News Pflegekammer weiterhin in der Kritik

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Auch nach Abschaffung der Mitgliedsbeiträge ist die Pflegekammer in Niedersachsen weiterhin umstritten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fordert, die Akzeptanz der Pflegekammer zu evaluieren und auch Alternativen abzuwägen.

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Martin H.

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Und ich fordere, die schwachsinnigen Forderungen von Verdi zu ignorieren.

Des weiteren hoffe ich - nachdem die Politik ihre Versäumnisse nachgeholt und sich (endlich) zu einer Anschubfinanzierung durchringen konnte und die niedersächsische Pflegekammer hoffentlich bald stabil dasteht - daß dann wieder zeitnah Beitragspflicht für Mitglieder eingeführt wird, um eine unabhängige Arbeit der Kammer zu gewährleisten.
 
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Verdi soll vor der eigenen Hütte kehren, da gibt's genug zu tun! Vielleicht mal das anpacken, was in den letzten Jahrzehnten von der "Dienstleitungsgewerkschaft" verpennt wurde......
 
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Ich finde die Forderungen gar nicht so schwachsinnig. Schließlich positionieren sich jetzt eine Menge Pflegekräfte gegen die Kammer und dass obwohl es ja angeblich eine soo große Zustimmung gab.

@mateas: Was hat Verdi denn deiner Meinung nach verpennt? Warum sollten die kaum gewerkschaftlich organisierten Pflegekräfte auf der Prioritätenliste von Verdi stehen?
 

Martin H.

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Es gab eine eindeutige Zustimmung zur Pflegekammer in Niedersachsen. Aber das darf ja nicht sein! 8O
Klar, da muß man jetzt nur so lange evaluieren und abstimmen, bis einem das Ergebnis passt.
 

ludmilla

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Das ist doch nicht wahr und das weißt du auch! Es gab eine, so wie es heißt, repräsentative Abstimmung mit einer prozentual hohen Zustimmung!
Aber es gibt jetzt eine nicht ganz geringe Anzahl von Pflegekräften die es trotz der hohen Zustimmungsrate scheinbar nicht wollen und sich wehren. Wie erklärt man sich das? Irgendetwas läuft da schief! Aber das darf ja auch nicht sein....Es geht doch nicht darum solange zu evaluieren bis einem das Ergebnis passt! Es geht darum dass man die vielen Pflegekräfte ernst nimmt, die dagegen sind und sich nun öffentlich äußern!
Mir zeigt das, dass die Pflegenden nicht ausreichend wussten um was es geht, nicht ausreichend informiert sind!
Was auch meine Erfahrung ist, wenn man Pflegekräfte mal einfach so im Gespräch fragt. Sie wissen nicht, um was es geht, wissen nicht was die Pflegekammer soll?
Sie wissen nichts vom Mitgliedszwang, dass sie Beiträge zahlen müssen. Und das in NRW, wo kürzlich abgestimmt wurde...., mir stellt sich da die Frage wie man bei dieser Abstimmung von repräsentativ sprechen kann?
Ich bin da ehrlich gesagt sehr skeptisch und nicht überzeugt......
 

Martin H.

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Das ist doch nicht wahr und das weißt du auch!
Was soll nicht wahr sein? Daß man jetzt versucht, so lange zu evaluieren und abzustimmen, bis es paßt? Doch, das ist ganz offensichtlich so!
Aber es gibt jetzt eine nicht ganz geringe Anzahl von Pflegekräften die es trotz der hohen Zustimmungsrate scheinbar nicht wollen und sich wehren. Wie erklärt man sich das?
Daß die schweigende Mehrheit der Pflegekräfte PRO Pflegekammer ist.
Warum sollte ich z. B. in meinem Bundesland auf die Straße gehen für etwas, das es bereits hier gibt?
Das ist doch genau wie bei den Pegida-Schreihälsen:
Da versucht eine kleine, aber sehr laute Minderheit zu suggerieren, sie wäre die Mehrheit! :lol: Das ist aber ganz offensichtlich nicht so.
Es geht doch nicht darum solange zu evaluieren bis einem das Ergebnis passt!
Doch, genau darum geht´s!
Jetzt stell Dir mal vor, man würde in den Bundesländern Hamburg oder Hessen (die beiden einzigen Bundesländer, in denen die Pflegekräfte KONTRA Pflegekammern abgestimmt hatten) so lange "nachkarteln", bis ein anderes Ergebnis rauskommt. Da wärst Du doch auch zu Recht sauer, oder?
Mir zeigt das, dass die Pflegenden nicht ausreichend wussten um was es geht, nicht ausreichend informiert sind!
Untersuchungen zeigten aber auch bereits mehrfach, daß die Zustimmungsrate zu Pflegekammern steigt, je informierter die Pflegekräfte sind.
Was auch meine Erfahrung ist, wenn man Pflegekräfte mal einfach so im Gespräch fragt. Sie wissen nicht, um was es geht (...)
Ja... das ist leider ein sehr altes Problem der (Profession?) Pflege: Nix wissen (wollen), sich für nix interessieren.
Man hat aber halt auch als AN eine gewisse Pflicht, sich über alle Neuerungen des eigenen Berufsstandes zu informieren. Egal ob fachlicher oder auch (in diesem Fall) berufspolitischer Art.
Genau dafür gibt´s diverse Fortbildungen und/oder Fachzeitschriften.
Die Idee der Pflegekammer gibt es nicht erst seit zwei Tagen, sondern die wird bereits seit den 80er/90er Jahren sehr intensiv diskutiert.
Kein Mitleid.
 

ludmilla

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Das ist doch genau wie bei den Pegida-Schreihälsen:
Da versucht eine kleine, aber sehr laute Minderheit zu suggerieren, sie wäre die Mehrheit! :lol: Das ist aber ganz offensichtlich nicht so.
So offensichtlich ist das nicht! Es haben eine ganze Menge die Petition gegen eine Pflegekammer unterschrieben....., da kann man nicht von einer Minderheit sprechen.
Jetzt stell Dir mal vor, man würde in den Bundesländern Hamburg oder Hessen (die beiden einzigen Bundesländer, in denen die Pflegekräfte KONTRA Pflegekammern abgestimmt hatten) so lange "nachkarteln", bis ein anderes Ergebnis rauskommt. Da wärst Du doch auch zu Recht sauer, oder?
Wenn sich zeigen würde, dass das Ergebnis nicht nachvollziehbar wäre und eine Vielzahl von Pflegekräften sich öffentlich dafür positioniert, dann wäre ich durchaus dafür es zu überprüfen!

Untersuchungen zeigten aber auch bereits mehrfach, daß die Zustimmungsrate zu Pflegekammern steigt, je informierter die Pflegekräfte sind.
Da wäre ich aber mal für einen Link dankbar...


Genau dafür gibt´s diverse Fortbildungen und/oder Fachzeitschriften.
Genau dafür gibt´s diverse Fortbildungen und/oder Fachzeitschriften.
Die Idee der Pflegekammer gibt es nicht erst seit zwei Tagen, sondern die wird bereits seit den 80er/90er Jahren sehr intensiv diskutiert.
Kein Mitleid.
Das ist aber jetzt übertrieben. Ich bin, wie du weißt berufspolitisch sehr interessiert und für das Geld was ich in den letzten 30 Jahren in Fortbildungen gesteckt habe könnte ich heute durchaus einen gut ausgestatteten Mittelklassewagen kaufen.
In den 80ern wurde das ganz sicher nicht diskutiert, zumindest nicht sehr intensiv und in den 90ern auch noch nicht. Hätte ich als Mitglied von Gewerkschaft und Berufsverband mit Bezug von Fachzeitschrift ganz sicher mitbekommen....
 

Martin H.

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So offensichtlich ist das nicht! Es haben eine ganze Menge die Petition gegen eine Pflegekammer unterschrieben....., da kann man nicht von einer Minderheit sprechen.
So, wie viele denn? Und wie hoch ist der Prozentsatz?
Bitte mit Link.
Da wäre ich aber mal für einen Link dankbar...
Nur mal auf die Schnelle aus der Befragung zur Pflegekammer S-H (stand m. W. auch in den Befragungen in anderen Bundesländern):

"Aufschlussreich ist auch die Betrachtung der Einstellung zur Pflegekammer nach dem für sich selbst eingeschätzten Informationsstand. Der größte Zuspruch zur Einrichtung einer Pflegekammer findet sich bei der Gruppe der hoch Informierten: 58% sprechen sich hier für die Einrichtung einer Pflegekammer aus, dagegen sind 36% und 7% konnten oder wollten hierzu keine Meinung abgeben. Die Meinungsbildung zur Errichtung einer Pflegekammer scheint bei dieser Gruppe weitestgehend abgeschlossen zu sein. Von den nach eigener Einschätzung mittel bzw. durchschnittlich gut Informierten sind ebenfalls 56% für die Einrichtung einer Pflegekammer, dagegen sind hier 24%, während 20% keine Meinung haben. Von der, wie oben dargestellt, großen Gruppe der niedrig Informierten sind 44% für die Einführung, 20% sind hier dagegen und 35% haben dazu keine Meinung."
Quelle:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/P/pflege/Downloads/pflege_PflegeUndBegleitung_Pflegeberufekammer_abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=1 (S. 9)
In den 80ern wurde das ganz sicher nicht diskutiert, zumindest nicht sehr intensiv und in den 90ern auch noch nicht. Hätte ich als Mitglied von Gewerkschaft und Berufsverband mit Bezug von Fachzeitschrift ganz sicher mitbekommen....
Aha.

"Bereits in den 1970er-Jahren sprachen sich Pflegekräfte für die Verkammerung der Pflegeberufe aus. Vor dem Hintergrund des Pflegenotstands der späten 1980er-Jahre nahm die Diskussion dann an Fahrt auf (Linberg-Klotz und HelmKerkhoff 1990, Albrecht 1996, Albrecht et al. 2002). So entstand beispielsweise 1990 in Bayern der erste „Förderkreis zur Gründung einer Pflegekammer“. Dem folgten eine Vielzahl weiterer landesspezifischer Fördervereine, die sich 1995 unter dem Dach der „Nationalen Konferenz zu Errichtung von Pflegekammern in Deutschland“ zusammenschlossen (Niehus 2007). Die ersten Initiativen auf der Ebene der Gesetzgebung gab es 1993 in Rheinland-Pfalz, 1996 im Saarland und in Bayern sowie 1999 in Berlin (Tabelle 1). Alle damaligen Vorstöße scheiterten. Heute, rund 15 Jahre später, ist eine zweite Welle von Kammerinitiativen zu beobachten, diesmal mit deutlich mehr Erfolg: In Rheinland-Pfalz hat am 1. Januar 2016 die erste Pflegekammer Deutschlands ihre Arbeit aufgenommen."
Quelle:
https://d-nb.info/1125583991/34 (S. 17)
 

ludmilla

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Bitte nicht vergessen, dass man in den 80- und bis Mitte der 90ern an diese Infos nicht so schnell ran kam wie heute mit flächendeckendem Internet. Wenn es in Bayern Fördervereine gab, nur als Beispiel, dann muss das im Rest der Republik nicht unbedingt wahrnehmbar gewesen sein. Ich höre seit Ende der 90er von dem Plan der Pflegekammer und wie gesagt, ich war schon immer berufspolitisch interessiert.

Bzgl. der Petition Auflösung der Pflegekammer Niedersachsen und Beendigung der Zwangsmitgliedschaften von Pflegekräften - Online-Petition
 

Martin H.

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Bitte nicht vergessen, dass man in den 80- und bis Mitte der 90ern an diese Infos nicht so schnell ran kam wie heute mit flächendeckendem Internet. Wenn es in Bayern Fördervereine gab, nur als Beispiel, dann muss das im Rest der Republik nicht unbedingt wahrnehmbar gewesen sein. Ich höre seit Ende der 90er von dem Plan der Pflegekammer und wie gesagt, ich war schon immer berufspolitisch interessiert.
Für die 80er kann ich nicht sprechen, weil ich da noch nicht in der Pflege war. Aber in den 90ern habe ich das sehr wohl mitgekriegt - auch ohne Internet.
Danke.
Das sind aber auch nur ca. 44000 aus Niedersachsen, die da unterschrieben haben.
In Nds. sind aber deutlich mehr Pflegekräfte tätig:
Hier lese ich ca. 40000 ambulant und ca. 90000 stationär heraus.
Selbst wenn alle, die die Petition unterschrieben haben, Pflegekräfte wären, so wären sie eindeutig die Minderheit.
Allerdings kann diese Petition JEDER unterschreiben.
 
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Martin H.

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Habe hier noch was gefunden - besonders aufschlussreich die Fußnote 11 auf S. 5:

„11 Sie hierzu u.a. Linberg-Klotz/Helm-Kerkhoff, Kammer für Pflegeberufe oder: Auf der Suche nach einem Selbstbestimmungsinstrument, in: Die Schwester/Der Pfleger, 1990, S. 739 ff.; Braun, Kammern für Pflegeberufe - Geht das überhaupt? in: Die Schwester/Der Pfleger 1990, S. 741 ff.; Kellnhauser, Krankenpflegekammern und Profes- sionalisierung der Pflege. Ein internationaler Ver- gleich mit Prüfung der Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland, Melsungen 1994; zugl.: Osnabrück, Univ., Diss., 1993; Plantholz, Gutachten über die rechtlichen Probleme und Mög- lichkeiten der Einrichtung einer Pflegekammer auf Landesebene, Berlin 1994; Gallwas, Zur Verfas- sungsmäßigkeit der Errichtung einer Pflegekammer im Freistaat Bayern, in: MedR 1994, S. 60 ff.; Schwochert, Kammer für Pflegeberufe, in: Pflege aktuell 1994 (Nr.9), S. 530 ff.; Scheffer, Die Pfle- gekammer - Sinn, Zweck und Aufgaben, in: Die Schwester/Der Pfleger 1995, S. 359 ff.; DBfK (Hrsg.): Pflegekammer. Beitrag zur Diskussion über Kammern in der Pflege, Eschborn 1995; Krü- ger, Ist die Krankenpflege kammerfähig? Die rech- tliche, sachliche und berufspolitische Bedeutung einer Berufskammer in der Krankenpflege, in: Pfle- gezeitschrift 1995 (Heft 1), Beilage; Pitius, Vorbe- haltsaufgaben der Pflegeberufe: Zur gegenwärtigen und zukünftigen Rechtslage, in: Pflege aktuell, 1996 (Heft 2), S. 88 ff.; Dielmann, Pflegekammern: notwendig oder überflüssig? in: Mabuse 1996 (Nr. 99), S. 44 f.; LAG-NRW: Die Bedeutung der Ent- wicklung einer Pflegeprofession für die Berufsbil- dung. Ein Beitrag der LAG-NRW zu Kammerdis- kussion und Bildung in der Pflege, in: PflegePäda- gogik 1996 (Heft 3), S. 38 ff.; Anders/Sielaff, Zu den Aussichten der Etablierung einer Pflegekammer (...)“
Quelle

Nun, soweit ich weiß, ist Die Schwester/der Pfleger (wird hier häufig genannt) eine Fachzeitschrift.
 

ludmilla

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Ja das ist eine Fachzeitschrift, aber gerade die hatte ich nicht. Zumindest nicht regelmäßig, teilweise nur einzelne Probeexemplare bei Fortbildungen ergattert. Ich habe erst Ende der 90er um 2000 rum das erste mal von der Planung/Diskussion um eine Kammer gehört, als durchaus berufspolitisch interessierter Mensch.
Einige Artikel in den 90ern beweisen allerdings nicht eine „sehr intensive“ Diskussion um die Kammer, wie du das formulierst.
Zugegeben, wer heute behauptet er hätte es nicht mitbekommen, für den habe ich auch kein Mitleid.
Aber damals war das kein öffentlich diskutiertes berufspolitisches Thema, von meinem Berufsverband habe ich das jedenfalls nicht gehört, sonst wäre das für mich damals schon ein Grund gewesen auszutreten.;)


„Nur 44000“ nur??? Ich finde das ganz schön viel und von einer Minderheit Kann man da wohl nicht sprechen. Ja kann sein dass das jeder unterschreiben kann, aber hier positionieren sich mehrere tausend Leute! Wenn die Kammer Erfolg haben will, muss man die mitnehmen auf dem Weg.
Man kann nicht davon ausgehen, dass die die nicht gefragt wurden, die schweigende Masse, als pro Kammer gewertet werden können.

Ich werde solange meine anlehnende Meinung zur Pflegekammer äußern, wie es Hoffnung gibt, dass noch unentschlossene oder nicht ausreichend informierte Pflegekräfte sich gut überlegen wie die sich positionieren. Wenn ausschließlich unkritisch und befürwortend berichtet wird, kann man sich keine objektive Meinung bilden.
 

Romsen2014

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Kritik an die PK in Niedersachsen ist durchaus nicht unberechtigt.

Aber verdi versucht vorrangig durch Ihre Aktionen selber Mitglieder zu gewinnen. Während der TV-L Verhandlungen gab es mehr aufrufe zum streik gegen die PK sowie Info Material als Infos zu den Tarifverhandlungen. Sowas schlägt mir als Gewerkschaftsmitglied übel auf. Ich begebe mich zuerst auf mein Hauptschlachtfeld, bevor ich mich um Nebenschauplätze kümmere.
 

Martin H.

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Ja das ist eine Fachzeitschrift, aber gerade die hatte ich nicht. Zumindest nicht regelmäßig, teilweise nur einzelne Probeexemplare bei Fortbildungen ergattert. Ich habe erst Ende der 90er um 2000 rum das erste mal von der Planung/Diskussion um eine Kammer gehört, als durchaus berufspolitisch interessierter Mensch.
Einige Artikel in den 90ern beweisen allerdings nicht eine „sehr intensive“ Diskussion um die Kammer, wie du das formulierst.
In der Fußnote von Prof. Roßbruch werden ja noch mehr Fachzeitschriften als Quellen benannt, z. B. Pflege aktuell, Mabuse, PflegePädagogik usw., aber lassen wir das.
Dann war die Diskussion halt nicht intensiv, sondern es wurde nur in Fachzeitschriften erwähnt. :wink1:
„Nur 44000“ nur??? Ich finde das ganz schön viel und von einer Minderheit Kann man da wohl nicht sprechen. Ja kann sein dass das jeder unterschreiben kann, aber hier positionieren sich mehrere tausend Leute!
Wie gesagt kann bei diesen Petitionen jeder unterschreiben (habe selber schon bei Open Petition unterzeichnet, da gibt es keine Begrenzung), daher gehe ich davon aus, daß jede Menge Pflegefremder mit unterzeichnet haben (was ja nicht verwerflich ist, nur hat das dann in Bezug auf die Berufsgruppe keinerlei Relevanz!). Und auch wenn die 44000 Pflegekräfte wären, so wären sie weniger als 50% = Minderheit.
Ich werde solange meine anlehnende Meinung zur Pflegekammer äußern, wie es Hoffnung gibt, dass noch unentschlossene oder nicht ausreichend informierte Pflegekräfte sich gut überlegen wie die sich positionieren. Wenn ausschließlich unkritisch und befürwortend berichtet wird, kann man sich keine objektive Meinung bilden.
Ausschließlich unkritisch und befürwortend?? Na da habe ich einen ganz anderen Eindruck... :roll: Wenn denn überhaupt mal darüber berichtet wird.
Aber klar, jeder kann sich dazu äußern wie er mag.
 
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Also, ich als Mitglied dieser, kann den Unmut vorallem um die Art und weiße der Kommunikation und Verhaltens dieser komplett nachvollziehen. Sie war schlecht und zum teil wirklich intransparent. Somit wurden dinge hochgekocht (z.b. Budgetplanungen die wie auch immer inoffiziell veröffentlicht wurden) oder die Briefe enthielten z.B. Mahnungen, ohne das Mitglieder auch nur eine Zahlungsaufforderung erhalten haben.

Auch scheint es derzeit so, als wenn die PK in Niedersachsen momentan Angst hat sich überhaupt zu äußern. Gerade zu Dingen, wo ich von einer Pflegekammer erwarte, dass sie Stellung bezieht, gab es keine oder nur sehr Zaghafte Aussagen (RISG, PPSG etc pp.).

Die Ambivalenz in NDS kann ich, auch als Befürworter, durchaus nachvollziehen. RLP macht es meiner Meinung nach Besser.
 

Martin H.

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Weißt Du das mit den Mahnungen ohne vorherige Zahlungsaufforderung sicher oder ist das nur Gerüchteküche?
Falls es wahr ist, wäre es ein starkes Stück. :evil1:
Daß sie sich nicht äußern, kann ich aber nachvollziehen... im Endeffekt wurde ihnen von Anfang an das Leben schwer gemacht, z. B. meinen jetzt dort irgendwelche Politiker ihnen reinquatschen zu müssen, nachdem man ihnen von Anfang an keine Unterstützung gewährt hatte. Hab so den Eindruck, daß sie sich grad gar nix trauen, denn es wird ihnen eh jede Äußerung negativ angekreidet.
Da hatte es die Kammer in RLP bedeutend leichter.

So aber nur mein Eindruck als Außenstehender, danke für den Einblick.
 

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Weißt Du das mit den Mahnungen ohne vorherige Zahlungsaufforderung sicher oder ist das nur Gerüchteküche
Ne, habe eine Kollegin der genau das passier ist. Man hat sich da in hinsicht auf Bürokratie einfach verhoben.

Ich habe z,B, noch nicht einmal meinen Beitrag zahlen müssen (obwohl SEPA- Lastschriftverfahren) und das obwohl ich vor einem Jahr meine Selbsteinstufung abgeschickt habe.
 
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Wie soll man einer Kammer bei solchen organisatorischen Mängeln denn bei anderen Dingen Kompetenz zutrauen?
 

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