News Mit Pflegeverweigerung richtig umgehen

Martin H.

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„Nicht immer ist ersichtlich, warum Bewohner die Pflege verweigern. Und manchmal zeigt auch gutes Zureden keine Wirkung. Die Folgen sind oft Versagensgefühle seitens der Pflegepersonen und die Sorge vor dem Vorwurf, die Arbeit nicht richtig gemacht zu haben.“

Eine keinesfalls unbegründete Sorge.
Denn ganz schnell wird den Pflegekräften in einem solchen Fall von „Pflegeexperten“ wie Claus Fussek genau dieser Vorwurf gemacht.
 
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Jillian

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Schlechtes Gewissen? Ach was, wieso denn? Wer will mir/uns schlechte Gefühle einreden?
Ein Bewohner, Patient, Klient darf bei mir grundsätzlich alles ablehnen. Ich arbeite in der Pflege, nicht im Vollzug. Ich überrede zu gar nichts. Wer bin ich, dass ich mir solchen Wahnsinn anmaße, über den Willen eines anderen zu entscheiden? Wenn jemand etwas wiederholt nicht möchte, und meine Angebote nicht angenommen werden, nehme ich das als gegeben hin und zur Kenntnis, dokumentiere das, fertig aus. Schlechtes Gewissen überlasse ich anderen.
 

ludmilla

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Den Schuh würde ich mir auch nicht anziehen, häufig ist es doch so, dass die Patienten nicht dauerhaft alles verweigern. Da wäre ich völlig gelassen! Was Hr. Fussel sagt sollte uns am Allerwertesten vorbei gehen. Dokumentieren dass man versucht hat den Patienten zu motivieren, ggfs. von einer weiteren Pflegekraft bestätigen lassen und gut ist!
 
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Martin H.

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Alles völlig gut und richtig, was ihr schreibt... aber ihr müsst euch echt mal seine Bücher durchlesen. Ich glaube, es stand bei „Im Netz der Pflegemafia“. Soweit ich mich noch erinnere, ging’s um ambulante Pflege; da war ein dementer und wohl auch aggressiver Pat. in einem ziemlich verwahrlosten Zustand. Die Pflegekräfte hatten völlig zurecht dessen abwehrende Haltung dokumentiert, und da wir hier von ambulanter Pflege sprechen, war ein „einfach später noch mal probieren“ wohl nicht so leicht möglich wie im stationären Setting.
Fussek und noch so ein weiterer „Experte“ (Hausarzt?) höhnten dann schier über die „Ausreden“ der Pflege... für mich nur ein weiterer Beleg dafür, daß es sich bei dem Mann nicht um einen Pflegeexperten, sondern nur um einen Laberhannes mit bestenfalls angelesenem Wissen handelt.
Das Schlimme:
Die ganzen Pflegelaien (also alle außer uns) können das nicht beurteilen und nehmen diese (und andere) Pflegeskandalgeschichten ungefiltert für bare Münze; und so wurde und wird eine ganze Branche kriminalisiert... :angryfire:
Das hat nix mit schlechtem Gewissen zu tun sondern solche Vorwürfe gehen dann schon ins Strafrechtliche! :evil1:
 
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ludmilla

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Ehrlich Martin, man sollte Fussel nicht soviel Raum geben. Ich lese weder seine Bücher, noch höre ich mir an was er in den Medien sagt und schreibt.
Ich nehme ihn als Schwätzer war und nehme ihn nicht ernst....

Ja es erscheint schwierig einem aggressiven Patienten Pflege zu ermöglichen wenn er er nicht will.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein deutsches Gericht eine Pflegekraft verurteilt, wenn die Ablehnung des Patienten dokumentiert ist und es nicht nur eine einzige Pflegekraft des Pflegedienstes betrifft.
 
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