News Kosten für Personalaufwand müssen refinanziert werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte in einem Grußwort den Pflegekräften ihren Dank für die geleistete Arbeit in der Corona-Krise aus. Die Herausforderungen seien für sie in der Pandemie besonders groß, erklärte die Kanzlerin. Sie müssten sich nicht allein um den Gesundheitsschutz der Pflegebedürftigen kümmern, zugleich müssten sie "alle Spielräume für Besuche und Kontakte ausschöpfen". Merkel betonte auch die psychischen Belastungen, die die Pandemie für die Beschäftigten in den Krankenhäusern, den Pflegeeinrichtungen und den Hospizen habe. "Gute Pflege ist Ausdruck gelebter Menschlichkeit", unterstrich sie. Pflegekräfte machten sich um die ganze Gesellschaft verdient, daher "braucht gute Pflege gute Rahmenbedingungen". Der Pflegeberuf müsse dringend attraktiver werden, nicht nur bei der Bezahlung, sagte sie. "Der akute Personalmangel sei "der Belastungsfaktor Nummer eins".

Da bin ich aber mal gespannt, was Angie sich einfallen lässt...
 
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Da bin ich aber mal gespannt, was Angie sich einfallen lässt...

Nix, da bleibt ihr gar keine Zeit mehr. Sie hört auf, geht in Rente, findet endlich Zeit für sich, kann das gemobbe nicht mehr ertragen und sucht Ruhe.
Möchte das gejammer hier nicht lesen - in der Zeit Nach Frau Dr. Merkel
Hallelujah - was uns da erwartet.
Außerdem ist sie ja keine Diktatorin und deshalb wohl kaum alleine für alles verantwortlich - da gibt es außer einer gesamten Regierungsriege auch noch mißwollende Länderchefs.
Ich selber habe bisher übrigens weder Frau Dr. Merkel, noch ihre Partei gewählt. Aber sie ist eben auch KEIN Sündenbock!
 
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zuständig für besseres Gehalt ist halt die Gewerkschaft - also WIR! Das kapiert nur niemand!

Na gut, also die Promillezahl an Mitgliedern aus der Pflege - oder schieben wir jetzt die Schuld auf die Müllmänner
 
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zuständig für besseres Gehalt ist halt die Gewerkschaft - also WIR! Das kapiert nur niemand!
Wie Frau Merkel in dem Zitat weiter oben sehr richtig feststellte, braucht die Pflege gute Rahmenbedingungen, und zwar nicht nur bei der Bezahlung - und ich bezweifle mal, daß die Gewerkschaft bei diesen Rahmenbedingungen allzu viel mitzureden hat!
Besseres Gehalt schön und gut, aber viele dieser Rahmenbedingungen fallen in den Bereich der Berufspolitik, wären also Sache von Pflegekammern oder (wo nicht vorhanden) von Regierungen: Einen Mindestpersonalschlüssel oder ein verbindliches Personalbemessungsinstrument gibt sicher keine Gewerkschaft vor. Ebenso Vorbehaltsaufgaben, Akademisierung, Weiterentwicklung des Berufsstandes, Generalistik etc.

Daher ist man besser beim DBfK aufgehoben als bei Verdi.
 
Jep, aber ich antwortete auf @malu68 s Klage betreffs Gehalt.
ICH bin in Gewerkschaft + DBfK + pro Kammer :wink1:
 
Aber erst mal bei der Bezahlung! Bei Gehaltsverhandlungen hat ein Berufsverband null Einfluss. Ich denke, dass zur Zeit die Gewerkschaft am meisten Einfluss hat, auch auf Arbeitsbedingungen!
Der dbfk hat auf Arbeitsbedingungen, wie auch auf Gehaltsverhandlungen gar keinen Einfluss, der Berufsverband kann da leider nicht mitverhandeln!
Wer sich mit den Zielen des dbfk identifizieren kann, kann sich vom dbfk vertreten lassen. Aber es braucht auch Verdi, ohne starke Gewerkschaft , gibt es keine besseren Gehälter.
 
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Drum kann sie den Mund ja auch so voll nehmen...
Laschet sagte heute im Radio auch, er wäre nicht dafür zuständig, für besseres Gehalt in der Pflege zu sorgen.

Keiner fühlt sich zuständig... lustig
Liebe Malu, laschet hat insofern recht, dass er keine Tarifverhandlungen führt. Für bessere Gehälter muss man Gewerkschaften unterstützen.
 
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Aber erst mal bei der Bezahlung!
Nein.
Bei Gehaltsverhandlungen hat ein Berufsverband null Einfluss. Ich denke, dass zur Zeit die Gewerkschaft am meisten Einfluss hat, auch auf Arbeitsbedingungen!
Nein.
Der dbfk hat auf Arbeitsbedingungen, wie auch auf Gehaltsverhandlungen gar keinen Einfluss, der Berufsverband kann da leider nicht mitverhandeln!
Auf Gehaltsverhandlungen nicht, auf Arbeitsbedingungen sicher noch eher als eine Gewerkschaft.
Wer sich mit den Zielen des dbfk identifizieren kann, kann sich vom dbfk vertreten lassen. Aber es braucht auch Verdi, ohne starke Gewerkschaft , gibt es keine besseren Gehälter.
Es bräuchte eine echte Pflegegewerkschaft.
Verdi ist nur eine Hilfskrücke.
 
Soweit mit bekannt ist, werden die Pflegeleistungen bereits aus den DRGs rausgereichter!

Zitat aus dieser Seite:
Seit dem Jahr 2020 ist die Krankenhausvergütung auf eine Kombination von Fallpauschalen und einer Pflegepersonalkostenvergütung (Pflegebudget) umgestellt. Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG, das zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, wurde beschlossen, die Pflegepersonalkosten für die unmittelbare Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen künftig unabhängig von den Fallpauschalen zu vergüten. Dazu wurden die Selbstverwaltungspartner gesetzlich beauftragt, die Fallpauschalen ohne die Pflegekostenanteile in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen auszuweisen. Auf Basis der ausgegliederten Pflegepersonalkosten wurden tagesbezogene Bewertungsrelationen für einen Pflegeerlöskatalog berechnet, der als separate Spalte in den Fallpauschalen-Katalog integriert wurde.


Auf Gehaltsverhandlungen nicht, auf Arbeitsbedingungen sicher noch eher als eine Gewerkschaft.

Es bräuchte eine echte Pflegegewerkschaft.
Verdi ist nur eine Hilfskrücke.
Ich bin seit Mitte der 80ziger in der Pflege und kann mich nicht an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erinnern, die vom Berufsverband durchgesetzt wurden. Durch Verdi gab es zumindest höhere Gehälter und mehr Urlaub.

Eine Pflegegewerkschaft gab es vor ca. 30 Jahren und diese wurde aufgelöst weil es seitens der Pflegenden keine Unterstützung gab.
Und dem Bochumer Bund wird es ähnlich gehen, wenn ich eine Prognose wagen soll.
Auch wenn Verdi nicht in allem 100% ig meine Zustimmung findet, es ist eine starke Gewerkschaft vieler Berufsgruppen und ohne deren Unterstützung würden wir noch weniger erreichen! Pflegende wollen sich zu großen Teilen nicht organisieren, weder in Gewerkschaft noch im Berufsverband.
 
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[wow, ich blicks nicht, wie kann man denn jetzt hier noch korrekt zitieren oder links einfügen?]

@all: es stimmt nicht, dass Verdi als Gewerkschaft keinen Einfluß auf Arbeitsbedingungen hätte. Genau dafür kämpft Verdi seit Jahren. Der Erfolg mag noch bescheiden sein, aber mit jedem neuen Abschluß werden die Bedingungen besser verhandelt und der Weg könnte mit einem starken Organisationsgrad unter den Pflegekräften sicher noch sehr viel effektiver beschritten werden.
Verdi - Kampf um Entlastung:
 
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@all: es stimmt nicht, dass Verdi als Gewerkschaft keinen Einfluß auf Arbeitsbedingungen hätte. Genau dafür kämpft Verdi seit Jahren. Der Erfolg mag noch bescheiden sein, aber mit jedem neuen Abschluß werden die Bedingungen besser verhandelt und der Weg könnte mit einem starken Organisationsgrad unter den Pflegekräften sicher noch sehr viel effektiver beschritten werden.
Verdi - Kampf um Entlastung:
Interessanter Link... 8-)

"Mehr Personal und Entlastung in den Krankenhäusern – dafür streitet ver.di seit geraumer Zeit. Die Folgen von zwei Jahrzehnten verfehlter Gesundheitspolitik zu korrigieren, ist ein dickes Brett. Doch wir bohren weiter – und haben Erfolge. ver.di, der Deutsche Pflegerat und die Deutsche Krankenhausgesellschaft entwicklen auf Grundlage der bekannten Struktur der Pflege-Personalregelung (PPR) gemeinsam ein Instrument zur Personalbemessung in der Pflege. Der Gesetzgeber ist gefordert, dieses dann möglichst schnell verpflichtend und bundesweit einheitlich einzuführen, damit eine gute Versorgung gewährleistet wird."

Punkt 1:
Der Deutsche Pflegerat... ja wer ist denn das?? Mitgliedsverbände - Deutscher Pflegerat
Das ist der Dachverband der (meisten) pflegerischen Berufsverbände; außerdem Mitglied der Bundespflegekammer. Er vertritt damit auch alle Pflegekräfte, die keine Kammer in ihrem Bundesland haben, aber über ihren Berufsverband Mitglied sind.
Punkt 2:
Der Gesetzgeber ist gefordert... ja genau.
Da helfen uns alle Bestrebungen nichts, wenn die Politik (=Regierung(en)) nicht mitziehen. Insofern hat @malu68 absolut recht, wenn sie schreibt, daß sich keiner (Politiker) zuständig fühle.


Worauf ich hinauswill:
Das ist nicht alles immer nur Verdi, die irgendwas erreicht hätten, auch wenn die aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen hier auf der Seite von einigen immer wieder hochgejubelt werden.
Und (das habe ich auch schon mindestens einmal hier im Forum geschrieben):
Obwohl ich persönlich mich mit Verdi und dessen Politik nicht identifizieren kann, finde ich es immer noch besser, eine Pflegekraft engagiert sich bei Verdi als nirgendwo (ich hab diese Jammerlappen, die immer nur sagen "die machen ja eh nix", sich aber nirgends mit engagieren, einfach satt :roll: ). Dann lieber Verdi, auch wenn es bessere Organisationen gäbe, die die Pflege vertreten.
Aber was ich Verdi nicht verzeihen kann, das ist deren pflegefeindliche Position zu
  • Pflegekammern
  • Generalistik
  • Akademisierung
  • Professionalisierung

Damit hat Verdi der Pflege einen Bärendienst erwiesen, und irgendwelche Gehaltsverhandlungen wiegen das aus meiner Sicht auch nicht auf.
Verdi sieht die Pflege nicht als hochprofessionellen Gesundheitsfachberuf, sondern eher als Malocher à la Müllkutscher und Industriearbeiter, denen man hauptsächlich ein paar Euro 50 mehr geben soll, die aber ansonsten weiterhin die überkommene Rolle als reinen Helferberuf beibehalten sollen.
Hier geht´s aber nicht um irgendwelche linke Sozialromantik, sondern eine realistische und zukunftsfähige Entwicklung einer Profession, damit man irgendwann vielleicht doch noch internationalen Anschluß finden kann.
Und das ist nicht Sache einer Gewerkschaft.
 
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@Martin H.:
betreffs deiner 4 Punkte, gebe ich dir Recht.
Aber: ein höherer Mitgliedsanteil könnte dies ändern. Mehr professionell formulierte Gegenmeinungen zu diesen Punkten könnte die Meinungen eben auch ändern.
Wenn Müllmänner unseren ***** retten sollen, dann bestimmen sie auch die Sichtweise.
Ergo: es liegt weiter an uns - wir sind der Knackpunkt
 
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Soweit mit bekannt ist, werden die Pflegeleistungen bereits aus den DRGs rausgereichter!

Zitat aus dieser Seite:
Seit dem Jahr 2020 ist die Krankenhausvergütung auf eine Kombination von Fallpauschalen und einer Pflegepersonalkostenvergütung (Pflegebudget) umgestellt. Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG, das zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, wurde beschlossen, die Pflegepersonalkosten für die unmittelbare Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen künftig unabhängig von den Fallpauschalen zu vergüten. Dazu wurden die Selbstverwaltungspartner gesetzlich beauftragt, die Fallpauschalen ohne die Pflegekostenanteile in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen auszuweisen. Auf Basis der ausgegliederten Pflegepersonalkosten wurden tagesbezogene Bewertungsrelationen für einen Pflegeerlöskatalog berechnet, der als separate Spalte in den Fallpauschalen-Katalog integriert wurde.
Ja... und?
Auch das wurde vom Gesetzgeber und nicht der Gewerkschaft durchgeführt.
Ich bin seit Mitte der 80ziger in der Pflege und kann mich nicht an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erinnern, die vom Berufsverband durchgesetzt wurden.
Ob Du Dich erinnern kannst oder nicht, aber wichtige berufspolitische Veränderungen werden hauptsächlich von Berufsverbänden (... in Ermangelung von Pflegekammern...) und eher nicht von Gewerkschaften durchgesetzt. Sehr gut zum Thema haben es hier @matras und Elisabeth Dinse beschrieben:

Eine Pflegegewerkschaft gab es vor ca. 30 Jahren und diese wurde aufgelöst weil es seitens der Pflegenden keine Unterstützung gab.
Und dem Bochumer Bund wird es ähnlich gehen, wenn ich eine Prognose wagen soll.
Auch wenn Verdi nicht in allem 100% ig meine Zustimmung findet, es ist eine starke Gewerkschaft vieler Berufsgruppen und ohne deren Unterstützung würden wir noch weniger erreichen! Pflegende wollen sich zu großen Teilen nicht organisieren, weder in Gewerkschaft noch im Berufsverband.
Ja, bei diesen Punkten gebe ich Dir recht.
Die Gewerkschaft Pflege existierte sogar bis 2009: Gewerkschaft für Beschäftigte im Gesundheitswesen – Wikipedia
Ich erfuhr davon aber auch erst, als es sie nicht mehr gab... leider. :(
Das vom Bochumer Bund liest sich jedenfalls nicht schlecht:
 
Das Verdi bzgl. Kammern und Generalistik pflegefeindlich agiert, sehe ich nicht so. Ich bin u.a. auch deshalb dort Mitglied, weil sie meine Meinung zur Generalistik und Kammer vertreten.
Der Bochumer Bund wird allein wegen ihrer Positionen zur Kammer niemals meine Interessen vertreten. Und sie wird nicht groß genug werden um gegen Verdi zu konkurrieren.
Mich wollen die als Mitglied sowieso nicht, weil sie bzgl. Kammer keine andere Meinung dulden.

Es gibt verschiedene Meinungen und Positionen und ich habe mir meine Position gut überlegt.
Fest steht, dass die Pflegenden sich nicht um sich selbst kümmern. Sie wollen anscheinend von oben bestimmt werden. Das ändern weder Berufsverband, Kammer und auch keine Gewerkschaft....