News Infizierte in Pflegeheimen könnten nicht mitgezählt werden

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Kanzlerin Angela Merkel will sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung bei weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen für eine Obergrenze bei Neu-Infektionen einsetzen, ab der wieder zu den bisherigen harten Maßnahmen zurückgekehrt werden soll. Infektionen in Pflegeheimen sollen offenbar nicht mitgezählt werden.

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Na, so kann man sich Zahlen auch schönreden. Wenn ich mir anschaue, wie es hier auch außerhalb der City und teilweise im Bereich des ÖPNV zugeht, steht die nächste Welle schon vor der Tür.
 
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In meiner Stadt (sehr große Stadt in NRW) gab es noch zu keinem Zeitpunkt (am 1.3.2020 erster Fall) mehr als 35 Fälle pro 100000 Einwohner. Wenn das die Grenze ist, habe ich keine Bange vor einer 2. Welle. Von dieser Neuinfiziertenzahl waren waren wir zu jeder Zeit meilenweit entfernt. Zur Zeit ( in den letzten 10 Tagen) haben wir meist unter 10 neuen Fällen pro Tag, mit einer Ausnahme an 2 Tagen, aber umgerechnet auf 1000000 Einwohner!
Und auch hier werden die Menschen unbefangener im Umgang miteinander. Wenn diese Zahlen das Resultat sind, wird es höchste Zeit deutlich zu lockern und nicht für jede Lockerung etwas anderes einzuführen. Diese Panikmache ist ja nicht mehr auszuhalten.
 
Na, so kann man sich Zahlen auch schönreden.
Aber das ist schon richtig, da ein Ausbruch in den Heimen ohnehin regional begrenzt ist!
In unserem Landkreis mit ungefähr 100TSd Einwohnern haben wir insgesamt 182 Fälle gehabt, von denen 69 auf Heime fielen.
Warum will man einen Shutdown machen, wenn es zwar viele Menschen betrifft, die aber örtlich abgeriegelt sind?
Innert der letzten Woche hatten wir 24 Neuinfektionen, wobei ich aber nochmal in die Pressemitteilungen schauen müsste, wie viele davon auf Heime entfielen. Glaube es waren so 9 oder 10.
 
Dass unsere alten Menschen mit scheinbarer Allgemeinakzeptanz "örtlich abgeriegelt" sind finde ich traurig genug. Sei es drum .... ließe sich eine 2te Welle in den Heimen wirklich örtlich begrenzen? Zumal "draußen" ja dann die Lockerungen bestehen bleiben....
OT: Lustig, dass in einigen Threads die "Bild" als Quelle zerrissen wird, aber hier...keine Rückfrage ...
Ich warte lieber, bis es verlässliche Informationen aus der zu erwartenden TV Ansprache gibt.
 
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Dass unsere alten Menschen mit scheinbarer Allgemeinakzeptanz "örtlich abgeriegelt" sind finde ich traurig genug.
Es wurden ja noch ganz andere Aussagen getätigt:

„Palmer hatte mit seinen Äußerungen zu älteren Corona-Patienten vergangene Woche für Empörung gesorgt. "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären"


 
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Dass unsere alten Menschen mit scheinbarer Allgemeinakzeptanz "örtlich abgeriegelt" sind finde ich traurig genug.
Naja, bei einem Ausbruch werden absolute Kontaktsperren in dem betroffenen Heim verhängt. Kein Besuch etc.
So kann man ein Ausbruchsgeschehen örtlich begrenzen. Warum sollten jetzt aber draussen Friseure, Autohäuser und andere schliessen müssen und um die Existenz gebracht werden?

Ich würde mir eine weniger emotionale Diskussion wünschen.

 
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Schwer vorstellbar, dass sich niemand angesteckt hat, bis ein Ausbruch im Heim als solcher erkannt wird. Wo sich doch alle beklagen, sie haben keine / nicht genug PSA und Einwrgprodukte mehrfach bzw längerfristig verwendet werden.
 
Naja, bei einem Ausbruch werden absolute Kontaktsperren in dem betroffenen Heim verhängt. Kein Besuch etc.
So kann man ein Ausbruchsgeschehen örtlich begrenzen. Warum sollten jetzt aber draussen Friseure, Autohäuser und andere schliessen müssen und um die Existenz gebracht werden?
Bei einem Ausbruch, ja.
Aber so wie ich das raushöre, schlagen einige ja vor, generell die Alten (Risikogruppen) wegzusperren zugunsten der Wirtschaft.
Und das geht gar nicht! :down:
 
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Bei einem Ausbruch, ja.
Aber so wie ich das raushöre, schlagen einige ja vor, generell die Alten (Risikogruppen) wegzusperren zugunsten der Wirtschaft.
Und das geht gar nicht! :down:

Naja ohne Wirtschaft keine Arbeitsplätze, keine Sozialversicherungen etc.
Herr Schäuble hat schon recht, das wir nicht ALLES der Rettung von Leben unterordnen können! Und auch ein Palliativmediziner hat gefordert, dass die Sterbebegleitung älterer Betroffener optimiert wird....aber bitteschön nicht jeder mit Gewalt intensivmedizinisch behandelt werden muss.
Das hätte zur Folge, das nicht die Beatmungsplätze Zielgrösse wären .
 
...absolute Kontaktsperren in dem betroffenen Heim verhängt. Kein Besuch etc.
Und die Kontaktpersonen, die beruflich mit den Bewohnern Kontakt haben?
Folgendes könnte Ironie enthalten.
...nicht ALLES der Rettung von Leben unterordnen können!
Klar muss es weiter gehen, aber das ... da geht mir schon der Hut hoch...Vorschläge/ Ideen/ Diskussionen vom sehr runden Tisch....
Wer entscheidet dann, wer welchen Alters, mit welchen Vorerkrankungen besser einer "optimierteren Sterbebegleitung" zugeführt werden sollte, statt intensivmedizinisch betreut zu werden? Das wäre doch mal eine ganz neue Situation für Triage und das noch ohne Not wegen fehlender Beatmungsplätze....
Wo fängt das an, wo hört das auf? Altenheimbewohner...klar sind zu alt, zu krank? Jünger?...hätte ja eigentlich eine Chance, aber leider schwerst vorerkrankt? Die müssen wir auch nicht den wirtschaftlichen Bedürfnissen unterordnen.
 
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Wer entscheidet dann, wer welchen Alters, mit welchen Vorerkrankungen besser einer "optimierteren Sterbebegleitung" zugeführt werden sollte, statt intensivmedizinisch betreut zu werden?


Die Betroffenen, durch Vorsorgevollmacht und/oder verherige Aussagen/Gespräche mit Angehörigen und/oder Betreuern
 
Bei uns in der Gegend mussten die Mitarbeiter freiwillig über Wochen in einem Hotel nebenan bleiben. Dafür wurde in der Zeitung auch ordentlich Beifall gespendet
 
Und die Kontaktpersonen, die beruflich mit den Bewohnern Kontakt haben?
Die kann man engmaschig testen! Natürlich macht es keinen Sinn, Kontaktpersonen Kl. 1b in Quarantäne und zum Dienst zu lassen ...das ist Blödsinn. Wenn man keinen Kontakt haben darf, dann bitte schön auch nicht zu den Risikogruppen.

Klar muss es weiter gehen, aber das ... da geht mir schon der Hut hoch...Vorschläge/ Ideen/ Diskussionen vom sehr runden Tisch....
Wer entscheidet dann, wer welchen Alters, mit welchen Vorerkrankungen besser einer "optimierteren Sterbebegleitung" zugeführt werden sollte, statt intensivmedizinisch betreut zu werden?

Und genau darüber muss es einen Diskurs geben. Es müssen Leitlinien erstellt werden und es müssen Ethikkommissionen sich damit befassen. Aber Therapiebegrenzung am Lebensende ist schon immer Thema gewesen ;-)

Alles in allem müssen wir schauen, wie wir mit dem Virus leben. Aber eben auch diskutieren, wo die Grenzen der Zumutbarkeit liegen!
Es könnte ja auch sein, dass es noch 2 Jahre so weiter geht oder das es niemals eine Impfstoff geben wird.
 
Aber Therapiebegrenzung am Lebensende ist schon immer Thema gewesen ;)
Darum ging es in deinem anderen Beitrag aber eher nicht, gelle?;)
Die "Triage" wäre dann durch Leitlinien und positives Ethik -Votum gestützt? Super
Wenn überhaupt irgendjemand über den Tod eines Menschen durch Therapie-Verzicht (-Minimierung) entscheidet, dann wohl
der Betroffene selbst, durch Vorsorgevollmacht und/oder vorherige Aussagen/Gespräche mit Angehörigen und/oder Betreuern
, genau wie @Resigniert schrieb (meine Frage in #11 danach war auch eher rhetorisch gemeint)
 
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Und genau darüber muss es einen Diskurs geben. Es müssen Leitlinien erstellt werden und es müssen Ethikkommissionen sich damit befassen. Aber Therapiebegrenzung am Lebensende ist schon immer Thema gewesen ;)
Ja, völlig richtig und auch gut so!
Da geht es aber eher um ethische Falldiskussionen, wo zwischen „Leben um jeden Preis“ und „unnötige Leiden vermeiden“ entschieden werden muss!
Das hat aber nichts mit wirtschaftlichen Erwägungen zu tun, wie sie hier von Schäuble, Palmer u. a. ins Feld geführt werden!
 
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Darum ging es in deinem anderen Beitrag aber eher nicht, gelle?;)
Die "Triage" wäre dann durch Leitlinien und positives Ethik -Votum gestützt? Super
Wenn überhaupt irgendjemand über den Tod eines Menschen durch Therapie-Verzicht (-Minimierung) entscheidet, dann wohl , genau wie @Resigniert schrieb (meine Frage in #11 danach war auch eher rhetorisch gemeint)
Triage bedeutet, das man vor hat, allen eine Notfallbehandlung zukommen zu lassen, aber aufgrund begrenzter Ressourcen eine Auswahl anhand fester Kriterien treffen muss.

Therapiebegrenzung heisst, genau zu schauen ob Indikation und Einwilligung vorliegen und klug zu entscheiden, ob man eine Maximaltherapie überhaupt beginnt.
In Anbetracht dessen, das diese invasive Behandlung sehr anstregend ist und die Chance gering, muss man auch in die Palliative Richtung denken dürfen.
 
Was die Triage im eigentlichen Wortlaut bedeutet ist mir bekannt...aber Danke.
Genau deshalb habe ich Triage in diesem Zusammenhang in Anführungszeichen geschrieben.
Die Definition von Therapiebegrenzung ist mir ebenfalls geläufig. Deine Erläuterung dazu ändert nichts an der Entscheidungsgewalt über "Leben und Tod" in der direkten Situation.
 
Deine Erläuterung dazu ändert nichts an der Entscheidungsgewalt über "Leben und Tod" in der direkten Situation.
Aber das ist nun mal täglich der Fall...PEG ja oder nein? Lebenserhaltende Maßnahmen ja oder nein?
Das wird doch täglich entschieden in sehr unterschiedlichen Bereichen. Und bei einer Pneumonie bei alten Menschen wird auch oft nicht mehr auf ITS verlegt.