News Pflegekammer RLP: 43,4 Prozent Wahlbeteiligung

schlitzkompresse

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Falls es nicht passt, kann man es gerne verschieben :)

hier das vorläufige Ergebnisse der Wahl der Vertreterversammlung der Pflegekammer in Rheinland Pfalz

Der Wahlausschuss hat folgendes, vorläufiges Endergebnis ermittelt: Bei einer Wahlbeteiligung von 43,4% können alle 81 Plätze in der Vertreterversammlung besetzt werden. Auf jede der zugelassenen Wahllisten entfällt wenigstens ein Sitz in der Vertreterversammlung. Das amtliche Endergebnis werden wir nach Freigabe durch den Wahlausschuss veröffentlichen.

Listen Nummer Listenname Stimmenanteil (in Prozent)

1 100% gute Pflege (DPO/komba) 26,14

14 ver.di - ArbeitnehmerInnen gestalten Pflege 15,82

9 Pflege Mensch Zukunft - BBT Gruppe 6,30

4 PflegeKRAFT Pfalz 6,25

6 Initiative gute Pflege - die Marienhausliste 6,15

12 Ambulant Gemeinsam Stark 5,12

10 Psychiatrische Pflege/Gute Qualifizierung 4,84

3 Kammervertretung Südwestpfalz 4,52

2 Stiftung kreuznacher Diakonie 4,40

15 Pflegende Eifel Mosel Hunsrück (PEMH) 3,89

11 Unimedizin Mainz: Wissen-Kompetenz-Pflege! 3,54

7 Pflege hautnah 3,30

16 Zukunft Altenpflege! AWO Rheinland 2,47

5 WKK-STIMME DER BASIS 2,23

8 Unabhängige Pflege 1,76

17 ARBEITNEHMER PRO+ AUSSERKLINISCHE INTENSIVPFLEGE 1,69

13 AUSbildung mach Zukunft 1,56
 
In Rheinland-Pfalz ist die bundesweit erste Wahl einer Vertreterversammlung für eine Landespflegekammer über die Bühne gegangen. 43,4 Prozent der dort registrierten Pflegekräfte haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Der Vorsitzende des Gründungsausschuss, Dr. Markus Mai, zeigte sich mit der Wahlbeteiligung zufrieden.

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Nach der Negativpresse und Anti-Haltung einiger Interessengruppen finde ich 43,4 % Wahlbeteiligung ganz in Ordnung.
Bei Landtags-und Bundestagswahlen sieht es oft noch schlechter aus. :|

Wünsche allen neuen Kammervertretern ein gutes miteinander und weise Entscheidungen. :thinker:

Viel Erfolg
Einer
 
Wenn man, wie bei allem was mit der Pflegekammer, egal in welchem Bundesland, die Zahlen genau betrachtet, ist die Wahlbeteiligung net so toll.
Von den ca. 44000 dreijährig examinierten Pflegekräften in RLP haben sich gerade mal knapp 25000 registirieren lassen und hatten somit das Wahlrecht. Von den 25000 haben dann 43,4% gewählt und dass obwohl die Wahlunterlagen nach Hause geschickt wurde und mit einem frankierten Rückumschlag versehen waren. Es ging NUR Briefwahl.
Es haben also gerade mal ca. 11000 Pflegekräfte gewählt. Über die Hintergründe kann man streiten, an fehlender Werbung hat es zumindest nicht gelegen.
Zum Ergebnis selbst. Ich bin recht positiv überrascht, dass die ver.di-Liste so gut abgeschnitten hat und die DPO-Liste relativ schlecht. Das haben sich die Verantwortlichen sicher anders vorgestellt. Aber es ist gut so, dass Demokratie doch klappt. Es ist davon auszugehen, dass die "kleinen" Listen in vielen Dingen eher ver.di-nah sind. In sofern kann hoffentlich eines verhindert werden, bzw. verbessert werden, was sich die DPO-Liste so vorstellt.
Spannend dürfte es werden, wenn die Beiträge bekannt gegeben werde und heraus kommt, dass die DPO in diesem Fall Wahlbetrug begangen hat. In deren Werbung war klar zu lesen, dass der Beitrag max. 10 Euro betragen wird. Ein Wert der einfach nicht reichen kann! Dass sagt schon der gesunde Menschenverstand.
Man sehen wie es weitergeht, ich wünsche den Verantwortlichen auf jeden Fall eine glückliche Hand. Allein der Glaube fehlt mir, dass die Kammer die Pflege wirklich voran bringt. Dass zeigt schon die niedrige Wahlbeteiligung - im Verhältnis zu allen dreijährig examinierten Pflegekräften in RLP.
 
Wieso reicht ein Beitrag unter 10 Euro nicht aus ??? Nur weil die Gewerkschaft 1% des Brutto (also zwischen 25 und 35 Euro) haben will, braucht eine Kammer nicht genau so viel. Dort arbeiten viel weniger Hauptamtliche Mitarbeiter und eine "Streikkasse" muss auch keiner ansparen. Für Kammeraufgaben kann ein geringer Beitrag durchaus reichen.
Erfahrungswert als ehemaliger Handwerker: 0,28% des Brutto war Kammerbeitrag bei mir :daumen:.

Schade, dass die Gewerkschafter alles kaputtreden, was ihnen etwas "Machtanspruch" wegnehmen kann,
Wäre schön, wenn Verdi mal mit den Kollegen im Handwerk sprechen würde. Dort kooperiert die Gewerkschaft mit den Handwerkskammern…. mit Erfolg !!! Allerdings sind dort die Kammern etwas älter .

Schade eigentlich, dass eine Gruppe wie die Gewerkschaft, die sich klar GEGEN die Kammer ausspricht, so viele Stimmen bekommen hat:cry:.

LG Einer

@ Jörg: Hat die Gewerkschaft nur 1740 Mitglieder in Rheinland-Pfalz ?? ist nach deiner Rechnung ergibt sich diese Anzahl aufgrund des Wahlergebnisses ( die DPO hat dann übrigens nur 2875 Stimmen bekommen :wink1:)
 
Wieso reicht ein Beitrag unter 10 Euro nicht aus ??? Nur weil die Gewerkschaft 1% des Brutto (also zwischen 25 und 35 Euro) haben will, braucht eine Kammer nicht genau so viel. Dort arbeiten viel weniger Hauptamtliche Mitarbeiter und eine "Streikkasse" muss auch keiner ansparen. Für Kammeraufgaben kann ein geringer Beitrag durchaus reichen.
Erfahrungswert als ehemaliger Handwerker: 0,28% des Brutto war Kammerbeitrag bei mir :daumen:.
Seit wann bezahlen bei der Handwerkskammer die abhängig Beschäftigten Beiträge? Wenn der Chef die Kammerbeiträge auf seine MA abwälzt wäre das schon krass.
Du kennst die Struktur und die Geldflüsse bei Gewerkschaften net wirklich, oder? Ich würde mal behaupten, dass selbst eine große Gewerkschaft wie ver.di im Fachbereich "Gesundheit" weniger Hauptamtliche hat als die Pflegekammer braucht. Die Hauptamtlichen (Verwaltung etc.) werden aus allen Fachbereichen bezahlt, da stehen also deutlich mehr Gelder zur Verfügung. Wenn wir mal die 10 Euro nehmen und bleiben bei 40000 betragspflichtigen Pflegenden, dann sind das pro Monat max. 400000 Euro. Davon müssen dann Vorstand, Verwaltung, Mieten, Dienstwagen, Verantstaltungen, Anwaltskosten etc. pp. bezahlt werden. Die Mieten in Mainz sind nun auch net gerade niedrig. Auch die Hauptamtlichen (abgesehen von den Verwaltungsangestellten) werden auch net für die EG 7a oder EG 12a im TVöD arbeiten wollen, wenn dieser überhaupt Anwendung findet. Ich halte die 10 Euro für gewagt niedrig.
Bei meinem 1% Gewerkschaftbeitrag habe ich aber auch eine Rechtsschutzversicherung, Mietrechtsschutz, Lohnsteuerservice etc. dabei. Das habe ich bei der Kammer nicht!

Schade, dass die Gewerkschafter alles kaputtreden, was ihnen etwas "Machtanspruch" wegnehmen kann,
Wäre schön, wenn Verdi mal mit den Kollegen im Handwerk sprechen würde. Dort kooperiert die Gewerkschaft mit den Handwerkskammern…. mit Erfolg !!! Allerdings sind dort die Kammern etwas älter .

Schade eigentlich, dass eine Gruppe wie die Gewerkschaft, die sich klar GEGEN die Kammer ausspricht, so viele Stimmen bekommen hat:cry:.
Wieso stellen Kammerbefürworter jede kritische Äußerung zu Kammer gleich als GEGEN die Kammer da. Das geht ja schon fast in die Richtung, wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Das halt ich für äußerts grenzwertig. Vieleicht sollten die Kammerbefürworter sich mal den kritischen Stimmen annehmen und versuchen auf sie einzugehen.
Wenn der DPO das gelungen wäre, hätte die ver.di-Liste vieleicht auch weniger Stimmen erhalten. Aber alles kritische plumb abzuschmettern und diejenigen die kritisch sind gleich als Kammergegner abzustempeln zeugt von wenig Souveränität und dass kostet Stimmen.

LG Einer
@ Jörg: Hat die Gewerkschaft nur 1740 Mitglieder in Rheinland-Pfalz ?? ist nach deiner Rechnung ergibt sich diese Anzahl aufgrund des Wahlergebnisses ( die DPO hat dann übrigens nur 2875 Stimmen bekommen :wink1:)
System der Gewerkschaft nicht verstanden! 6 setzen!
Ver.di besteht aus mehreren Fachbereichen. Der Fachbereich 03, in dem die Kammer angesiedelt ist, ist nur ein Teil von ver.di. Deswegen hat ver.di natürlich mehr als 1740 Mitglieder in RLP. Auch hat niemand behauptet, dass alle bei ver.di-Mitglieder die in Mitglieder der Pflegekammer sind, sich auch haben registieren lassen und gewählt haben. Da haben wir als ver.di auch unsere Probleme gehabt die Pflege von der Wichtigkeit von Berufspolitik zu überzeugen, wie die DPO übrigens auch, sonst wären auch mehr als 25000 Pflegende registiert gewesen.
Die Zahlen habe ich mir nicht ausgedacht, ich komme aus RLP und bin aktives ver.di-Mitglied. Dewegen kenne ich die Hintergründe und Zahlen ja auch.

Es ist auch müßig jetzt zu streiten, die Kammer ist (erst einmal) da, die Vertreterversammlung ist gewählt und nun gilt es die Arbeit aufzunehmen. Die DPO wird ihr Konzept nicht 1:1 durchboxen können, sondern muss sich den kritischen Stimmen von ver.di stellen. Demokratie ist halt ein blödes Geschäft.
Was sicher noch ausstehen wird, sind Verfassungsklagen gegen die Zwangsmitgliedschaft, dass geht dann aber erst mal mit der Landesregierung heim.
 
Hallo Jörg.
Letzter Teil der Diskussion (meinerseits):

1. Die "Zwangsmitgliedschaft" wird im Handwerkerbereich nicht in Frage gestellt. Die Verkammerung ist dort üblich (seit 1897:wink1: ; kann man im Internet nachlesen)

2.Gegenfrage: warum wird die Pflegekammer von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt. Immer wieder taucht die Gewerkschaft (wie in Bayern) zusammen mit dem Arbeitgeberverband :fidee:als Gegner der Pflegekammer auf .
Wie auch du in deinem Nebensatz:"...die Kammer ist (erst einmal) da." kann ich in solchen Aussagen keine Befürwortung einer Interessenvertretung für Pflegekräfte in Form einer Kammer sehen. Vielleicht bin ich ja empfindlich.

3. Demokratie ist schwierig. Ich hoffe, dass die Vertreter der Pflegekammer sich für die Pflegenden einsetzen. Unabhängig davon , von welcher Liste sie kommen.


LG Einer

P.S. Nein, ich bin zur Zeit kein Mitglied einer Gewerkschaft.
Grundsätzlich halte ich aber Gewerkschaften für einen extrem wichtigen Teil unseres Arbeitssystems. :daumen:

P.P.S. Wenn es weiteren Klärungsbedarf gibt, gerne per PN.
 
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