News Nur wenige Akademiker arbeiten am Bewohner

"Ende 2017 waren in deutschen Pflegeheimen 3.444 Personen mit einer abgeschlossenen pflegewissenschaftlichen Ausbildung beschäftigt – gerade einmal 0,45 Prozent aller Beschäftigten. (...)
Der Anteil der "Pflege-AkademikerInnen", die in der praktischen Pflege "am Bett" arbeiten, ist also bescheiden."


Das ist jetzt aber extrem einseitig verzerrend; "die Pflege" besteht nämlich aus mehr als nur Altenpflege und Pflegeheimen... :roll:
In Kliniken dürfte der Anteil deutlich höher liegen.

"Auf die Fragen der Grünen-Fraktion, wie hoch zurzeit der Anteil an akademisch ausgebildeten PflegepädagogInnen an den Altenpflege- und Krankenpflegeschulen sei und wie viele PflegepädagogInnen bis 2023 zusätzlich benötigt würden, konnte die Bundesregierung keine Antworten geben: "Uns liegen dazu keine Erkenntnisse vor."

Pflegepädagogen sind grundsätzlich Akademiker.
Also Anteil 100%... :wut:
Das, was ihr meint, sind Lehrer für Pflegeberufe.
 
Pflegepädagogen sind grundsätzlich Akademiker.
Also Anteil 100%...

98%. Es ist zwar schon länger Vorraussetzung, aber ich kenne aus meinem Ausbildungsbetrieb noch 2-3 Lehrkräfte mit der normalen WB, die eben Bestandsschutz haben und noch Unterrichten. Sind eben noch ca. 8 Jahre bis zur Rente.
 
98%. Es ist zwar schon länger Vorraussetzung, aber ich kenne aus meinem Ausbildungsbetrieb noch 2-3 Lehrkräfte mit der normalen WB, die eben Bestandsschutz haben und noch Unterrichten. Sind eben noch ca. 8 Jahre bis zur Rente.
Nein.
Das sind ja eben keine Pflegepädagogen, sondern „nur“ Lehrer für Pflegeberufe.
 
Ende 2017 waren in deutschen Pflegeheimen 3.444 Personen mit einer abgeschlossenen pflegewissenschaftlichen Ausbildung beschäftigt
Spannend. So eine genaue Zahl.
Wie viele examinierte Pflegekräfte es in Deutschland gibt, weiß aber niemand. Sind immer nur Schätzungen.
Genaue Zahlen kommen erst langsam in den Bundesländern zu Stande, wo durch eine Registrierung durch Pflegekammern diese erfasst werden. Wer hat die 3444 Personen denn gezählt ?

Einer
 
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zumindest was die alten Fliege angeht, glaube ich diese Zahlen. Sie überraschen mich auch nicht. Die Leute absolvieren doch oft ein Studium, um in höhere zu gelangen. Welche Absolvent mit Uni Abschluss arbeitet für das kleine Geld in einem Pflegeheim?
wenn Studium, was wahrscheinlich länger ist als eine Pflegeausbildung und wahrscheinlich auch noch anspruchsvoller, muss sich doch irgendwie rechnen. Die Akademisierung trägt mit Sicherheit weniger dazu bei, dass mehr Altenpfleger am Bett arbeiten.
 
Welche Absolvent mit Uni Abschluss arbeitet für das kleine Geld in einem Pflegeheim?
Die Frage ist immer, welcher Träger welche Qualifikation wie bezahlt.
Hier im Forum konnte man schon mal lesen, daß einer Pflegekraft eine PDL-Stelle im Pflegeheim für ein absolut lächerliches Gehalt angeboten wurde - selber schuld, wer sowas annimmt, kann man da nur sagen! :schraube: (Wobei PDL im Bereich der Altenpflege und ambulanten Pflege meist KEIN Studium haben, sondern nur eine Weiterbildung - aber trotzdem war die Summe eine Frechheit!). Dies jetzt nur mal als EIN Beispiel rausgepickt, nicht mißverstehen - es geht mir hier nicht primär um Leitungsstellen, sondern generell um höher qualifizierte Fachkräfte in diesem Bereich (also z. B. Praxisanleiter, Wundexperten, gerontopsychiatrische Fachkräfte etc.).
Dies ist also generell ein Problem der Bezahlung im Bereich Altenpflege, nicht unbedingt nur bezogen auf akademisierte Pflegekräfte.
Die Akademisierung trägt mit Sicherheit weniger dazu bei, dass mehr Altenpfleger am Bett arbeiten.
Die Akademisierung der Pflege trägt aber auf alle Fälle zu mehr Ansehen des Berufsstandes bei. Nicht nur, aber sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil. Dadurch würden auch wieder mehr Leute in die Pflege gehen.
Und dadurch würde letztlich auch die Altenpflege profitieren und es würden mehr Leute in der Altenpflege arbeiten.
 
Die Akademisierung der Pflege trägt aber auf alle Fälle zu mehr Ansehen des Berufsstandes bei. Nicht nur, aber sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil. Dadurch würden auch wieder mehr Leute in die Pflege gehen.
Und dadurch würde letztlich auch die Altenpflege profitieren und es würden mehr Leute in der Altenpflege arbeiten.

Ich bin deiner Meinung. Das Ansehen wird steigen. Andererseits werden jedoch mehr junge Menschen im Vorfeld aussortiert, die die schulischen Voraussetzungen für ein Studium nicht mitbringen. Dabei sind es oft gerade diejenigen, die eine unverzichtbare Pflege am Bett leisten weil sie die menschlichen Aspekte bedienen. Das soll jetzt nicht heißen, dass höher gebildete PKs nüchterne Stöcke sind, die keine Empathie mitbringen. Aber kann man auf die Nicht-Pflegewissenschaftler verzichten?

Es wird zu einer sehr langen Übergangszeit kommen, in der wir mit einer 2-Klassen-Pflege (evtl. sogar 3) umgehen müssen. Auch in der Bezahlung der Kräfte. Jemand mit akademischem Abschluss soll dementsprechend bezahlt werden. Ich frage mich aber auch, wo das Geld dafür herkommen soll. Unser System kann sich ja jetzt noch nicht einmal eine vernünftige Personalausstattung leisten. Und das wird mit zunehmender Zahl an Pflegebedürftigen nicht besser.
Nicht falsch verstehen, ich bin da völlig offen und sehe ganz klare langfristige Vorteile. Aber das wird ein schwieriger langer Weg.
 
Andererseits werden jedoch mehr junge Menschen im Vorfeld aussortiert, die die schulischen Voraussetzungen für ein Studium nicht mitbringen. Dabei sind es oft gerade diejenigen, die eine unverzichtbare Pflege am Bett leisten weil sie die menschlichen Aspekte bedienen.
Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum:
Die "normale" Ausbildung wird es auch weiterhin geben. Nur wird es ab 1. 1. 2020 eben auch erstmalig in D die Möglichkeit geben, statt der Ausbildung ein Studium zu absolvieren, welches einen gleichfalls zur Arbeit in der Pflege befähigen wird:

"Ergänzend zur beruflichen Pflegeausbildung wird es das berufsqualifizierende Pflegestudium geben. Das Studium wird mindestens drei Jahre dauern und mit der Verleihung des akademischen Grades abschließen; die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung wird Bestandteil der hochschulischen Prüfung. Die Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann" wird in Verbindung mit dem akademischen Grad geführt."

Quelle:
(Hervorhebung durch mich!)
 
Das Studium gibt es ja schon. Das mit dem 1.1.20 stimmt irgendwie nicht.
Wie gesagt, wir hatten schon einen Pflegestudenten im ersten Semester. Er müsste inzwischen im 2. sein.
 
Ist ja schon gut. Ich glaube dir. Ich hatte diese Differenzierung jetzt nicht auf dem Schirm.
 
Ich mein‘s ja auch nicht böse! :-)
Glaube, wir haben da etwas aneinander vorbei geredet.
 
Es gibt bisher nur das duale Studium, das ist etwas völlig anderes.
Einen (1!) grundständigen Studiengang gibt es bereits, als Modellprojekt. In Bochum, wenn ich mich richtig erinnere. Ansonsten, wie Du sagst, zig duale Studiengänge oder solche, die nach Abschluss der Ausbildung begonnen werden können.
 
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