News Klie: „Personalbedarf in der Nacht vorausschauend planen“

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Feste Personalschlüssel sind der falsche Weg, um eine sichere nächtliche Versorgung zu gewährleisten, meint Prof. Dr. Thomas Klie, Rechtswissenschaftler und Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ob und wie viele Fach- und Assistenzkräfte Pflegeeinrichtungen benötigen, hänge vom Bedarf der jeweiligen Bewohner ab.

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"Für eine sichere nächtliche Versorgung empfiehlt Klie eine Art Hintergrunddienst, der im Bedarfsfall einspringen könne. "Wir brauchen ein Bewusstsein für mögliche nächtliche Risiken", sagt er. Dies könne aber zum Teil auch über Technik sichergestellt werden, etwa mithilfe spezieller Monitoring-Systeme. Auch sei der Unterstützungsbedarf der Bewohner individuell zu ermitteln. "Hier ist oft vor allem Präsenz und Zuwendung gefordert: Trösten, Unterstützung bei Toilettengängen. Dafür muss man fachlich angeleitet sein, aber das muss nicht immer unbedingt durch eine Fachperson erfolgen", sagt der Rechtswissenschaftler. Er geht davon aus, dass es für ungefähr 75 Prozent der Tätigkeiten in einer "Regelnacht" keine Fachkraft brauche."


So sehr ich die rechtliche Expertise von Prof. Klie sonst schätze...
Aber wie kommt ein Jurist dazu, UNS - den Leuten vom Fach - UNSERE Arbeit erklären zu wollen??? :angryfire:
Er kann weder beurteilen noch entscheiden, für welche Tätigkeiten es eine Fachkraft braucht und für welche nicht!
Ich erkläre einem Juristen auch nicht die Rechtslage!
An alle pflegerischen Laien im Land(und dazu zählen auch alle Juristen, Politiker, Soziologen, Sozialpädagogen, Politiker, Ärzte etc. - jeder, der keine pflegerische Ausbildung absolviert hat):


Leute, hört doch endlich mal auf, der Profession Pflege ihre Arbeit erklären zu wollen - niemand weiß das besser als wir.
Und wenn wir das nicht wissen, weiß es keiner!
 
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Reaktionen: Fast1engel
@Martin H. : Sehe ich genauso und ich war genauso sauer...Sind wir wieder bei dem "guten Herzen und der ruhigen Hand" gelandet?
 
Da hängt sich ein Prof. Dr. Thomas Klie, Rechtswissenschaftler und Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg. mal wieder fein "für" die Pflege aus dem Fenster... und ich könnte wetten, dass der noch nicht einen Dienst in der Pflege absolviert hat, in dem er mit 30 und mehr Patienten nachts alleine da stand... :down:
 
Bitte versteht mich nicht falsch - ich hab nichts gegen Prof. Klie, z. B. ist „Gesetze für Pflegeberufe“ von ihm und Prof. Stascheit eins der Standardwerke, welches ich auch im Studium verwendet habe (eine Sammlung von Gesetzestexten, welche für uns relevant sind).
Da will ich ihm seine Expertise gar nicht absprechen.
Nur ärgert es mich, wenn uns jedesmal Pflegefremde unsere Arbeit erklären wollen! :roll:
 
Liegt das vielleicht an der schlechten Organisation und damit Lobby?

Wir müssen doch auch ehrlich zugeben, dass wir kein wirkliches Sprachrohr haben - oder sehe ich das falsch?

Vielleicht kann ja unser ehemals medienaffiner Azubi, mittlerweile wahrscheinlich Exazubi als Sprachrohr für die Pflege dienen und wieder ausgegraben werden?
Ironie off

Ja und ich ärgere mich, dass es die Berufsgruppe nicht auf die Reihe bekommt eine Lobby zu organisieren und Ansprechpartner.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir müssen doch auch ehrlich zugeben, dass wir kein wirkliches Sprachrohr haben - oder sehe ich das falsch?
Ich denke, das siehst Du falsch.
Wir hätten durchaus einige gute Leute, echte Pflegeexperten, die für uns sprechen könnten - aber die rennen halt weiterhin gegen verschlossene Türen. Oder werden sogar wieder aus Gesprächsrunden ausgeladen ... :mad:
Ja und ich ärgere mich, dass es die Berufsgruppe nicht auf die Reihe bekommt eine Lobby zu organisieren
Sprichst Du von Pflegekammern?
Da kann ich Dir nur zustimmen.:|