Pflege erreichen können! Dann kann man an die Bundesebene denken.....
 
Hier wird so getan, als sprächen die Herrschaften für alle Pflegekräfte.
Nein, wird es nicht. :wink1: Denn, wie Du ja selber schon schreibst, sind die Pflegekräfte der meisten Bundesländer nicht verkammert. Und Frau Drube spricht ja auch völlig richtig von "unsere Mitglieder" - sie ist ja "nur" Kammerpräsidentin in Schleswig-Holstein!
Trotzdem heiße ich die Entwicklung hin zu einer Bundespflegekammer gut, denn es ist sinnvoll, wenn sich die bestehenden drei untereinander absprechen und nicht in jedem Bundesland dann sich widersprechende Regelungen aufgestellt werden.
 
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Nee Martin, auch wenn sie schreibt unsere Mitglieder, spricht sie nicht für alle!
Die Leute sind nicht alle freiwillig Mitglied, man muss Mitglied werden als Pflegekraft, hat keine Wahl! Und für mich und wahrscheinlich diverse andere, die zwangsweise Mitglied werden müssen, wird sie nicht sprechen!
 
Nie meint ein Vorstandsmitglied, welches "unsere Mitglieder" sagt, 100% der Mitglieder. Selbst in Organisationen, in denen man freiwilliges Mitglied ist, besteht (zumindest in demokratischen Ländern) nie eine 100%tige Zustimmung
 
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Nee Martin, auch wenn sie schreibt unsere Mitglieder, spricht sie nicht für alle!
Ach Ludmilla, was soll das denn, diese wie ICH es empfinde fast polemische zumindest aber Prinzipienreiterei zur Kammer.

Ich lese seit Wochen zu diesem Thema von dir - ich bin dagegen - ja und nun?
Das bringt uns sicher weiter!?
Ich darf dich erinnern, dass das mit der Freiwilligkeit schon mal in die Hose gegangen ist - bei der Gewerkschaft Pflege, wie du dich vielleicht erinnerst.

Meine Güte - natürlich spricht keine Vereinigung, Kammer, Gewerkschaft, Berufsverband usw. usw. usw. für ALLE.
Was soll diese Überflüssige Diskussion.

Übrigens rein inhaltlich, was ist argumentativ gegen die Aussagen von den beiden Präsidentinnen zu sagen?
Das wollen wir doch - MEHR EINFLUSS - Mitsprache bei der Gesetzgebung - Gehört werden - dagegen kann doch niemand sein, ob Kammermitglied oder nicht.

Damit spricht sie für eine langjährige Forderung DER PFLEGE.

Übrigens - bei berufspolitischen Diskussionen mit Landes- und Bundestagsabgeordneten habe ich immer wieder fast verzweifelt, im Bettelton gehört
Mensch organisiert euch doch irgendwie, DIE POLITIK hat keinen wirklichen Ansprechpartner in der Pflege, schafft euch doch endlich eine Vertretung, damit wir jemand haben mit dem wir sprechen können.
Somit greifen die Politiker aus lauter Verzweiflung auf einen Herrn Meurer und Co. oder Ärztevertreter etc. zurück.
Auch kam schon verschiedentlich der Spruch - Gesundheit ist Gemeinwohl - und wenn ihr es nicht auf die Reihe bekommt euch zu Organisieren, werden WIR - die Politik - das für euch übernehmen - traurig aber wahr.
Aus lauter Verzweiflung, mangels Ansprechpartner etabliert die Bundesregierung einen Pflegebevollmächtigten, das diese sonst keinen Ansprechpartner findet - traurig aber wahr.

Und Ludmilla, deine viel beschworene Freiwilligkeit - wir sollten aus der Geschichte lernen und nicht ständig die selben Fehler wiederholen, diese viel beschworene Freiwilligkeit unserer Berufsgruppe hat in den letzten mind. 30 Jahren nicht funktioniert.
Wir Zwingen DIE POLITIK zum Handeln, Mangels unserer Untätigkeit - aber wir können ja anschließend wieder darüber Jammern, was die denn für einen Mist machen.
Uns konstruktiv Einbringen, bevor es Berufsfremde für uns machen, das sollten wir endlich kapieren.
Glaubt irgendjemand, dass die Ärztekammer, da noch lange zuschaut und mitmacht, wenn Mangels Pflegepersonal denen Gelder verloren gehen?
Sicher nicht, mischen sich ja jetzt schon ein, sicher nicht im Interesse der Pflege.
Dass eine Ärztekammer Druck, sogar massiven Druck ausüben kann, wenn es um ihre Interessen geht, dass wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen.
Dazu kommen die KH und Ambulante, sowie AHträger, wie Stadt, Bezirk, Land, die sich sicher Möglichkeiten überlegen dem Pflgpersonalmangel zu begegnen um durch Bettensperrungen und ausgefallenen OPs aus den roten Zahlen rauszukommen.
Denn auch davon hängt ihre Wiederwahl ab und machen Bundespolitikern Druck zu agieren.
Ich kann mir nicht Vorstellen, dass die Kommunal und Landespolitiker Rücksicht auf die Befindlichkeit von ein paar Pflegekräften (im Vergleich zur gesamten Wählerschaft) nehmen, die zwar dagegen sind, aber selbst keinen erfolgsversprechenden Vorschlag haben.

Wir sollten endlich mal FÜR ETWAS sein und nicht ständig gegen was.

Und bitte - nichts im Leben ist 100%ig, wie oben geschrieben, nichts und niemand spricht für ALLE.
So eine Diskussion ist müssig und unsinnig.
Da kann ich auch Diskutieren ob das Wasser nass ist.

Auch wenn eine Pflegekammer eine Zwangsmitgliedschaft hat, sind die Aussagen derer Präsidentinnen inhaltlich noch lange nicht falsch - darüber sollte man sachlich diskutieren. Das ist das Einzige was und weiterbringen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie vermitteln, aus meiner Sicht, mit dieser Aussage den Eindruck dass sie für alle sprechen.
Mir ist das alles bewusst, was du schreibst renje. Aber ich bin dennoch nicht überzeugt (habe ich schon dutzende Mal geschrieben). Ich werde bis zu dem Zeitpunkt meine Gegenposition öffentlich bekunden, bis die Kammer überall gegründet ist. Ich möchte mir nicht sagen lassen, wenn es schiefgeht, die Gegner hätten sich ja nicht geäußert.

Dass die Kammer wahrscheinlich überall kommen wird, ist mir auch klar! Aber ich bin nicht gewillt das wortlos über mich ergehen zu lassen...., und noch was! ich bin in meinen 32 Jahren Berufsleben für ganz vieles gewesen unter anderem überzeugtes Mitglied der Gewerkschaft Pflege! Ich bin überzeugter Gegner einer Kammer und werde sie nicht mangels Alternativen gutheißen!
 
Sie vermitteln, aus meiner Sicht, mit dieser Aussage den Eindruck dass sie für alle sprechen.
Och Mensch ich glaube wir haben jetzt ausreichend dargestellt, dass NIEMAND, keine Organisation o.ä. niemals für ALLE sprechen kann, das ist doch Fakt.
Und jetzt haks endlich ab. Das ist für mich ein Nebenkriegsschauplatz, den du da immer wieder beackerst.

unter anderem überzeugtes Mitglied der Gewerkschaft Pflege! Ich bin überzeugter Gegner einer Kammer und werde sie nicht mangels Alternativen gutheißen!
Da haben wir was gemeinsam mit verdi - ich auch.
Was haben wir daraus gelernt???
Wenn du darauf wartest, dass sich DIE PFLEGE freiwillig organisiert - da kannste lange warten.

Allerdings unterscheiden wir und ganz gewaltig im zweiten Satz - solange ich keine bessere Alternative habe, betätige ich mich wenigstes nicht destruktiv und halte die Füsse still.

Ich möchte mir nicht sagen lassen, wenn es schiefgeht, die Gegner hätten sich ja nicht geäußert.
Och Ludmilla, so zart beseitet kommst du mir gar nicht vor, dass dir dies schlaflose Nächte oder ähnliches bereiten könnte.:nurse::razz1:
 
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Och Mensch ich glaube wir haben jetzt ausreichend dargestellt, dass NIEMAND, keine Organisation o.ä. niemals für ALLE sprechen kann, das ist doch Fakt.
Und jetzt haks endlich ab. Das ist für mich ein Nebenkriegsschauplatz, den du da immer wieder beackerst.


Da haben wir was gemeinsam mit verdi - ich auch.
Was haben wir daraus gelernt???
Wenn du darauf wartest, dass sich DIE PFLEGE freiwillig organisiert - da kannste lange warten.

Allerdings unterscheiden wir und ganz gewaltig im zweiten Satz - solange ich keine bessere Alternative habe, betätige ich mich wenigstes nicht destruktiv und halte die Füsse still.

Och Ludmilla, so zart beseitet kommst du mir gar nicht vor, dass dir dies schlaflose Nächte oder ähnliches bereiten könnte.:nurse::razz1:

Ich warte nicht darauf, dass sich Pflege freiwillig organisiert, da bin ich desillusioniert!
Die meisten Pflegenden, das sehe ich so im Alltag, wollen dass sich die Gehälter erhöhen, Dienste zu besonderen Zeiten besser honoriert werden. Vielleicht noch die Arbeitsbedingungen, aber wenn ich mir so anschaue was Pflegende so alles mit sich machen lassen, scheint das nicht so vorrangig zu sein. Dazu reicht für mich die Gewerkschaft und mündige Pflegende!
Ich halte die Kammer für einen teuren von Zwangsmitgliedern finanziertes Konstrukt, von dem ich nicht erwarte, dass es den Pflegenden nutzt. Und deshalb werde ich solange darauf hinweisen, wie ich möchte und die Füße dann stillhalten wenn es nicht mehr zu ändern ist oder man mich überzeugt hat!

Um meine Psyche mach dir keine Sorgen, es geht mir wunderbar und schlaflose Nächte bekomme ich deswegen garantiert nicht. Es geht mir nur darum evtl noch nicht informierte Pflegekräfte zu motivieren sich mit dem Thema auseinander zu setzen und nicht nur die Befürworter zu hören. Wo ist das Problem dabei? Wenn die Kammerargumente so nachvollziehbar sind, dann wird doch nichts weiter passieren außer dass ihr ab und an meine Gegenbeiträge lesen müsst.
 
Bei deinem zweiten Satz Blick ich nicht durch, hast du den wirklich so gemeint?
"was so Pflege mit sich machen lassen, dazu reicht eine Gewerkschaft" - versteh ich nicht - abgesehen davon ist es nicht primäre Aufgabe einer Gewerkschaft Arbeitsbedingungen konkret zu verbessern?!

Und wenn man alles so mit sich machen lässt - wie verträgt sich das mit mündige Pflegende - sind scheinbar kaum welche da?

nochmal - es geht mir nicht darum die Kammer als das allein seligmachende zu Verteidigen, sondern darum, dass ich diese als das beste Mittel sehe, das DIE PFLEGE langfristig Stimme und Macht bekommt.

DIE PFLEGE kann sich nicht weiter weigern ihrer gesundheitspolitischen und gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden in diesem Lande. Der Zug ist in Bewegung
Die Frage ist doch nur - bestimmen wir mit in welche Richtung oder warten wir jammernd im Speisewagen wohin WIR gefahren werden?

Nur dagegen zu sein in kein Argument.
Ich möchte einfach von DEN Kammergegnern Wissen, wie DIESE sich ein Lösung vorstellen - Schweigen im Walde, da kommt oft leider keine Diskussion zu Stande - Schade.
 
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Renje ich habe mich keiner Diskussion verweigert, in diesem Forum mehrfach in diversen Threads meine Argumente kundgetan. Ich bin nicht nur dagegen!

Ich glaube, dass die meisten, leider tatsächlich schweigenden Pflegekräfte, eine bessere Bezahlung und bessere Bedingungen wollen und damit planbarere Dienste meinen. Um die Gehälter kümmern sich die Gewerkschaften, die Dienstpläne könnten sie selbst beeinflussen, tun sie aber nicht. Diese Dinge werden werden die Kammern aber auch nicht beeinflussen!


Beim dbfk steht sinngemäß: „Die Pflegekammern sollen Interessen der Bevölkerung stellvertretend für den Staat wahrnehmen und die Angehörigen sollen sich verpflichten ihre Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll zu führen.Grundsätzliches Ziel einer Pflegekammer ist daher die Sicherstellung einer sachgerechten Pflege für die Bevölkerung. Die beruflichen Belange der Pflegenden soll gefördert und unter Beachtung der Interessen der Bevölkerung überwacht werden.“


Dazu wird gehören, Fortbildungen nachzuweisen. Grundsätzlich gut, aber niemand sagt wer das bezahlen soll!

Die Pflegekammer wird nicht die individuellen Interessen der einzelnen Pflegekraft vertreten.
Es geht primär um die Interessen der Bevölkerung zur pflegerischen Versorgung! Um die Interessen der Pflegenden geht es nur im Nachgang, warum sollen das die Pflegenden mit ihrem teils mickrigen Gehalt bezahlen. Mag sein dass die Kammer das Ansehen des Berufs bessern soll, wie das durch Regelung der Berufsordnung, Regelung der Fort- und Weiterbildung und politischer Vertretung geschehen sehe ich nicht.
Das nur nochmal in Wiederholung um nicht ständig bestätigen zu müssen nur einfach dagegen zu sein.

Ich werde jetzt nicht alle meine Ansätze wiederholen um meine Position gegen die Kammer zu begründen. Steht alles irgendwo in diversen Threads im Forum. Ich lese mir zu dem Thema alles durch was hier gepostet wurde, mich hat bisher aber nichts überzeugt.
Es steht euch frei das zu versuchen, aber ich werde solange im Gegenzug immer wieder meine Gegenposition kundtun! Was ist schlimm daran?
Für mich reichen die bisherigen Strukturen, Gewerkschaft und Berufsverband, schön wären auch einige mehr mündige Pflegekräfte...., dafür wird die Kammer aber auch nicht sorgen!
 
Hallo Ludmilla,

Auch wenn ich (als Kammer-Befürworter) nicht nicht die selben Schlussfolgerungen aus der derzeitigen Situation ziehe, finde ich es gut, dass du deine Meinung weiter vertrittst.:daumen:

Mir persönlich reichen die bisherigen Strukturen nicht aus und ich sehe (leider) die Gewerkschaft (aus persönlicher negativer Erfahrung) als wichtiges, aber unzureichendes Instrument der Strukturverbesserung an.
Natürlich würden mündige Pflegekräfte vieles verbessern. Von denen gibt es aber leider nicht genug. Was aber meinen Meinung nach auf alle Berufsgruppen zutrifft. Daher wird man langfristig nur durch eine Struktur wie die einer Kammer etwas bewegen und erreichen. Die Einführung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts ist dann der erste Schritt dazu.

Ich möchte aber lieber Strukturen und Regelungen haben, die "auf dem Mist" eingener Berufsvertreter (= Kammerabgeordneter) gewachsen sind. Zur Zeit sind nämlich ALLE Gesetze und Regelungen unseres Berufes ausnahmslos fremdbestimmt.
Mein Lieblingsbeispiel: Fachweiterbildung Anästhesie/Intensiv wird meist nach den Vorgaben des DKG durchgeführt. Ausgeschrieben: Deutsche Krankenhaus Gesellschaft , also ein Verbund von ARBEITGEBERN oder wie sie es selbst auf ihrer Internetseite schreiben :"Als Bundesverband steht die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) für 28 Mitgliedsverbände von Krankenhausträgern"
Unabhängig davon, ob die Qualität der Ausbildung gut oder schlecht ist (kann ich nicht beurteilen, da ich nicht in diesem Bereich arbeite) stellt sich einem auf den ersten Blick die Frage, welche Interessen ein AG-Verband mit einer Weiterbildungsordnung für Pflegekräfte vertritt. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.:weissnix:

Ich persönlich habe die Hoffnung, das eine eigene Kammer langfristig die gleichen Erfolge erreichen kann, wie beispielsweise die Ärztekammer . Zum Beispiel, in dem Tätigkeiten der Pflege als "nicht delegierbar" definiert werden. Dann müssten Fachkräfte die Tätigkeiten durchführen und würden so auch langfristig dafür sorgen, dass Fachpflegekräfte nicht "billig" ersetz werden.
Macht die Ärztekammer schon seit vielen Jahren so, um eigene Personalstärke zu halten.

Du siehst, ich habe noch Hoffnung. Auch wenn ich deine ablehnende Haltung (teilweise) nachvollziehen kann. Mir geht es mit Gewerkschaften ja so ähnlich :wink1:

LG Einer

P.S. Du würdest meiner Ansicht nach übrigens gut als aktiver Delegierter in die Kammer passen. Man braucht in solchen Strukturen immer Menschen, die Tätigkeiten und Abläufe in Frage stellen bzw. Hinterfragen. Davon gibt es immer zu wenige.:flowerpower:
 
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P.S. Du würdest meiner Ansicht nach übrigens gut als aktiver Delegierter in die Kammer passen. Man braucht in solchen Strukturen immer Menschen, die Tätigkeiten und Abläufe in Frage stellen bzw. Hinterfragen. Davon gibt es immer zu wenige.:flowerpower:

Danke für das Kompliment, aber ich würde aufgrund meines derzeitigen Jobs (Kodierfachkraft) lieber gar nicht Mitglied und würde in der Kammer schnell allen auf die Nerven gehen, weil es wegen meinem Hinterfragen nicht voran gehen würde!
Ich bin was die Pflege angeht desillusioniert, aber, und auch das habe ich bereits mehrfach geschrieben, wünsche den Pflegekräften viel Erfolg. Ich habe im Alltag den Eindruck, dass viele nicht verstehen was die Kammer bewirken soll und wofür sie da sein soll! Es hat jeder die Möglichkeit sich zu informieren, aber die Infos der Kammerbefürworter kommen ja scheinbar auch nicht wirklich an!
 
Ich glaube, dass die meisten, leider tatsächlich schweigenden Pflegekräfte, eine bessere Bezahlung und bessere Bedingungen wollen und damit planbarere Dienste meinen. Um die Gehälter kümmern sich die Gewerkschaften, die Dienstpläne könnten sie selbst beeinflussen, tun sie aber nicht. Diese Dinge werden werden die Kammern aber auch nicht beeinflussen!
Oh doch!
So sind Dienstpläne z. B. abhängig von Arbeitsgesetzen; und es ist unfaßbar, was hierzulande tatsächlich legal machbar ist! Der Staat hat hier wirklich nur die allerniedrigsten Mindeststandards vorgegeben, etliche Arbeitgeber (meist öffentliche/kommunale) bieten bessere Konditionen an, z. B. daß der Dienstplan ein paar Wochen vorher verbindlich vorliegen muß. Gesetzlich sind hier aber nur 4 Tage (!!!) vorgegeben, und diesen Umstand nutzen ganz viele (häufig private) AG auch weidlich aus.
Da Kammern politischen Einfluß (d. h. auf die Gesetzgebung) haben, hätten sie hier sehr wohl die Möglichkeit, dies zu ändern.
Selbst bei den Gehältern:
Im Prinzip eine Sache zwischen AG und AN (Gewerkschaften). Aber es ist dem Staat durchaus möglich, hier trotz Tarifautonomie einzugreifen und z. B. Mindestlöhne durchzudrücken. Also hätte hier theoretisch auch eine Kammer Einflußmöglichkeiten.
Beim dbfk steht sinngemäß: „Die Pflegekammern sollen Interessen der Bevölkerung stellvertretend für den Staat wahrnehmen und die Angehörigen sollen sich verpflichten ihre Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll zu führen.Grundsätzliches Ziel einer Pflegekammer ist daher die Sicherstellung einer sachgerechten Pflege für die Bevölkerung. Die beruflichen Belange der Pflegenden soll gefördert und unter Beachtung der Interessen der Bevölkerung überwacht werden.“


Dazu wird gehören, Fortbildungen nachzuweisen. Grundsätzlich gut, aber niemand sagt wer das bezahlen soll!

Die Pflegekammer wird nicht die individuellen Interessen der einzelnen Pflegekraft vertreten.
Es geht primär um die Interessen der Bevölkerung zur pflegerischen Versorgung!
Das ist so nicht ganz richtig.
Es ist kein "entweder - oder", sondern ein "sowohl als auch".
Auch die Ärztekammern haben sich ja "die Interessen der Bevölkerung" auf die Fahnen geschrieben, vertreten aber auch knallhart die Interessen ihres Berufsstandes gegenüber dem Staat bzw. der Restbevölkerung.
Und zwar mit großem Erfolg.
Mag sein dass die Kammer das Ansehen des Berufs bessern soll, wie das durch Regelung der Berufsordnung, Regelung der Fort- und Weiterbildung und politischer Vertretung geschehen sehe ich nicht.
Auch das ist ja nur ein kleiner Teil der Aufgaben einer Kammer, siehe oben.
Das nur nochmal in Wiederholung um nicht ständig bestätigen zu müssen nur einfach dagegen zu sein.

Ich werde jetzt nicht alle meine Ansätze wiederholen um meine Position gegen die Kammer zu begründen. Steht alles irgendwo in diversen Threads im Forum.
Auch die Argumente Pro Kammer von mir und anderen stehen in diversen Threads dieses Forums. 8-)
Ich lese mir zu dem Thema alles durch was hier gepostet wurde, mich hat bisher aber nichts überzeugt.
Ja, so geht es mir mit den Argumenten der Kammergegner.
Aber Du hast recht, Deine Position weiterhin zu vertreten, immerhin ist das ja ein Diskussionsforum und nicht eins, in dem alle einer Meinung sein müssen! :wink:
 
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hallo,
in letzter zeit ging auch bei uns das Thema Pflegekammer durch die Vorlesungen (UNI Pädagogik in der Pflege) und auf Arbeit ist es sowieso vertreten.
Bundespflegekammer finde ich meines Erachtens einfach wichtig. Denn wenn man sich einfach die unterschiedlichsten Qualitäten und inhaltlichen Strukturen der Schulen (jedes Bundesland seine speziellen Vorstellungen der Rahmenlehrpläne etc. hat - da wird man irre) anschaut, dann wäre es doch schon man nett (in Zeiten des Pflegenotstandes & der nächsten Pflegenotstandsgeneration) einheitliche Lehr- & Lernziele zu vereinbaren. Und werden denn nicht Pflegekräfte durch "Aufklärung" "Lehre und Informations /Wissenvermittlung" erst recht mündig gemacht/ befähig???:anmachen:

Ich persönlich denke, dass sich die Inhalte, Ziele und Strukturen der Pflegekammer noch ändern wird. Soweit ich das weiß, passt sich auch die Handwerkskammer den neuen /alten Notständen an.

meine Kommilitonen hatten diskutiert zwecks Beitritt:
1.) alle Ärzte in D sind automatisch Mitglied der Ärztekammer
2.) kann der Mitgliedbeitrag nicht darüber errechnet werden, anhand des aktuelle soziale Status ( KInder, Pflege der Angehörigen, Erkrankungen ect.) der Schwestern/ Pfleger ...?

LG:rocken:
 
2.) kann der Mitgliedbeitrag nicht darüber errechnet werden, anhand des aktuelle soziale Status ( KInder, Pflege der Angehörigen, Erkrankungen ect.) der Schwestern/ Pfleger ...?
Schöner Ansatz :fidee:

Leider würde so eine Art der Berechnung genau das erzeugen, was keiner will: Ein Bürokratiemonster.
Der Mehraufwand bei der Beitragsermittlung müsste bezahlt werden und würde so den Beitrag von allen erhöhen. Es gäbe nur Verlierer.:cry:
Der Beitrag liegt z.B. bei der Pflegekammer Niedersachsen zwischen 3€ (ab 9861€ Jahres-Bruttoverdienst) und 18 € (über 54.450 € Jahres-Bruttoverdienst) im Monat. Da unsere Löhne bei den meisten immer leicht Schwanken (z.B. Nachtdienste, Bereitschaft,..) sind die Beiträge meiner Ansicht nach im "Schwankungsbereich". Daher ist die Aufregung, die darüber herrscht, für mich nicht nachvollziehbar.

LG Einer.