News Gesundheitsversorgung neu ausrichten: DBfK zu Lauterbachs Plänen für Ambulantisierung und Gesundheitskioske

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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland, das dringend Reformen für eine Primärversorgung beinhalten müsse. Lauterbachs Pläne zur Ambulantisierung und den Gesundheitskiosken seien zwar wichtige Schritte, würden aber für nachhaltige Verbesserungen zu kurz greifen.

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„Wenn wir auf die Pläne zur Ambulantisierung schauen, ist es richtig, dass für viele Menschen ambulante Behandlungen besser sind. Dies gilt aber nur dann, wenn die Versorgung vor Ort und zu Hause gesichert werden kann."

Ja, allerdings! Außerdem ist der Grundsatz "ambulant vor stationär" nun weiß Gott nichts Neues.


"Wenn man die Gesundheitsversorgung in Deutschland mit anderen OECD Ländern vergleicht, zeigt sich, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der teuersten ist, aber nur mittlere Ergebnisse für die Menschen erzielt."

Tja... in vielen anderen Ländern hat aber auch die Pflege als Profession einen ganz anderen Stellenwert, was sich nicht zuletzt auch im Vorhandensein von Pflegekammern in vielen dieser Länder äußert.
 
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Ja, allerdings! Außerdem ist der Grundsatz "ambulant vor stationär" nun weiß Gott nichts Neues.
Nein, aber er ist hierzulande nicht gut umgesetzt, was Primärversorgung und Beratung angeht. Und es würde ohne die unbezahlte Hilfe von Angehörigen niemals funktionieren.
 
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Nein, aber er ist hierzulande nicht gut umgesetzt, was Primärversorgung und Beratung angeht.
Stimmt genau. So interpretiere ich auch den Hinweis des DBfK „Dies gilt aber nur dann, wenn die Versorgung vor Ort und zu Hause gesichert werden kann“.
 
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Was ist ein Gesundheitskiosk?
 
Gesundheitskiosk musste ich erst Mal googeln. In M. gibt es Sozialcafés wo die Zielgruppe erst Mal hinkommt und Kaffee und Stulle bekommt und wenn möglich duschen und Kleider wechseln kann und es gibt Sozialpädagogen und Pflegekräfte die aber meist aus der Psychiatrie kommen.
Die vermitteln an Ärzte, die auch illegale oder Leute behandeln, die nicht krankenversichert sind. Nur kommen die oft genug an Grenzen und viele Leute kommen erst, wenn es zu spät ist weil sie eben keinen sozialen Hintergrund haben der unterstützend tätig ist.
Ich weiß wovon ich rede, wir bekommen ab und zu solche Patienten die multimorbid sind nie Medikamente nehmen weil sie nie zum Arzt gehen oder sie sie nicht regelmäßig nehmen, weil damit überfordert!
 
Was ist ein Gesundheitskiosk?
Niedrigschwellige Anlaufstellen zur Gesundheitsversorgung. Gemeindenah, in anderen Ländern oft in Einkaufszentren, bei größeren Busbahnhöfen etc., irgendwo, wo ein Besuch wenig Aufwand macht. Leisten Beratung, kleinere Behandlungen, Routineuntersuchungen, Impfungen u.ä. Häufig ohne Ärzte, sondern mit Nurse Practitioners besetzt. Gibt es z.B. in Skandinavien, Großbritannien oder den USA.
 
Klingt wie Public Health Nursing, ist das vergleichbar?
 
Community Health Nursing ist der Begriff, den der DBfK dafür verwendet.
 
Ich Stelle mir Mal meine Kundschaft vor, Leute die seit Jahren am Rande der Gesellschaft leben, multimorbid, mit Suchtanamnese oder mit psychischen Erkrankungen.
Die gehen nicht dahin, irgendwann werden sie ins Krankenhaus gefahren, wenn sie überleben sind sie dann oft Pflegefälle. Diese Menschen hätte man, wenn man sie denn vor Jahren erreicht hätte anfangen können.
Hoffen wir das Beste für die Nachfolgenden.