News Niels H.: Nach Mordserie geht‘s für Kollegen um die Resilienz

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In Oldenburg haben die ersten Resilienztage stattgefunden als Reaktion auf die Mordserie von Pfleger Niels H. Klinik-Mitarbeiter sollten in der psychisch anspruchsvollen Arbeit am Bett von Schwerstkranken geschult werden, systematisch auf persönliche Ressourcen zurückzugreifen.

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In Oldenburg hätte man bis 2003 die Möglichkeit gehabt diesen Herrn zu stoppen...statt dessen hat man ihn, mit einem guten Zeugnis ausgestattet, in eine andere Klinik wechseln lassen. Wo war die Resilenzstärkung damals...bevor das "Kind im Brunnen war? Wo war die Reaktion auf das auffällige Verhalten des Pflegers, der unter den Augen seiner KollegInnen und Vorgesetzten dem Alkohol verfiel und in Depressionen und Angstzuständen versank?
Viele hatten sogar bemerkt, dass er auffällig oft in „Krisensituationen“ zugegen war...und er war ihnen "unheimlich". Sowohl der Chefarzt der Herzchirurgie, als auch der der Anästhesie entzogen dem Pfleger das Vertrauen. Aber statt dem Verdacht auf den Grund zu gehen...hat Oldenburg das Problem schön weitergereicht...
Und jetzt stellt sich OL als Opfer dar...also ehrlich...

Auch in Delmenhorst hat keine „Fachkraft“ auf die Auffälligkeiten reagiert...erst die Anzeige einer Angehörigen brachte den Stein ins Rollen...

Aber jetzt wird in OL Engagement gezeigt...es werden „aus aktuellem Anlass“ Resilenztage angeboten. Für die Herrschaften, die weggeschaut, im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen haben? Super!

Nur nebenbei...nicht überraschend im Ärzteblatt...der Arbeitsplatz der Ärzte ist nicht geeignet für einen gedeihlichen Arbeitsalltag? Sie leiden unter überlangen Arbeitstagen und der seelischen Belastung durch schwerstkranke und sterbende Patienten. Öhm..ist klar..wer, wenn nicht der Arzt an sich, ist näher an den Patienten dran...schon allein von der Anwesenheit im Zimmer?

Aber ich will nicht ungerecht sein...auf die Pflege wird auch eingegangen...wir sind ja auf "Augenhöhe“....

Wer meint denn, dass man den Arbeitsstreß für Intensivpflegende durch Rotation auf Normalstationen mindern könnte?

Zwar hat man das in Oldenburg nicht getan...die KollegInnen würden ja auf dem (auf Kante genähten) ITS – DP fehlen.

Und welche Maßnahmen zum Streßabbau, zur zukünftigen Vermeidung solcher Situationen, wurden doch gleich umgesetzt? Ich meine außer, dass die Mitarbeiter an Vorträgen über Resilenz teilnehmen durften...also die, die nicht auf Station geplant waren. Die Antwort finde ich im Artikel nicht.
VG
 
Wo war die Reaktion auf das auffällige Verhalten des Pflegers, der unter den Augen seiner KollegInnen und Vorgesetzten dem Alkohol verfiel und in Depressionen und Angstzuständen versank?
Alkohol, Depressionen, Angstzustände? Muß ich überlesen haben. :gruebel:
Auch in Delmenhorst hat keine „Fachkraft“ auf die Auffälligkeiten reagiert...erst die Anzeige einer Angehörigen brachte den Stein ins Rollen...
Das lese ich hier aber anders raus:
Die "Karriere" eines Serienmörders
"Ende 2005

Kurt Schwender, damals Oberarzt im Klinikum Delmenhorst und Vorgesetzter von Niels H., ermittelt Sterberaten und Medikamentenverbrauch auf der Intensivstation. Er gewinnt den Eindruck, dass Niels H. mehr als 100 Menschen umgebracht haben könnte. Er meldet dies bei der Polizei. Die gibt es nach Schilderung Schwenders an die Staatsanwaltschaft Oldenburg weiter, doch die Behörde bleibt dahingehend zunächst untätig."
Resilienz. :wink1: Resilienz (Psychologie) – Wikipedia
So doof finde ich diese Resilienztage gar nicht. Aber leider alles viel zu spät... :(
 
Alkohol, Depressionen, Angstzustände? Muß ich überlesen haben.
NWZ, Welt...da habe ich es gelesen

Das lese ich hier aber anders raus:
….Die gibt es nach Schilderung Schwenders an die Staatsanwaltschaft Oldenburg weiter, doch die Behörde bleibt dahingehend zunächst untätig."

Tja...auch er hat scheinbar lang genug drüber hinweggesehen...
Zitat: „Die damalige stellvertretende Stationsleiterin Astrid W. sieht den einstigen Oberarzt Schwender in weniger mildem Licht. Vor Gericht sagt sie, sie sei von Schwender brüsk zurechtgewiesen worden, als sie sich über H.s mangelndes Engagement in der Pflege beschwerte. "Sie sind doch bloß neidisch auf ihn", habe Schwender sie angeraunzt.“ (Die Zeit)

Aber....richtig...die Angehörige war tatsächlich nicht die Erste, die Ermittlungen forderte, hatte ich tatsächlich missverstanden. Danke für die Korrektur.
Dennoch ist es doch hart, dass die weiteren Todesfälle vorerst niemanden zu interessieren schienen, denn „er war ja schon verurteilt“?

oh weia mir ist ein „i“ untergegangen...danke für die Verbesserung.
VG