Bei uns war vor 2 Jahren auch ein Koordinator neben der OP-Leitung tätig. Diese beiden sollten sich gegenseitig vertreten, was gründlich in die Hose ging, weil der eine vom Aufgabengebiet der anderen keine Ahnung hatte.
Unser Koordinator hat nie eine Bindung zum Team gefunden, weil er als Neuling mit Aufgaben, die nicht klar geregelt waren, zu uns kam und einen eingespielten Tagesablauf ad hock ändern wollte. Da waren Konflikte an der Tagesordnung und wenn es Probleme gab, war er nicht auffindbar. Er war uns weisungsbefugt, hatte aber keine Ahnung von nix, da er im Laufe seiner Berufsjahre nie im OP-Saal, sondern immer nur auf Leitungsebene tätig war. Der Berufslebenslauf war sehr beeindruckend, aber was im echten Leben dabei raus kam, war weit von der Realität entfernt. Dieser Koordinator war 1,5 Jahre bei uns und musste dann gehen. Es hat einfach nicht gepasst.
Inzwischen ist die OP-Koordination in Händen des OP-Managements und der Anästhesiechefärzte. Es gibt keine OP-Leitung mehr, sondern ein OP-Management, welches aber auch gleichzeitig dem OP vorsteht, diesen leitet und u.a. den Tagesablauf plant und koordiniert. Unser OP ist nicht mehr der PDL, sondern direkt der Direktion unterstellt, und für die disziplinarischen Maßnahmen ist immer noch der Personalchef zuständig. Allerdings handelt er nur auf Anraten des OP-Managements.
Leider gibt es immer wieder Menschen, die solche Positionen ausnutzen und ihre Macht ausspielen. Meistens bei Mitarbeitern, die nie mit dem Team zusammengearbeitet haben und die Strukturen nicht kennen. Da bleiben Konflikte nicht aus. Darum darf man keine Angriffsfläche bieten, sondern sollte auf dem fachlichen Bereich sachlich bleiben.
Wenn Positionen ausgenutzt werden, besteht doch immer noch die Möglichkeit sich beim BR Hilfe zu holen. Auch ein OP-Koordinator darf sich über Gesetze und Rechte hinwegsetzen!
LG opjutti