Wer mal da reinschauen mag, find ich ganz gut - was die Übersicht anbelangt:
Leistungserfassung in der Pflege® (LEP®) – PflegeWiki
Diese Leistungserfassung wurde in der Klinik
vor > 5 Jahren nach und nach eingeführt, ich selber hatte damit jedoch nix mehr zu tun. Fast alle Abteilungen verwenden sie inzwischen.
Damit hat man einen immensen Berg an Zahlen, Fakten, wo der gehortet und warum er nicht verwendet wird wird - DAS ist die Frage.
Damit kann konkret, auf die Klinik & auf die jeweiligen Abteilungen zugeschnitten - der Bedarf an Fachpersonal abgebildet werden.
Muss man nich das Rad neu erfinden oder so tun als ob man keine Ahnung hat, weil das klingt in meinen Ohren mehr als scheinheilig.
Wer so tut, als ob aktuell halbwegs stimmig der Personalbedarf gar nicht erfassbar ist, oder erst in seiner Perfektion angewendet werden sollte, kann und darf -

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Wer sich hinstellt und so tut als ob man nicht längst wüsste, dass vielerorts das vorhandene Personal den deutlichst gestiegenen Aufwand nicht stemmen kann -

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Als ich gelernt habe, kannte ich weder das Wort Noro, noch MRSA, noch war MRE oder MRGN relevant - alles beinhaltet Mehraufwand, erheblichen. Kommt zu vielen anderem (mehr hochaufwändig zu Versorgende, mehr Diagnostik, mehr Therapie, halbierte Verweildauer...) halt - auch - noch dazu, heute.
Zu jedem erfassten Mist (davon gibt es überall viel) KANN man für die entsprechenden Stellen eine wie auch immer geartete Statistik erstellen - findet man dann z.T. z.B. in den strukturierten Qualitätsberichten, den die Kliniken alle 2 Jahre veröffentlichen müssen, inzwischen. Mit Spannung warte ich da ümmer drauf, was in unserem so drin steht.
Theoretisch kann auch jeder mit der veralteteten, einfachen Abbildung namens PPR eine grobe Übersicht erstellen, dort wo z.B. LEP noch nicht eingeführt wurde.
Hat man doch früher auch, womit kontinuierlich ersichtlich war - was jeder auch durch die farbliche Unterscheidung schnell wusste - wir haben sehr, sehr viel zu tun, wenn wir z.B. 15 Patienten zu betreuen haben die in A3 eingestuft sind.
PPR hat man täglich erfasst - bis ... ja warum hat man das eingestellt?
Im System ist die Möglichkeit dazu immer noch hinterlegt, ist halt leer.
O.k., der Gedankengang ist nicht nett, weswegen ich das nicht weiter ausführen möchte, möge sich jeder seinen Teil denken.
Wenn man nu jault - wir haben nicht genügend finanzielle Ressourcen für das Personal - wieso haut man die Fakten denn nicht denjenigen um die Ohren die dafür verantwortlich sind?
Auch diesen Gedankengang - möge jeder selber weiterführen, wenn er sich vor Ort umschaut, wie sich Strukturen verändert haben, WO enorme Investitionen getätigt wurden, dabei mein ich nicht nur baulich, sondern auch u.a. in den Manager für dieses und jenes.
Angenommen, es käm die Mindestbesetzung, die mehr Kosten verursacht, wo müsste was wegfallen - Geld fällt ja bekannter Maßen nicht vom Himmel, dort wo es bislang versickert - wird es keiner freiwillig rausrücken, ohne gesetzliche Vorgaben.
Sprich, im ganzen System müsste sich gewaltig was ändern. Will man das, sieht man denn nicht die Notwendigkeit dazu, endlich mal für die Zukunft die Weichen zu stellen?
Mir fällt es mehr denn je schwer das zu erkennen, ohne irgendjemand an den Pranger stellen zu wollen - was sehr einfach wär, aber nicht fair. Was möglich ist, wird gemacht. Weil die legalen Voraussetzungen geschaffen wurden. An viel zu vielen Stellen.
Jugendliche Naivität - hatte so ihre Vorteile.
Was man ja auch gemacht hat, vor einigen Jahren - die DRG's eingeführt, übernommen von den Australiern. Mit entsprechenden Hintergedanken und Zielen vor Augen.
Ebenfalls in Australien GIBT es - etabliert - Instrumente mit denen TÄGLICH der Bedarf an Pflegepersonal erfasst wird. Ist der Bedarf höher als der vorhandene - gibt es mehr Personal. Punkt. Der Staat kontrolliert, ob die (fast ausschließlich staatlichen) Kliniken sich dran halten - ohne Vorwarnung (freilich, sonst taugt das ja nix) - wenn nicht, hat das finanzielle Konsequenzen. Punkt.
Prof. Michael Simon (den ich auch schon persönlich auf Vorträgen erlebt habe) fällt da m.M.n. sehr positiv auf, was das Thema betrifft, wer will kann mal in den Veröffentlichungen von 2017 stöbern, z.B. mit diesen Titeln:
- "Ein internationaler Überblick über staatliche Vorgaben zu einer Mindestbesetzung im Pflegedienst der Krankenhäuser. Working Paper der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Nr. 27, Februar 2017."
- "Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Forschung zur Frage eines Zusammenhangs zwischen der Personalbesetzung im Pflegedienst und der Ergebnisqualität deutscher Krankenhäuser"
HsH - Fakultät V - Personen - Simon, Michael, Prof. Dr. phil. (Prof.)
Irgendwann muss mal Schluss sein. Jetzt

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