News Kammer: Pflegende brauchen "mindestens elf Stunden Ruhepause"

Das die Pflege sich wegen kürzerer Ruhezeiten und dem diesbezüglichen Arbeitsschutz als Menschen 2.Klasse fühlen, bezweifle ich. Hielte man die Ruhezeiten von 11Stunden immer ein, ist damit auch ein flexibles Tauschen der Dienste kaum noch möglich. Solange man nicht ständig mit den Schichten „schaukelt“, kommt es den meisten Pflegenden bezüglich privater Termine (regelmäßige Sport, Musik-Termine für Orchester und Chorproben) sehr entgegen mal eine kürzere Ruhezeit für ein geliebtes Hobby hinzunehmen.
Dass regelmäßige Dienste besser für den Körper sind, bestreite ich nicht. Aber die Freizeitaktivitäten und damit die Zufriedenheit der Pflegenden sind auch wichtig!
 
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Kurze Wechsel mit unterschiedlicher Entfernung zum Arbeitsplatz werden dann belastend, wenn man min. 1h für den Weg zur Arbeit benötigt. So werden lockerflockig aus den 90ern Ruhezeit ganz schnell nur noch 4 bis 5h.
Schade für die in der Pflege Arbeitenden, dass Ruhezeit definitionsgemäss mit Verlassen des Arbeitsplatzes bis zum Betreten des Arbeitsplatzes gewertet wird.

Aber das ist dann persönliches Pech. Vor allem für diejenigen, die einen 9 to 5 Job haben.
 
Das die Pflege sich wegen kürzerer Ruhezeiten und dem diesbezüglichen Arbeitsschutz als Menschen 2.Klasse fühlen, bezweifle ich. Hielte man die Ruhezeiten von 11Stunden immer ein, ist damit auch ein flexibles Tauschen der Dienste kaum noch möglich. Solange man nicht ständig mit den Schichten „schaukelt“, kommt es den meisten Pflegenden bezüglich privater Termine (regelmäßige Sport, Musik-Termine für Orchester und Chorproben) sehr entgegen mal eine kürzere Ruhezeit für ein geliebtes Hobby hinzunehmen.
Dass regelmäßige Dienste besser für den Körper sind, bestreite ich nicht. Aber die Freizeitaktivitäten und damit die Zufriedenheit der Pflegenden sind auch wichtig!
Das seh ich genau so.... eine Woche Spätdienst fände ich auch nicht so toll,... ebenso wie eine Woche Frühdienst am Stück. Nach 5 Tagen Frühdienst bin ich "hin".... eigentlich schon nach drei :lol:

Bei uns ist munteres tauschen erlaubt ... Hauptsache, jeder ist zufrieden.. oder es hat nicht immer derselbe die A...karte.... reihum wird sie von jedem ohne großes Tamtam mal in Kauf genommen.
 
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Das seh ich genau so.... eine Woche Spätdienst fände ich auch nicht so toll,... ebenso wie eine Woche Frühdienst am Stück. Nach 5 Tagen Frühdienst bin ich "hin".... eigentlich schon nach drei :lol:
Seh ich genau andersrum; der Körper gewöhnt sich an das frühe Aufstehen, daher war die Regelmäßigkeit ( eine Woche früh, eine spät) am besten.
Leider gab‘s das nur zu meiner Ausbildungszeit... danach begann dann das Hin- und Hergespringe mit beliebigen Schichten.
Das macht einen hin. Da hat die Kammer völlig recht.
 
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Seh ich genau andersrum; der Körper gewöhnt sich an das frühe Aufstehen, daher war die Regelmäßigkeit ( eine Woche früh, eine spät) am besten.
Leider gab‘s das nur zu meiner Ausbildungszeit... danach begann dann das Hin- und Hergespringe mit beliebigen Schichten.
Das macht einen hin. Da hat die Kammer völlig recht.
Mein Körper hat sich nie an das frühe Aufstehen gewöhnt, leider. Ich war nie ein Früh zu Bett-Geher, konnte dann nicht schlafen. Deshalb fiel mir frühes Aufstehen immer schwer. Nach 3 Frühdiensten am Stück war ich körperlich am Ende und musste mich nachmittags hinlegen.
Es bestreitet ja niemand dass die Kammer recht hat, dass regelmässige Dienste für den Körper gesünder wären!
Wenn ich aber nicht mehr 1x pro Woche zur Chorprobe, zum Sport (da gibt es auch feste wöchentliche Trainings) oder ähnlichem gehen kann, nimmt mir das Lebensqualität. Es muss meines Erachtens möglich bleiben, kurze Wechsel nicht nur bei dienstlichen sondern auch bei privaten Bedürfnissen zu erlauben.
Der Beruf wird nicht attraktiver wenn man durch starre Dienste die Freizeitgestaltung der Pflegenden einschränkt!
 
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Ich bin ein befürworter der 11 Stunden Ruhezeit. Bei uns ist dies in einer Betriebsvereinbarung geregelt.
Wenn ein Wechsel geplant ist, dann gibt es einen frühen Spätdienst, d.h. man kommt früher und geht dementsprechend früher, der Frühdienst danach beginnt völlig normal, oder der Spätdienst wird normal gearbeitet, dafür fängt man im Frühdienst eben später an.
Wenn getauscht wird, dann entscheidet die jeweilige Besetzung, ob am im Spät früher geht oder im Früh später kommt.
auf jedenfall, wird die Ruhezeit von 11 Stunden eingehalten.
So können problemlos private Termine (regelmäßige Sport, Musik-Termine für Orchester und Chorproben) ,eingehalten werden, ohne die Gesundheit durch zu kurze Ruhezeiten zu beeinträchtigen.
 
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Dass der Schichtdienst sowieso und der Schaukeldienst noch mehr gesundheitliche Auswirkungen hat, darüber brauchen wir doch hoffentlich nicht zu diskutieren.

Dass ich durch die Schaukelei regelmäßig, wöchentlich ein Hobby ausüben könnte halte ich für ein Gerücht. Wir Lesen auch hier immer wieder und haben das wohl auch schon selbst erlebt, wie nervig oft diese bettelei ist zum Tauschen und teils auch nicht geht oder teils von den Leitungen begrenzt wird.

Nach 3 Frühdiensten am Stück war ich körperlich am Ende und musste mich nachmittags hinlegen.
Ja hab ich immer ein Stündchen, obwohl ich freiwillig, bevorzugt FD gemacht habe wo es ging.

Wenn ich aber nicht mehr 1x pro Woche zur Chorprobe, zum Sport (da gibt es auch feste wöchentliche Trainings) oder ähnlichem gehen kann, nimmt mir das Lebensqualität.
und die langfristigen psychischen und physischen Folgen eines Schaukeldienstes erhöhen meine Lebensqualität auch nicht wirklich. :cry:

In der Nähe hat ein KH auf mehreren Stationen feste Schichtdienste eingeführt. Nach anfänglichem Gemecker und Gejammer sind dies mittlerweile die Stationen mit den meisten Bewerbungen. Jetzt weiß ich 2 Monate und länger im voraus, welche Termine ich wahrnehmen kann.
 
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Dass der Schichtdienst sowieso und der Schaukeldienst noch mehr gesundheitliche Auswirkungen hat, darüber brauchen wir doch hoffentlich nicht zu diskutieren.
Nein darüber brauchen wir nicht diskutieren!
Aber für die Flexibilität im Dienstplan bin ich und die meisten meiner damaligen Kollegen immer froh gewesen.

Dass ich durch die Schaukelei regelmäßig, wöchentlich ein Hobby ausüben könnte halte ich für ein Gerücht. Wir Lesen auch hier immer wieder und haben das wohl auch schon selbst erlebt, wie nervig oft diese bettelei ist zum Tauschen und teils auch nicht geht oder teils von den Leitungen begrenzt wird.
Ich nicht! Ich habe bis auf einer Station auf allen meinen Stationen Dienstpläne geschrieben, konnte das immer ganz gut! Es war in 95% der Fälle möglich, allen Kollegen ihre festen und spontanen Wünsche zu erfüllen. Das hat sehr zur Zufriedenheit beigetragen. Auf meiner letzten Station nicht. Ich hätte wegen Rückensport und Selbsthilfegruppe feste Dienste an 2 Wochentagen gebraucht, das war aber lt. SL nicht möglich. Es wäre möglich gewesen..., und wenn man als Dienstplanschreiber bemüht ist, dann entfällt die elende Tauschbettelei auch.


In der Nähe hat ein KH auf mehreren Stationen feste Schichtdienste eingeführt. Nach anfänglichem Gemecker und Gejammer sind dies mittlerweile die Stationen mit den meisten Bewerbungen. Jetzt weiß ich 2 Monate und länger im voraus, welche Termine ich wahrnehmen kann.
Hatte ich auf 2 Stationen auch mal kurzfristig. Ist auf beiden Stationen an der Unzufriedenheit der Leute gescheitert, weil ich nicht nur weiß welche Termine ich wahrnehmen kann, sondern auch welche nicht. Und letzteres ist doch für Unzufriedenheit verantwortlich.
Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse! Und wenn Schichten tauschen wegen starrer Ruhezeiten verhindert werden, dann werden sicher einige auch unzufrieden sein. Einige werden sich darüber freuen, andere nicht! Ich denke beide Gruppen haben berechtigte Interessen!
 
Flexibilität und Schichten tauschen gut und schön!
Nur kenne ich es im Klinikbereich praktisch ausschließlich so, daß Flexibilität immer zu ungunsten der MA geht.
Wenn Du bessere Dienstpläne geschrieben hast, warst Du eine der löblichen Ausnahmen.
 
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Flexibilität und Schichten tauschen gut und schön!
Nur kenne ich es im Klinikbereich praktisch ausschließlich so, daß Flexibilität immer zu ungunsten der MA geht.
Wenn Du bessere Dienstpläne geschrieben hast, warst Du eine der löblichen Ausnahmen.

Wenn alle Vorteile aus der flexiblen Dienstplangestaltung ziehen, gibt es keine Meckerer.
Bei uns wird der Plan rund 6 Wochen im Voraus geschrieben. Wir haben unsere festen WE mit schon festgelegten Diensten. Also entweder S/F oder F/S. Wem das nicht passt, fragt frühzeitig nach einem Tauschpartner und eigentlich klappt das zu 99,8%
In der Woche wird versucht, nicht allzu viel Schaukelei von vorn herein einzubauen, ergibt sicherst aber durch Einspringen wegen Krank oder eben Tausch oft anders.
Diese Änderungen durch Krank oder Tausch beruhen aber auf freiwilliger Basis. D.h. wenn ich auf einen Tauschwunsch einer Kollegin eingehe, weiss ich ja, was ich mir "antue". Oder aber ich suche mir wieder einen aus der anderen Schicht, so dass es für mich besser passt.
Auch das klappt eigentlich immer.
Unser D-Plan sieht am Monatsende meist "wüst" aus, aber eigentlich sind immer alle zufrieden. Und wenn jemand wirklich mal die A-karte hat, gleicht sich das im nächsten Monat oft wieder aus.

Dazu sagen muss ich aber, dass wir -mal wieder- keine Leitung haben. Wir hatten zwischendurch mal eine... für zwei Monate...... vorher ohne Leitung hat es besser geklappt... und seitdem sie weg ist, klappt's auch wieder besser. Das hat sogar die PDL schon gemerkt.... :flowerpower:
 
Wir habe ebenfalls sowas wie einen Wunschplan (Blanko liegt aus und tragen uns eben ein, wann wir Frei haben wollen bzw. welche Dienste wir ggf. machen möchten (auch wieviele ND Max.). Zu 95% klappt das auch.

Und ich muss da Ludmilla recht geben. Dank dieser Art von Wunschplan, kann ich meine Hobbys weiterführen und sogar neue Anfangen. Damit das möglich ist, mache ich auch gerne F/S/F/S. Wir haben einen sogenannten F2 Dienst. Also wenn ich um 21 Uhr das Haus verlassen, fange ich am nächsten Tag um 7 an.

Alles in allem sind wir mit den Dienstplänen sehr zufrieden.

Für mich wäre ein Starrer "Conti Plan" der Horror.
Bzgl. Termine wahrnehmen. Mein Credo ist, dass ich gerne alle wahrnehmen möchte. Ein Kollege von mir aus der Schweiz (selbstständige Pflegekraft und Gründer einer Personalmanagement App) prüft gerade an der FH- Basel wie ein 100% Wunschplan möglich ist. Auf die Ergebnisse bin ich gespannt.