Das haben in Niedersachsen die Pflegekräfte von ganz alleine geschafft. Da braucht es keine Politik für
Nee, das ist nur die halbe Wahrheit, egal wie oft das noch behauptet wird:
In Nds. hat die Landesregierung von Anfang an der frisch gegründeten Pflegekammer Knüppel zwischen die Beine geworfen, wo es nur geht (und nein, werde ich nicht zum x-ten Mal aufzählen, war schon Thema hier im Forum, und wird durchaus auch von anderen genauso gesehen, z. B.
Ohne Erkenntnisgewinn: Befragung zur Pflegekammer Niedersachsen bringt gar nichts - DBfK ). Daß es durchaus auch anders geht, hat RLP bewiesen: Dort wurde die Pflegekammer anfangs unterstützt (gab m. W. sogar eine Anschubfinanzierung), inzwischen läuft´s dort.
Den Pflegekräften hier einzig und allein die Schuld aufzubürden ist schlichtweg unwahr und unredlich!
Und, abgesehen davon (da Du auch mein Beispiel der Pflegestandards mitzitierst):
Hier haben die Pflegekräfte überhaupt nichts dafür gekonnt. Weder die in Niedersachsen noch sonst wo...
"Seitdem Mitte 2008 das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz in Kraft getreten ist, liegt die Verantwortung für die Entwicklung von Expertenstandards bei den Vertretern der Pflegeeinrichtungen und Pflegekassen. Zuvor hatte das DNQP diese Aufgabe übernommen. Der Expertenstandard ist im Jahr 2013 in Auftrag gegeben worden, jedoch liegen nach wie vor keine Veröffentlichungen der Vertreter vor.
Das zeige, dass das DNQP, welches die Expertenstandards über 20 Jahre entwickelt habe, „das Verfahren wohl deutlich besser“ gestalte, erklärte Pflegeratspräsident Andreas Westerfellhaus gegenüber der BibliomedPflege. Das Netzwerk sei „gut in der Lage, die Entwicklung in eigener Verantwortung und aus eigenen Mitteln zu finanzieren“, so der Pflegeratspräsident weiter."
Der Deutsche Pflegerat setzt sich dafür ein, dass die Aktualisierung der Expertenstandards wieder in die Verantwortung des DNQP fällt.
www.rechtsdepesche.de
Jeder kann sich sicher ausmalen, was passiert, wenn man die Pflegestandards (die ja sozusagen die Mindestqualität in der Pflege definieren) in die Hände von Pflegeeinrichtungen und Pflegekassen legt, anstatt dahin, wo sie hingehören: In die Hände der Pflege selbst.
Ich sag nur "Bock" und "Gärtner"...
Daher bleibe ich bei meiner grundsätzlichen Aussage, so lange es der Politik nur um "billig, billig" und um Lippenbekenntnisse geht, und weiterhin der Profession Pflege ins Handwerk gepfuscht wird nach Lust und Laune, so lange wird sich hier nie irgendwas ändern!