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Die Chancen, ehemalige Pflegekräfte wieder zurück in den Job zu holen, stehen offenbar gut. 48 Prozent könnten sich eine Rückkehr zumindest vorstellen, ergab jetzt eine kleine Studie.
Irreführende Überschrift.
Wenn man mal den verlinkten Artikel durchliest, stellt sich das nämlich etwas anders dar...
"Das wäre die wichtigste Voraussetzung für eine Rückkehr
42 Prozent der ehemaligen Pflegekräfte erwarten andere Strukturen und Arbeitsbedingungen
36 Prozent fordern mehr Personal.
30 Prozent fordern eine bessere Bezahlung"
D. h., damit die ehemaligen Kollegen bereit wären, zurückzukehren, müßte erst mal einiges anders werden.
Und da reichen ein paar warme, salbungsvolle Worte nicht.
21 Interviews hört sich erst mal nach wenig an; in der qualitativen Forschung muß die Stichprobe aber nicht zwingend so groß sein wie in der quantitativen: "Da qualitative Forschung nicht prinzipiell darauf abzielt, verallgemeinerbare Aussagen über die untersuchten Personen hinaus zu treffen, sondern vielmehr das Ziel hat, komplexe Lebenswelten und Fragestellungen der Interaktion angemessen zu untersuchen und zu beschreiben, muss auch bei der Wahl der Stichprobe nicht unbedingt versucht werden, Repräsentativität für eine Grundgesamtheit zu erreichen (1) .
(...)
Die Anzahl der untersuchten Fälle variiert stark mit der Methode, die zur Auswertung der Daten verwendet werden soll (3). Der Umfang der Stichprobe sollte jedoch so gewählt werden, dass eine möglichst große Varianz bezüglich der relevanten Merkmale erreicht wird. Zentral ist hier das Konzept der theoretischen Sättigung (Glaser & Strauss, 1967): Der untersuchte Gegenstandsbereich soll so weit erschlossen werden, dass (auch durch neue Daten) keine neuen Erkenntnisse mehr erwartet werden können. "
Quelle: Sampling und Stichprobe