Hier meldet sich ständig ein Mitglied eines "Pflegeforums" als erstes zu Wort das sich selbst als nicht mehr der Pflege zugehörig erklärt hat.
Zu deiner ersten Frage! Damit meinst du doch mich, oder! Ich bin gelernte Kinderkrankenschwester, arbeite seit fast 13 Jahren nicht mehr in der Pflege. Und ja ich fühle mich der Pflege nicht mehr voll zugehörig. Werde aber von der Kammer der Pflege zugehörig erklärt und soll wahrscheinlich Mitglied werden. In den anderen Bundesländern ist/war das jedenfalls so!
Ich würde mir sehr wünschen, dass die berechtigten Interessen der Pflegenden auch nur von denen diskutiert werden, die sich der Pflege zugehörig fühlen! Agitatoren, Trolle und andere berufsfremde Meinungsmanipulatoren finde ich persönlich mehr als entbehrlich!
Du findest meine Beiträge entbehrlich und möchtest dass über die Interessen der Pflegenden nur von denen diskutiert wird, die sich zugehörig fühlen. Das ist nichts anderes als mich aufzufordern, die Klappe zu halten. Ich bin und bleibe Kinderkrankenschwester und auch wenn ich nicht mehr im Beruf arbeite, habe null Patientenkontakt, will die Pflegekammer mich höchstwahrscheinlich als Mitglied. Und solange das so ist, werde ich mich dazu äußern, weil es mich betrifft! Das habe ich im übrigen weiter oben schon erklärt.
Zu 2.) Da stell ich mir jetzt die Frage ob ich mich so unklar ausgedrückt habe, oder du den Sinn meiner Beiträge nicht verstehst.
Nein ich will nicht die Pflegekräfte von einem sinnlosen Bürokratiemonster bezahlen und auch nicht staatlich finanzieren. Das habe ich noch nicht mal annähernd geschrieben.
Also nochmal von vorn. Die geplante Pflegekammer soll staatliche Aufgaben übernehmen. Sie soll eine fach- und sachgerechte Pflege für die Bevölkerung sicherstellen. Das ist die Hauptaufgabe! Die Interessen der Pflegekräfte will sie in der Form vertreten, dass sie eine Berufsordnung festlegt, Aus- und Weiterbildungsinhalte festlegt Und die Pflege in wichtigen Gremien vertritt und abstimmungsberechtigt wird. (Das wird wahrscheinlich gar nicht soweit kommen. Es ist gesetzlich geregelt wer z. B. Im so wichtigen G-BA sitzt und abstimmt. Der Pflegerat sitzt bereits beratend drin. Die Kammervertreter sind nicht vorgesehen).
Das alles hat einen geoßen Bürokratieaufwand. Und den sollen die Pflegekräfte allein finanzieren, obwohl es staatliche Aufgaben sind und es hauptsächlich um die Pflege der Bevölkerung geht? Und wenn sich die Pflegekammer dann mal etabliert hat, wird sie so schnell nicht mehr abgeschafft, auch wenn sie nachweislich vielleicht in 10-15 Jahren nichts bewirkt hat. Dann haben wir ein Bürokratiemonster erschaffen und die Pflegekräfte zahlen schön weiter!
Zu 3.) So ganz gut scheinst du aber auch nicht informiert. Der Errichtungsausschuss wurde von der Politik legitimiert, die Arbeitgeber aufzufordern, die Daten ihrer Pflegekräfte an sie weiterzuleiten. Da es ja noch immer viele Pflegekräfte gibt, die nicht über die geplante Pflegekammer informiert sind, können nur so alle erreicht werden.
Die Arbeitgeber haben keine rechtliche Handhabe die Weitergabe der Personaldaten zu verweigern. Da können hohe Bußgelder fällig werden, wenn sie sich weigern! Und die gesetzliche Regelung dazu hat nicht die Pflegekammer getroffen, sondern die Landesregierung NRWs. Umgesetzt wird das vom Errichtungsausschuss der Kammer. Die Arbeitgeber haben im Vorfeld viele ihrer Mitarbeiter informiert, dass sie die Daten weiterleiten mussten.
Einen schönen Abend noch!