News Nachtarbeit beeinträchtigt Gesundheit und Sozialleben

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Beschäftigte, die regelmäßig oder dauerhaft im Nachtdienst arbeiten, sind unzufriedener mit ihrer Work-Life-Balance als andere Arbeitnehmer im Durchschnitt. Das zeigt eine Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Nachtarbeiter empfinden sich außerdem als weniger gesund.

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Da gehöre ich wohl einer Minderheit an. Ich arbeite seit über 20 Jahren ausschließlich Nachts. Seit ich aus den 3 Schichten draussen bin, geht es mir gesundheitlich viel besser. Ich bin seit Jahren nicht mehr richitg erkältet gewesen, außer bißchen Naselaufen war da gar nichts. Liegt vielleicht auch daran , daß ich nur 50% arbeite und einen Rahmendienstplan habe.
 
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Reaktionen: Martin H.
"Diese Ergebnisse gehen aus einer Auswertung der repräsentativen BAuA-Arbeitszeitbefragung hervor. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Beschäftigte in Dauernachtarbeit nicht nur ungünstige Arbeitszeiten, sondern auch häufiger körperlich fordernde Arbeitsbedingungen haben. Gleichzeitig ist anzunehmen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen eher nicht im Dauernachtdienst arbeiten. Die BAuA sieht Dauernachtarbeit aus arbeitswissenschaftlicher Perspektive als Gesundheitsrisiko, da die Arbeitszeiten entgegen der biologischen Uhr ausgerichtet sind."

???
Ja komisch, daß sich zumindest in der ambulanten Intensivpflege die Leute schon beinahe um die Nächte prügeln; und daß gerade die Leute, die "gesundheitlich angeschlagen" sind, liebend gern die Nachtdienste übernehmen. Ich behaupte mit Fug und Recht, daß die Hauptarbeit tagsüber stattfindet und sich nachts in vielen Versorgungen der ***** platt gesessen wird.
Und ja, ich weiß auch, daß dies in Kliniken (oder auch Pflegeheimen) ganz anders ist, weil´s dort auch nachts rund geht.

Als das eigentlich Gesundheitsschädliche sehe ich (und die meisten anderen, die die praktischen Erfahrungen schon gemacht haben) in erster Linie nicht den Nachtdienst, sondern die Wechselschichten an. Insbesondere beim heutigen Chaos-Dienstplansystem (=Hauptsache die Schichten sind irgendwie abgedeckt, was mit den MA ist interessiert uns nicht).
 
Durch den Wechsel in die Dauernachtschicht konnte ich von 40 Stunden auf 30 Stunden reduzieren. Ich bekomme fast ähnlichen Gehalt bei weniger Arbeitszeit.

Ich habe ca. 12 Nächte im Monat und finde es angenehm 7 Nächte zu arbeiten und anschließend 9 oder 10 Tage frei zu bekommen usw.

Ich arbeite in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen und es ist sehr ruhig. Fast ein bisschen zu ruhig. Manche Nächte sind so ruhig, dass es vermutlich nicht auffallen würde wenn ich schlafen oder nachhause gehen würde, da von den 32 Bewohnern 30 selbständig sind. Wir hatten früher Nachtbereitschaft aber wurde abgeschaffen und wir müssen jetzt Dauernachtschicht machen. Also die Zeit zwischen 23 Uhr und 5 Uhr gibts nichts zutun.

Also was Martin oben sagt ist nicht ganz falsch. Wir haben immer noch ein Bett im Nachtbereitschaftszimmer stehen... ob den wer nutzt? Ich traue mich nicht wegen Fixierungen und falls da was passiert ist man dann wohl im *****, aber gut... die eine Kollegin nutzt es wohl sonst würde es nicht immer neu bezogen werden lol.
 
Man darf nicht vergessen, dass in der Studie alle Berufe eingeschlossen sind, die Nachts arbeiten.
Und in der Industrie am Band ist die Uhrzeit egal. Da muss immer die gleiche Stückzahl am Schichtende da stehen.
 
Nachtschicht ist schädlich für den Körper, ist jetzt keine neue Erkenntniss, weiß man schon lange... Da gibt es ja auch genügend Studien und Untersuchungen dazu. Nur weil Nachts weniger zu tun ist, schadet der Nachtdienst trotz allem unserem Körper, das sollte man sich auch nicht schönreden.
 
Ich bin der Überzeugung, dass es Lerchen und Eulen gibt. Wer als Lerche gezwungen wird ständig Nachtschicht zu machen, der wird üebr kurz oder lang krank werden. Wer eine Eule ist, dem kommt der Nachtdienst sehr entgegen, da es seinem Biorythmus entspricht. Ich bin eine absolute Eule, Frühdienst machte mich krank.