News Pflegekammer-Präsidentin übersteht Abwahlantrag

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Es gibt weiter Ärger um die Pflegekammer Niedersachsen, die ja eh in einigen Monaten aufgelöst werden soll: Die erst im März an die Spitze gewählte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann sollte nach dem Willen eines Vorstandsmitglieds ihres Postens enthoben werden, hat nun aber einen Abwahlantrag mit großem Rückhalt überstanden.

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Martin H.

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„Sobald die dafür benötigten Haushaltsmittel bereitstehen, sei es Aufgabe der Pflegekammer, die Beiträge zurückzuerstatten, betonte das Sozialministerium. Die Mitglieder, die Beiträge gezahlt haben, müssten für die Rückzahlung nicht tätig werden, sondern würden von der Kammer kontaktiert.“

:schraube:Ganz ehrlich - wäre ich der Kammervorstand, würde ich der Politik die Brocken vor die Füße schmeißen.
Die haben es doch verbockt, nicht die Kammer! :angryfire:
Sollen sie ihren Dreck doch alleine machen.
 
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Na klar es sind immer die Anderen, vor allem DIE POLITIK.
Dass aber weniger als 20% der Berufsgruppe den A. hochbekommen haben um Abzustimmen?
Na klar man hätte die ach so professionelle und berufpolitisch interessierte Berufsgruppe vielleicht hintragen sollen?
Verdammt wurde nicht gemacht - wer ist Schuld - klar DIE POLITIK. - Ironie off

Wenns nicht so traurig wäre, würde ich Lachen.
Es geht mir nicht primär darum was als Ergebnis raus kam, mich frustriert dass so wenige der Berufsgruppe ihr demokratisches Recht wahrnehmen und das berufspolitische Bewußtsein haben über die Zukunft der eigenen Berufgruppe mitbestimmen wollen, ja sogar müssen!
Dass so wenig Problembewußtsein in weiten Teilen der Berufsgruppe zu sein scheint, dass sie nicht kapiert, dass die jetzigen Entscheidungen über die Zukunft der nächsten Jahrzehnte, sowohl der Berufsgruppe wie auch über die Qualität der Pflege die ich selbst irgendwann als Pat. oder Angehöriger erwarten kann.

Wenn ich dann als Pflegeempfänger, egal ob amb. od stat. wieder jammere, wie schlecht doch die Pflege sei, muss ich mir die Frage gefallen lassen oder soweit noch möglich selbst stellen, was habe ich als Angehöriger der Berufsgruppe selbst getan ausser jammern? Das gibts bei nicht wenigen eine klare, kurze Antwort.

Tja - dann Jammern wir halt weiter wie es in der Pflege weiter geht oder nicht geht, während derweil andere Interessengruppen Entscheidungen treffen und IHRE Pfründe sichern.
Natürlich unter Berücksichtigung IHRER Interessen und schon gar nicht weder primär noch nicht mal sekundär das Interesse der Pflegenden zu berücksichtigen - nur am Rande wenns zu den eigenen Zielen gerade mal passt.
Warum sollten sie auch?

Ich bin frustriert ja
zum Einen
über die mangelnde Beteiligung an der Abstimmung
zum Zweiten
über mangelnde Beteiligung am Warnstreik von verdi in diesem Jahr, aber hinterher wieder das große Heulen, dass ach so wenig raus kam, dass man nicht genug Verdiene, vor allem auch von denjenigen die NICHT organisiert sind - sind ja leider die Meisten, um dann DIE POLITIK verantwortlich zu machen.

BERUFSPOLITISCH war für mich der absolute Kracher und Tiefpunkt, als ein Schüler ohne berufspolitisches Mandat durch die Talkshows tingelte (musste?) um die Berufsgruppe zu vertreten. Gegenüber sitzen Verbandsvertreter.
Berechtigte Frage - welcher Verband sollte für uns Sprechen, wenn ein so niedriger Organisationsgrad besteht?
Dann sinds halt Schüler, Sozialpädagogen und Vertreter aus der Laienpflege-meist Journalistinnen als pflegende Angehörige.
Dass ein Schüler als Person oder als "Vertreter der Berufsgruppe ohne Mandat" sonderlich Ernst genommen wird und wurde erleben wir jeden Tag.

Dass Äusserungen von Schülern nicht besonders Ernst genommen werden, erleben wir auch hier im Forum oft nicht mal von der eigenen Berufsgruppe, dann sollte man sich mal Fragen, wie das ausserhalb der Berufsgruppe ankommt? Dazu brauchts denke ich keine große Fantasie.

Ja, ja die Politik wirds schon richten - nein wird sie nicht!
Das scheint mir bei einer nicht unbeträchtlichen Anzahl der Berufsgruppe noch nicht wirklich durchgedrungen zu sein.

SO WIRD DAS NIX!!!

Ja, ja DIE POLITIK wirds schon richten - nein wird sie nicht!

Übrigens die PDL/PD auch nicht, die vertritt aufgrund ihrer Aufgabenbeschreibung AG-Interessen, wie jede Leitungsperson egal wo, je höher desto mehr und erhält bei Zielerreichung DES AG einen Bonus, auch in DER PFLEGE immer mehr Normalität als Ausnahme.
Ja - auch die Interessen der Ausführungsgehilfen, muss aber zur Zielerreichung passen - sonst gibts KEINE Kohle.
 

Martin H.

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Na klar es sind immer die Anderen, vor allem DIE POLITIK.

???
Es ging um die spezielle Situation in Niedersachsen!
Und dort wurden der Pflegekammer von der Landesregierung - im Gegensatz zu RLP - von Anfang an Steine in den Weg gelegt und die Arbeit so gut erschwert, wie es nur geht.
Das ist Fakt und hat nix mit "immer die anderen" zu tun, egal was Du da jetzt reininterpretieren willst.
Daß man nun "die Kammer", also deren noch amtierenden Vorstand nötigt, die eigene Organisation abzuwickeln, ist das Allerletzte...:down:

Dass aber weniger als 20% der Berufsgruppe den A. hochbekommen haben um Abzustimmen?
Na klar man hätte die ach so professionelle und berufpolitisch interessierte Berufsgruppe vielleicht hintragen sollen?

Das war ein Trauerspiel, da gebe ich Dir völlig recht.
Aber auch hier - Stichwort Pleiten, Pech und Pannen (der Landesregierung Nds., wohlgemerkt):
Nachdem von zahlreichen Pflegeexperten dringend abgeraten worden war, eine Evaluation nach so kurzer Zeit (soweit ich weiß, nahm die Kammer erst 2018 die Arbeit auf - was bitte will man da evaluieren??) durchzuführen, musste "man" (=Landespolitik) das natürlich trotzdem machen.
Und dann noch derartig bescheuert, daß es mehrere Anläufe brauchte, um die Abstimmung überhaupt beenden zu können! :schraube:Kann man sich nun überlegen, ob das Inkompetenz oder Absicht der Verantwortlichen (=Politiker) war.
Natürlich hast Du recht, und die Pflegekräfte hätten trotzdem unbedingt den Ar... hochbekommen müssen.
BERUFSPOLITISCH war für mich der absolute Kracher und Tiefpunkt, als ein Schüler ohne berufspolitisches Mandat durch die Talkshows tingelte (musste?) um die Berufsgruppe zu vertreten. Gegenüber sitzen Verbandsvertreter.
Reden wir hier von Alexander Jorde?
Falls ja: Da tingeln doch (wie Du genau weißt) meistens Leute ohne berufspolitisches Mandat durch die Talkshows.
Warum nicht ein Schüler? Blöder als einige der examinierten Kräfte, die man dort regelmäßig vorführt, hat er sich keineswegs angestellt.
Ich find den gut:!:
Berechtigte Frage - welcher Verband sollte für uns Sprechen, wenn ein so niedriger Organisationsgrad besteht?
Dann sinds halt Schüler, Sozialpädagogen und Vertreter aus der Laienpflege-meist Journalistinnen als pflegende Angehörige.

Das ist aber nicht Schuld der Pflege oder deren berufspolitischer Vertreter!
Der Gipfel war, als man vor Jahren mal Andreas Westerfellhaus einfach ausgeladen hat:

Pflegekräfte verärgert über ZDF :angryfire:

Das sagt viel über die Wertschätzung dieser Gesellschaft der Pflege gegenüber aus, und nein, dies ist nicht nur allein Schuld der Pflege. :evil1:
Auch wenn ich mit Dir natürlich d´ accord gehe, daß der Organisationsgrad höher sein müsste.
 
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Es ging um die spezielle Situation in Niedersachsen!
Nein nicht primär, mir gehts um die mangelnde Mobilisierungsbereitschaft unserer Berufsgruppe.
von Anfang an Steine in den Weg gelegt und die Arbeit so gut erschwert, wie es nur geht.
und deshalb kann die Pflege nicht aufstehen, zusammenstehen und klar Stellen - mit uns nicht, sondern wegducken?

Falls ja: Da tingeln doch (wie Du genau weißt) meistens Leute ohne berufspolitisches Mandat durch die Talkshows.
Warum nicht ein Schüler? Blöder als einige der examinierten Kräfte, die man dort regelmäßig vorführt, hat er sich keineswegs angestellt.
Ich find den gut
Ob ICH den gut finde ist uninteressant, genausowenig wen ich blöder finde oder nicht.

Meine Betrachtungsweise ist nicht mein persönlicher Geschmack.

Ich Betrachte dies aus berufspolitischer Sicht und mache mir darüber Gedanken:
Was sagt das über unsere Berufsgruppe und deren nicht vorhandenen Standesvertretungen aus und welches Bild hinterlässt dabei die Berufsgruppe in der Bevölkerung?
Stichwort - Respekt und Anerkennung?
U.a. dass wir keine Lobbyvertreter*innen haben, auch und vor allem durch mangelnde Organisation.
Für DIE PFLEGE sprechen NUR Einzelpersonen - gegenüber sitzen Verbandsvertreter.

Andreas Westerfellhaus
Wäre eventuell die bessere der schlechten Möglichkeiten gewesen - kann sein.
Aber bitte bei allem nicht Vergessen bevor wir uns auf den nächsten Heilbringer stürzen
Westerfellhaus und das ist sein Job und wird dafür bezahlt, vertritt den Regierungskurs und nicht DIE PFLEGE, klar hier und da fallen ein paar Krumen auch für die Berufsgruppe ab.

Lobbygruppenvertreter sitzen nicht in Regierungsämtern, sondern wird von diesen versucht Einfluss auf Politik zu nehmen für IHRE Interessen - deshalb Lobby.

Mir gehts nicht darum einen Schuldigen zu finden, bringt uns keinen Schritt weiter, sondern zu Reflektieren wie WIR weitermachen wollen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Einer wäre - mal vor der eigenen Tür kräftig zu kehren, sonst machen es Andere und was sie uns dabei hinterlassen können wir dann nicht mehr beeinflussen, sondern wieder nur darüber Jammern.

Respekt und Anerkennung muss man sich Verdienen, Mitleid bekommt man umsonst.
 

Martin H.

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Nein nicht primär, mir gehts um die mangelnde Mobilisierungsbereitschaft unserer Berufsgruppe.
Aber nicht mir; und auf meinen Beitrag hattest Du Dich ja bezogen.
und deshalb kann die Pflege nicht aufstehen, zusammenstehen und klar Stellen - mit uns nicht, sondern wegducken?
Ich will die Pflege (den Berufsstand) hier nicht frei von Schuld sprechen.
Nur nervt es, wenn hier einseitig die Schuld zugewiesen wird (genauso, wie wenn manchmal immer die AG "die Bösen" sind) - das ist ein vielschichtiges Problem.
In DIESEM vorliegenden Fall geht es aber um die Pflegekammer Nds., an deren Scheitern sie wohl auch selber (die erste Kammerpräsidentin muß wohl auch nicht ganz ohne gewesen sein) schuld war; auch und vor allem aber die verantwortlichen Landespolitiker. Da will ich hier gar nicht mehr in die Details gehen, die hatten wir bereits ausgiebig durchgekaut. Aber Fakt ist, in RLP hat sich gezeigt, wie man sowas auch vernünftig angehen kann.
Ob ICH den gut finde ist uninteressant, genausowenig wen ich blöder finde oder nicht.
Man korrigiere mich - aber warst nicht Du derjenige hier im Forum, der den doof fand?
Ist letztlich auch egal, ICH habe nur festgestellt, daß ich den nicht schlecht finde; wünschte mir nur, daß mehr Pflegekräfte sich von dem eine Scheibe abschneiden würden. Habe schon genügend "kleine Mäuschen" gesehen, die dann in den Talkshows den Mund nicht aufgekriegt oder aber Belanglosigkeiten geplappert haben.
U.a. dass wir keine Lobbyvertreter*innen haben, auch und vor allem durch mangelnde Organisation.
Für DIE PFLEGE sprechen NUR Einzelpersonen - gegenüber sitzen Verbandsvertreter.
Das ist nicht wahr, wir HABEN auch Standesvertreter. Und die sprechen auch für uns, wenn man sie nur lässt.
Was hätte man denn bitte machen sollen, als damals Hr. Westerfellhaus ausgeladen wurde - sich auf den Boden schmeißen oder aufstampfen? Böse Briefe hat das ZDF damals genug gekriegt, auch von mir. Einen Rechtsanspruch auf einen Fernsehauftritt gibt es aber m. W. nicht.
Aber bitte bei allem nicht Vergessen bevor wir uns auf den nächsten Heilbringer stürzen
Westerfellhaus und das ist sein Job und wird dafür bezahlt, vertritt den Regierungskurs und nicht DIE PFLEGE, klar hier und da fallen ein paar Krumen auch für die Berufsgruppe ab.
Erstens mal geht´s hier nicht um "Heilbringer" und zweitens mal war Westerfellhaus damals NICHT in der Regierung, sondern Präsident des DPR - vertrat also sehr wohl die Pflege.
Hätte man wissen können, wenn man sich mal meinen Link weiter oben angeschaut hätte.
 

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