Den Grund, warum jemand irgendwann so einen Vertrag unterschrieben hat kennst du nicht. Es gab sogar Zeiten, wo es zu viele Pflegekräfte für zu wenige Stellen gab. Natürlich kann man die Stelle wechseln, wenn man andeswo mehr verdient. Aber nicht überall ist der nächste AG um die Ecke oder im Zeitfenster, das man zur Verfügung hat, zu erreichen. Oder, oder, oder......
Also ist deine Aussage zwar nicht ganz falsch, aber zu pauschal.
Ja, ich weiß, daß in den 90ern z. T. Pflegekräfte auf der Straße standen bzw. ins Ausland auswichen, um zu arbeiten (z. B. Österreich).
Das ist aber doch verdammt lang her, inzwischen suchen sie händeringend Pflegekräfte... und nicht erst seit kurzem.
Also hätte man da doch inzwischen auch einiges im eigenen Interesse in Bewegung setzen können...?!
Lohnerhöhung für Fachkräfte vom Mindestlohn 15€ auf 18,25€ macht 3,25€ pro Stunde mehr.
Gerundet bei 40 Stunden a 4 Wochen = 160 x 3,25€ = 520€
Ah, ok, danke. Dachte ich hätte im Text was überlesen.
Sorry, auch in anderen Berufen sind Menschen belastet und haben Verantwortung.
Deine Aussage wirkt ein bisschen überheblich. (sorry für das Wort, aber es fällt mir nichts passenderes ein)
Mit Verlaub lässt sich das nicht vergleichen, denn in den meisten Berufen haben die AN keine Verantwortung für Leib und Leben ihrer "Kunden"; das ist doch auf Gesundheitsberufe beschränkt.
Und belastende Schichtarbeit hat zwar insgesamt, also auch in anderen Branchen, zugenommen, ist aber trotzdem noch die Ausnahme.
Insofern ist meine Aussage nur die Wahrheit.
Ein Anfang ist gemacht. Jetzt müssen wir sehen, dass es weiter geht.
Gemeinsam.
Ja, da hast Du recht; aber wenn man den Tenor des Artikels hört, dann klopfen sie sich da für - sorry - Peanuts auf die Schultern ("Seht her, wie viel wir der Pflege jetzt zahlen!"). Ich geb Dir Brief und Siegel, daß es dann bei weiteren Forderungen heißen wird "Was wollt ihr denn, wir haben euch doch eben grade fürstliche Lohnerhöhungen gegeben!". Und damit werden sie die (berechtigten) Forderungen wieder abwürgen.
Ich kann nur auf den anderen Artikel hier im Forum verweisen, mit den Forderungen des DBfK (u. a.) nach einem Einstiegsgehalt von 4000€. Das halte ich für realistisch und angemessen, und wenn sich nicht sehr bald was in der Richtung tut (zusammen mit anderen, dringend überfälligen Reformen), dann seh ich komplett schwarz für die pflegerische Versorgung hierzulande.
Denn wer bitte gibt sich das denn noch freiwillig für solche Gehälter wie oben angegeben? Die Zeite des "Dienens für Gotteslohn" oder froh sein, dienen zu dürfen, die gab´s einmal.